Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1796

Friedrich Schiller an Friedrich Cotta.

Jena den 19. Febr. [Freitag] 96.

Hier der Anfang des Manuscripts zum dritten Stück. Es erfolgt etwas spät, wird aber desto rascher fortgesetzt werden.

Anbey auch ein Verzeichniß der Honorarien vom 5 Stück inclusive an gerechnet. Was darunter für mich ist, kann stehen bleiben bis Ende des Jahrs. Sie sind nur so gütig, mir notieren zu lassen, was ich Ihnen für Bücher und andere für mich von Ihnen ausgelegte Summen zusammen schuldig bin, und wie wir überhaupt in unserer Rechnung und GegenRechnung miteinander stehen. Sollte Ihnen von meiner Familie unterdessen eine Assignation von mir auf eine kleine Summe präsentiert werden, so sind Sie so gütig, solche auszubezahlen.

Für eine gute Recension der Flora will ich sorgen; nur von Archenholz dispensieren Sie mich. Es wäre mir um die ganze Welt nicht möglich, jetzt eine politische Zeile aufzusetzen und ich habe überhaupt in meinem Leben nie mich auf die Geschichte der neuen Zeit eingelassen. Gegenwärtig aber bin ich ganz und gar fremd darinn geworden. Wo es mir möglich, will ich indessen die Recension davon in gute Hände zu bringen suchen.

Von dem 30jährigen Krieg von mir ist in Bern eine französische Uebersetzung erschienen; haben Sie doch die Güte, mir solche zu verschreiben.

Leben Sie recht wohl. Der Ihrige

Schiller.

N.S. Sollte von der ersten Lieferung des Tourville etwas zurück seyn, so vergessen Sie ja nicht, es bey der zweyten nachzubringen.

Hofrath Stark hat mir vor 8 oder 9 Monaten 20 und einige Thaler, die er an Sie zu bezahlen hatte, ausgezahlt, welche gleichfalls auf meiner Rechnung zu bemercken bitte.

 

An Honorar ist zu bezahlen

Vom fünften Stück 1795 inclus. biß zum Ersten 1796 inclusive:

  Ldors Rthlr.
an Göthe 52 VI 1, VII 3, IX 3, 5, X 6
     Herder 47 5 Bog. 14 S.
     Engel 25 X 1
     Jacobi 9 VIII 1
     Archenholz 14 XII 9, 3¼ Bogen
     Voß 2 . 3 V 8, 9
     Groß 3 den 4. März 96 bez.
     Meyer 7 IX 2
an Alexander von Humboldt 2 . 2 V 5
     Schiller  
     1) für eigne Beiträge 117 V 1, VI 2, IX 1, 7-17, X 4, XI 4-8, XII 1-4, 8, 10, 11, 96: I 1, 2, II 3
     2) Ausgelegt an Honorar  
          für Schlegel 20 VII 2, VIII 2, XI 9, 6 B. 2.
               Weißhuhn 10 V 4, 2 B.
               Woltmann 15 V 2, VII 5, 6. 2 B. 6 S.
               Körner 9 V 6
               v. Knebel 9 V 3, XI 2, 3 11 Seiten
               Mad. Mereau 2 IX 4
               Ben David 4 VIII 4
     3) Redaction vom Jahr  
          1795 60
          Schlegel noch Rest 12

Summa   

410 Ldors

Bemerkungen

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1 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26

1 Empfangsvermerk: 28. Febr.
2 Zu S. 420. Z. 14. Das Manuskript enthielt Knebels Properzübersetzung.
3 Zu Z. 23. Sch. hatte am 19. Febr. seinem kranken Vater eine Anweisung an Cotta gesandt zur Bestreitung der Kurkosten. Vgl. des Vaters Brief an Sch. vom 4. März, der das Geld nicht annehmen wollte.
4 Zu Z. 24. Vgl. X.
5 Zu Z. 25. Um eine Recension des 12. Bandes von Archenholz’ Annalen hatte Cotta am 18. Dez. 1795 gebeten.
6 Zu S. 421. Z. 1. Die Übersetzung erschien bei Haller in Bern. Recensionen derselben in der Erfurtischen gelehrten Zeitung 24. August 1796 und in der Jenaer Allgem. Litt. Zeit. 21. Sept. 1796.
7 Zu Z. 6. Der Gerbersche Aufsatz über Tourville wurde im 3. Horenstück fortgesetzt.
8 Zu Z. 12. In der Honorarberechnung sind die Angaben in kleinen Lettern von Cotta. Vgl. die Anmerkung in AB. Cotta beantwortete sie am 12. März.

 
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