Friedrich
Schiller

www.wissen-im-Netz.info

Briefe von Friedrich Schiller

Homepage
   Literatur
      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Gottfried Körner.

Den 2. Nov. [Montag. 1795.]

Hier das Xte Stück der Horen. Ich habe schon über 14 Tage nichts mehr von Dir vernommen. Wie stehts denn?

Auf Deinen Aufsatz bin ich sehr begierig. Hoffentlich ist es dieser, der Dich jetzt beschäftigt.

Lorenz Stark ist von Engel, die Gedichte, außer der Elegie, von Herder.

Hast Du die 2 Musenalmanache gelesen? Sie sind miserabel.

Der unserige erscheint in 3 Wochen. Er wird sehr schön gedruckt. Bereits sind 8 Bogen in meinen Händen.

Die Horen werden jetzt von allen Orten her sehr angegriffen, besonders meine Briefe, aber von lauter trivialen und eselhaften Gegnern, daß es keine Freude ist, auch nur ein Wort zu repliciren: in den halleschen Annalen, in Dyks Bibliothek, und nun auch von Nicolai in Berlin, im Xten Theil seiner Reisen. Dem letzten und plattesten Gesellen schenke ich es aber doch nicht.

Wolf in Halle hat in dem Intellig.-Blatt der Lit.-Zeitung auf Herder, seines Homers wegen, einen derben Ausfall gethan. Du mußt ihn lesen. Herder wird ihn unbeantwortet lassen; und freilich läßt sich mit Wolf über Homer nicht gut zanken1.

Dein

Sch.


1) Vgl. S. Schr. 11, 43 7 ff. ­


Bemerkungen

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

S. 312. Z. 3. Die Bindestriche nach MDM. zu streichen. Als Z. 7. nach MDM. einzuschalten: Adieu. Die Frauen grüße herzlich von uns, und schreibe nicht so selten.
1 Zu S. 311. Z. 20. Ein Brief Körners, der am 14. Okt. eingetroffen war, fehlt.
2 Zu Z. 26. Vgl. zu Nr. 936.

 
Google
© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.