Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info
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               17.2.1803 an Humboldt
               18.8.1803 an Humboldt
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               12.9.1803 an Humboldt
               22.10.1803 an Schiller
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XLVII.

Jena, den 25 Januar 1796.              

   Woltmann sagte mir, daß eine ganze saft- und kraftlose Recension des Reineke Fuchs jetzt für die Literatur-Zeitung eingeschickt worden. Ich zweifle nicht, daß man Goethe und mir zu lieb, sie wirklich unterdrücken wird, wenn ich eine andre verspreche. Aber so gern ich diese Arbeit übernehme, und so sehr es mich reuet, daß ich nicht schon in meinem Aufsatz über das Naive mich förmlich darüber herausgelassen habe, so wissen Sie doch, lieber Freund, daß ich jetzt von meiner poetischen Activität mich nicht wohl zerstreuen kann. Ich gäbe daher sehr viel darum, wenn Sie an meiner Statt diese Arbeit übernehmen; ich würde dann, da wir in unsern kritischen Grundsätzen so sehr harmoniren, die Recension, als die meinige, in die Literatur-Zeitung geben. Wollten Sie dieses nicht, so könnte sie, was noch besser wäre, zu einem Aufsatz für die Horen dienen. Da der Reineke Fuchs, wenn man gerecht seyn will, das beste poetische Product ist, was seit so vielen vielen Jahren in Umlauf gekommen ist, und sich mit Recht an die ersten Dichterwerke anschließt, so ist es in der That horribel, daß er so schlecht behandelt werden soll. Goethe weiß von meiner Idee nichts, und ich werde ihm auch nicht eher etwas davon sagen, als wenn sie schon ganz ausgeführt ist; aber ich betrachte es als meine eigene Angelegenheit zu machen, daß man entweder eine andere Meinung davon bekomme, oder sich doch derjenigen schäme, die man davon hat.

   Genug von dieser Angelegenheit. Sie werden vielleicht wissen wollen, was ich jetzt treibe. Aber ich bin noch sehr unbestimmt, und habe seit mehreren Wochen fast nur mit Phantasieen gespielt. Es könnten wohl auch noch mehrere Wochen verlaufen, ehe ich mich wieder recht gefunden habe.

   Der Almanach macht auch in Weimar viel Glück, und meine Sachen finden viel Eingang. Gekauft wird er hier zu Land auch sehr. Die Horen hat Wieland gar nicht lesen wollen. Er soll gesagt haben, daß der nicht sein Freund sey, der ihn mit dem, was darin gegen ihn gesagt sey, bekannt mache.

   Leben Sie wohl, liebster Freund. Der guten Caroline wünschen wir von Herzen Besserung. Was sagt denn Herz von Ihrem Uebel? Adieu! Ihr

Sch.              

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