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               18.1.1795 an Schiller
               22.1.1794 an Schiller
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               27.8.1798 an Humboldt
               17.2.1803 an Humboldt
               18.8.1803 an Humboldt
               27.8.1803 an Schiller
               12.9.1803 an Humboldt
               22.10.1803 an Schiller
               2.4.1805 an Humboldt

II.

Auleben, den 12 Septbr. 1792.              

   Sie verzeihen es mir wohl, theuerster Freun, wenn ich Ihnen mit einem kleinen Auftrag beschwerlich zu fallen wage, der mir aber jetzt gerade sehr wichtig ist, und wegen dessen ich mich an sonst Niemand zu wenden weiß.

   Ich wollte meine Abhandlung über die Gränzen der Wirksamkeit des Staats, die Sie im Manuscript bei sich haben, in Berlin drucken lassen, und würde auch ohne Anstand einen Verleger gefunden haben. Allein manche Schwierigkeit erregte mir die Censur. Der eine Censor verweigerte sein imprimatur ganz, der andere hat es zwar ertheilt, allein nicht ohne Besorgniß, daß er deßhalb noch künftig in Anspruch genommen werden könne. Da ich nun alle Weitläuftigkeiten dieser Art in den Tod hasse, so bin ich entschlossen, die Schrift außerhalb drucken zu lassen. Da nun aber kenne ich Niemanden, an den ich mich etwa wenden könnte, als Göschen. Da die Abhandlung politischen Inhalts ist, woran das Publicum jetzt vorzüglich Interesse zu finden scheint, und die Bogenzahl so gering ist, daß die Auslagen dabei nur unbeträchtlich seyn können; so zweifle ich nicht, daß Göschen den Verlag übernehme. Ich würde ihm nun geradezu selbst geschrieben haben, allein ich fürchte, daß, im Fall er mir eine abschlägliche Antwort geben möchte, dieß ihn geradezu gegen mich genirte, und vielleicht um so mehr, als er meine Frau persönlich kennt.

   Meine ganze Bitte an Sie, theuerster Freund, bestände also allein darin, daß Sie bloß Göschen die Sache schrieben (doch so, daß der Censuranstand in Berlin nicht weiter bekannt würde), ihm, wenn Sie es für nöthig hielten, das Manuscript mitschickten und ihn ersuchten, sich bestimmt zu erklären, ob er den Verlag zur Ostermesse 1793 übernehmen wolle?

   Da Sie gewiß Ihrer eigenen Angelegenheiten wegen, oft an Göschen schreiben; so denke ich, macht Ihnen die Besorgung dieses kleinen Auftrages keine Mühe, und mir erweisen Sie in der That eine überaus große Gefälligkeit dadurch. Nur muß ich Sie bitten, wenn es Ihnen möglich ist, bald an Göschen zu schreiben, und mich auch seine Antwort, so bald Sie können, wissen zu lassen. Denn ich kann mich nicht eher bestimmt in Berlin erklären, welches doch nothwendig ist.

    Die Correctur könnte ich, wenn Göschen in Leipzig oder Erfurt drucken ließe, durch Bekannte, und an letzterem Ort, auch zum Theil selbst besorgen.

   Caroline schreibt uns noch, daß einige Ideen meiner Abhandlung Sie nicht ohne Interesse gelassen haben, und daß Sie selbst sich jetzt mehr mit diesen Gegenständen beschäftigen. Sie selbst versprachen mir schon einmal halb und halb die Mittheilung einiger Ihrer Ideen. Welch ein angenehmes Geschenk würden Sie mir damit machen! Wie wäre es aber, wenn Sie sie in Gestalt einer Vorrede, oder eines Anhangs, oder wie Sie sonst wollten, mit oder ohne Ihren Namen, meiner Abhandlung beifügten. Es versteht sich, daß dieß nur ein hingeworfener Einfall ist. Aber es scheint mir zu interessant, wenn ein Mann von Ihrem Geiste, ohne vorhergehendes eigentliches Studium dieser Materien, und also von ganz anderen, neuen und originelleren Gesichtspuncten ausgehend, diesen Gegenstand behandelte; und der Kreis Ihrer schriftstellerischen Arbeiten bietet Ihnen sonst nicht leicht, wenn Sie nicht Lust hätten, Ihre Ideen zu einer eigenen Schrift auszuspinnen, eine bequemere Gelegenheit dar, sie gelegentlich einzuweben.

   Meine Frau und mein Kind, das täglich hübscher wird, sind wohl, und wir leben ein einsames, aber unendlich glückliches Leben.

   Wir umarmen Sie und Lottchen auf's herzlichste. Leben Sie recht wohl, und sagen Sie mir bald ein Wort. Ewig Ihr

H.              

Ü   Þ

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