Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Benjamin Erhard.

Jena den 17. Jul. [Freitag] 95.

Nur 2 Worte lieber Freund zur Begleitung dieses paquet. Ich leide schon mehrere Wochen fast anhaltend an meinen Krämpfen, und habe die Feder ganz weglegen müssen. Sie erhalten hier die bißher herausgekommenen Horenstücke. (Jedes Stück, worin etwas von Ihnen enthalten ist, erhalten Sie gratis, und sobald wir Sie unter die fleißigen Mitarbeiter zählen dürfen, bekommen Sie den ganzen Jahrgang ohnehin frey.) Diese sechs Stücke hatte ich noch übrig, sie werden Ihnen also nicht verrechnet.

Ihr Aufsatz1 wird in 8 Tagen, denke ich, gedruckt seyn. Er fängt das Siebente Stück an. Ich wünsche, daß Sie mit meiner Redaction desselben, auf die ich freilich nicht viel Zeit wenden konnte, zufrieden seyn möchten.

Melden Sie mir, ob ich Ihnen das Honorar für diesen Aufsatz gleich baar soll bezahlen lassen. Nach unserer Einrichtung wird von einer OsterMesse zur andern Abrechnung vorgenommen. An diese Uebereinkunft brauchen Sie Sich aber nicht zu binden.

Recht verlangend bin ich auf etwas neues von Ihrer Hand. Lassen Sie mich nicht allzulang darauf warten.

               Ganz der Ihrige

Schiller.


Bemerkungen

1 Erhards Aufsatz am Anfang des 7. Horenstücks war überschrieben: Die Idee der Gerechtigkeit als Prinzip einer Gesetzgebung betrachtet.

 
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