www.wissen-im-Netz.infoBriefe von Friedrich Schiller |
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Homepage Literatur Schiller, Friedrich Briefe 1796 |
Friedrich Schiller an Wolfgang von Goethe.Den 18. Jenner [Montag]. Wir haben dem armen Thiere, dem Michaelis, doch Unrecht gethan. Die neulich überschickten 10 Exempl. waren nur für die Mitarbeiter ad extra bestimmt; heute ist erst das eigentliche Paquet, welches die Exemplarien für Sie, Herdern und mich enthält angelangt, und dieses ist 12 Tage über die Zeit unterwegs geblieben. Ich sende Ihnen daher hier noch 3 Exemplare auf Atlas (*). Die noch restierenden Bogen von den Epigrammen verschreibe ich mit der heutigen Post. Sollten Sie eins von den schlechtern Exemplarien überflüßig haben, so kann ich es bey dem Buchhändler wieder anbringen. Leben Sie recht wohl. Sch. Die Gesundbrunnen zu N. N. Seltsames Land! Hier haben die Bäche Geschmack und
die Quellen, (*) 2 Kalender bringt das BotenMädchen. Die Post nahm sie nicht an. Bemerkungen1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 1 Zu S. 393. Z. 1. Sollte Sch. auf das Neubecksche Lehrgedicht Die Gesundbrunnen anspielen, das 1795 erschienen ist. Das Wort „zu“ in der Überschrift läßt an einen einzelnen Ort denken, wie die Ausleger der Xenien ja auch, ich weiß eigentlich nicht warum, an Carlsbad denken. Aber dem widerspricht wieder der Anfang: Seltsames Land. Warum sollte Schiller gerade bei den Bewohnern Carlsbads oder Böhmens Geschmack vermißt haben. Aber dächte man an die Gesundbrunnen zu oder in Deutschland, so wäre der Pentameter verständlich. Denn über den Mangel des Geschmacks seines Publikums in ganz Deutschland klagte er oft. |
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