Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1798

Friedrich Schiller an Adolf Nöhden.

Jena 26. Jan. [Freitag] 98.

Ihr Herr Bruder war so gütig, mir bei seiner Abreise aus Deutschland Nachricht zu geben, daß ich durch Ihre Vermittlung eine Verbindung mit ihm unterhalten könne. Dies ist mir sehr angenehm und ich ersuche Sie daher, ihn gelegentlich wissen zu lassen, daß bloß meine oft wiederkehrende Kränklichkeit mich bisher abgehalten das Werk zu vollenden, wovon er weiß und das er unfehlbar sobald es ganz fertig ist noch im Manuscript von mir erhalten wird. Dieses hoffe ich soll zuverlässig im Sommer dieses Jahres geschehen, daher ich Sie ergebenst ersuche mich bei einer vorfallenden Veränderung Ihres Aufenthalts gütigst zu benachrichtigen, auf welchem Wege ich Briefe und Paquette an ihren Herrn Bruder gelangen lassen kann. Der ich mit aller Achtung verharre

Ihr ergebenster Diener

Schiller
Hfr.   

[Adresse:]
   An Herrn Adolf Nöhden
                                in
   frey.                            Göttingen.


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1 Zu S. 332. Z. 3. Dr. Georg Heinrich Nöhden war Hofmeister in England, übersetzte mit J. Stoddart zusammen den Fiesko u. Don Carlos ins Englische. Jetzt verspricht ihm Sch. den Wallenstein zur Übersetzung zu senden. Er verhandelte später darüber auch mit Nöhden, vergab aber die englische Übersetzung schließlich nicht an ihn. Vgl. Brfw. Sch. m. C. 342-349.

 
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