Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Friedrich Cotta.

Jena den 28. Sept. [Montag] 95.

Hier der Schluß des 10ten Stücks. Einige Kleinigkeiten sende ich vielleicht noch nach, um das Register anzuschwellen. Sehen Sie, wie Sie es möglich machen, daß dieses Stück wenigstens um eine Woche früher erscheinen kann.

Ich erfahre soeben, daß die Cunoische Buchhandlg hier in Jena verkauft wird. Wäre das nicht eine Speculation für Sie? Es sind zwar, die Buchdrucker eingerechnet, welche auch verlegen, sieben Buchhandlungen hier, aber keine taugt etwas, und ein unternehmender Mann könnte bey der vortheilhaften Lage und dem erträglichen Preiß der Bedürfnisse gewiß etwas ausrichten. Die Buchhandlung selbst kann nicht theuer seyn, da sie es schon viele Jahre sehr sachte getrieben hat.

Mir wäre es in gar vielem Betrachte lieb, wenn Sie hier eine Niederlage hätten. Ueberlegen Sie es. Von dem Zustand der Cunoischen Buchhandlung giebt H. Rath Vogel, ihr gegenwärtiger Besitzer, Nachricht.

Ihren Brief vom 16. datirt habe ich erst heute den 28sten erhalten. Da der meinige, auf den er die Antwort ist, früh am 8ten abgieng, so hat also der Brief mit der Antwort 20 Tage gebraucht.

Wenn die Herderische Abhandlung über Ossian zu der Zeit, wo das gegenwärtige Paquet anlangt, noch nicht im Druck wäre, so können Sie meine Elegie derselben vorsetzen, daß beyde prosaische Abhandlungen von einander getrennt werden. Ich denke dieses Stück soll unterhaltend genug seyn. An dem Mährchen werden die Ausleger zu käuen haben.

Für die Flora danke ich. Ich sende Ihnen gewiß bald eine Kleinigkeit von mir dazu. Leben Sie recht wohl. Der Ihrige

Sch.


Bemerkungen

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4. Okt.
5. Okt.

 

Empfangs- und Beantwortungsvermerk:
7. Okt.
11. Okt.

 

Empfangs- und Beantwortungsvermerk:
12. Okt.
12. Okt.

1 Zu S. 276. Z. 12. Die Reinwaldschen Gedichte sandte Cotta zurück.
2 Zu Z. 15. Von Kosegarten brachte das Novemberheft der Flora das Gedicht „Huldigung“. Schiller hatte die Kosegartenschen Gedichte wohl erst für den Almanach geprüft und nach seiner Art durch Streichen sie zu verbessern gesucht. Kosegarten beklagte sich später noch über derartige Streichungen. Vgl. an Sch. vom 15. Dez. 1796 (Brfw. m. C. S. 22).
3 Zu Z. 33. Die Ankündigung des Reichardtschen Journals: Frankreich.
4 Zu S. 277. Z. 30. Zur Flora gab Sch. keine Gedichte, so oft er auch Hoffnung dazu machte.

 
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