Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1796

Friedrich Schiller an Friedrich Cotta.

Jena 30. [Freitag] Dec.

Hier Manuscript für I. Horenstück, das Gedicht wird nach dem Robert Guiscard eingerückt, und bleibt weg, wenn dieser das Stück ausfüllt. Da wo ich das Zeichen # gemacht, können Sie diesen Aufsatz abbrechen lassen. Weil ich nicht ganz gewiß bin, wie viel Platz das überhaupt gesandte Manuscript einnimmt, so will ich mit nächster Post gleich neues senden. Hoffentlich haben Sie beyde Kupferplatten zu dem Fucinischen See.

Die 2te Auflage der Horen ist vergriffen, denn das letzte 100, das ich noch hier gehabt, hat Böhme dringend nachgefodert. Ohne Zweifel würden noch einige hundert Exemplare zu verkaufen seyn, wenn wir sie hätten, da noch nicht einmal der Januar da ist, und es läßt sich auch wohl erwarten, daß der Almanach in den nächsten Jahren noch nachgefodert wird. Es kommt also auf Sie an, ob Sie, um den Nachruck zu verhindern, noch eine Auflage machen wollen, die Sie in Ihrer Nähe bequem veranstalten können. Ich sende Ihnen in diesem Fall Umschläge und Titelkupfer, oder die Kupferplatten selbst zu. Senden Sie mir doch bey Gelegenheit schöne PapierProben für den Wallenstein zu. Ich bin dafür ihn ganz auf Schreibpapier zu drucken.

Adieu. Viel Glückwünsche zum Neuen Jahre! Der Ihrige

Sch.


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Empfangs- und Beantwortungsvermerk:
10. Jan.
11. Jan.

1 X. Vom 13. Dez. (eingetr. d. 23.). Z. Vom 11. Januar 1797 (eingetr. d. 18. Jan.).
Zu S. 138. Z. 3. Welches Gedicht gemeint ist, weiß ich nicht. Vollmer in AB. S. 225 meint, es sei das Gedicht die Stände, das erst im dritten Horenstück 1797 erschien. Zu Z. 10. Die 2. Auflage der Horen ist verschrieben statt die 2. Auflage des Almanachs.

 
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