Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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            1795

Friedrich Schiller an Gottfried Körner.

18. Sept.

Für Deine Music tausend Dank. Sie ist überaus angenehm und stimmt treflich zu den Gedanken. Den eigentlichen Genuss davon werde ich aber erst dann haben, wenn ich jemanden finde, der sehr gut singt. Bald kommt Göthe hieher, und da will ich ihn damit tractieren.

Der Almanach kommt nun doch zu Stande. Der Verleger hat sich völlig gerechtfertigt. Ihm ist ein infamer Betrug gespielt worden.

Morgen erwarte ich mit sehr vieler Begierde Dein Urtheil von den Schatten und der Würde der Frauen. Mein neuestes Gedicht, bald so groß als jene beyden zusammen bringt Dir die nächste Post.

Schreibe mir, ob ich Dir Dein Honorar für den Aufsatz in den Horen senden soll. Eigentlich wird nur von einer Jubilate Messe zur andern bezahlt; aber da ich zufällig eine Summe für Cotta eincassirt, so kann ich Dirs senden. Es beträgt 47 Thlr.

Wärs denn nicht möglich auch nur 1 halben Bogen über die Tanzkunst zu schicken, wie Du einmal wolltest?

Adieu. Die Feder fällt mir aus der Hand, so viel habe ich heute zu expediren gehabt.

Tausend Grüße an d. Frauen.

               Dein

Sch.


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1 Zu S. 272. Z. 28. Körner hatte Schillers Tanz komponiert. (Vgl. dazu Herder an Sch., Brfw. m. C. S. 121.)
2 Zu Z. 31. Goethe kam den 4. Okt.
3 Zu S. 273. Z. 6. Das Gedicht ist die Elegie (Spaziergang).

 
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