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Homepage Literatur Schiller, Friedrich Briefe 1798 |
Friedrich Schiller an Gottfried Körner.[24. Januar. Mittwoch. 1798.] Ich bin wieder fast 10 Tage durch ein Halsweh, das in meinem Hause herumging, in meiner Arbeit zurückgesetzt worden. Da ich jetzt in der innersten Mitte meines Geschäftes bin, so thut mir jede Unterbrechung doppelt leid, und sie schadet mir um so mehr, als sie mich aus der Stimmung bringt, die sich dann, wenn ich auch gleich wieder wohl bin, nicht so schnell wieder findet. Wie will ich dem Himmel danken, wenn dieser Wallenstein aus meiner Hand und von meinem Schreibtisch verschwunden ist. Es ist ein Meer auszutrinken, und ich sehe manchmal das Ende nicht. Hätte ich 10 Wochen ununterbrochene Gesundheit, so wäre er fertig; so aber habe ich kaum das Drittheil der Zeit zu meiner Disposition. Sei so gut und sende mir mit ehester Post Vossius de Poematum Cantu1. Man hat ihn mir abgefodert. Hier auch der Brief von Humboldt, den ich mir zurück erbitte. Herzlich umarmen wir euch alle. Dein S. [Adresse:] 1 Es ist die Poetik von Isaac Vossius de poematum cantu et viribus rhythmi, in welcher unter anderm der Gebrauch des Reims verworfen wurde. – Der oben stehende Brief war im früheren Druck denen des Jahres 1797 eingereiht. Nach Schillers Kalender ist oben das Datum ergänzt, dessen Richtigkeit durch den folgenden Brief Körners bestärkt wird. Bemerkungen1
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Zu S. 330. Z. 16. Das Datum ist unsicher. Nach Nr. 1302 war Schiller am
19. Januar seit drei Tagen krank, also seit dem 16. oder 17. Januar. Jetzt ist’s
fast 10 Tage her, also ist der Brief vielleicht erst am 25. oder 26.
geschrieben, aber vor dem 27., an dem Körners Brief vom 19. Januar eintraf, den
erst Nr. 1313 beantwortet. |
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