Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Gottlieb Fichte.

Jena den 23. Jun. [Dienstag] 95.

[1. Bruchstück.]

So sehr mich der Anblick Ihres Mscrpts erfreute, lieber Freund, und so ungern ich einen Beytrag misse, auf den schon ganz sicher gerechnet war, so sehe ich mich doch genöthigt, ihn zurück zu schicken. Ich müßte dieses, wenn der Innhalt auch noch so sehr meinen Beyfall hätte, denn sowohl seine unförmliche Größe, die der Anfang erwarten läßt, als die (wenigstens was diese erste Probe betrift) trockene, schwerfällige und – verzeyhen Sie es mir – nicht selten verwirrte Darstellung schließen ihn schon an sich von den Horen aus; ich muß es aber um so mehr, da mich der Innhalt desselben nicht viel beßer als die Form befriedigt.

Ueber Geist und Buchstaben in der Philosophie überschrieben Sie diese Briefe, und die ersten Bogen handeln fast von nichts als von dem Geist in den schönen Künsten, ohne daß man den Gegenstand, von welchem gehandelt werden soll auch nur von weitem zu Gesicht bekommt; Ich sollte meynen, Geist im Gegensatz gegen den Buchstaben, und Geist, als aesthetische Eigenschaft, wären so himmelweit verschiedene Begriffe, daß man nicht ohne eine schreckliche Digression von dem einen zu dem andern gelangen könnte. In einem Aufsatz für ein Journal, wo es bloß auf eine simple und zweckmäßige Ausführung des Gegenstandes ankommt, ist eine so diffuse Behandlung und ein so weiter Anlauf vollends nicht zu entschuldigen.

Noch zweckwidriger wird der Aufsatz durch diesen Eingang für das gegenwärtige Bedürfniß meines Journals. Ein großer Theil meiner Briefe behandelt den nehmlichen Gegenstand, und bey aller Mühe, die ich mir gegeben, den abstrakten Innhalt durch die Darstellung zu beleben, so findet man doch allgemein eine Unschicklichkeit darin, das Publikum in einem Journal mit so abstrakten Untersuchungen zu behelligen. Durch Ihre Beyträge hoffte ich den philosophischen Kreis des Journals zu erweitern, der Gegenstand Ihres Aufsatzes ließ mich eine allgemein verständliche und allgemein interessierende Entwicklung hoffen. Was erhalte ich nun und was muthen Sie mir zu dem Publikum zu geben? Die alte Materie, sogar in der schon da gewesenen unbequemen Briefform, und, um den Leser ja recht zu verwirren, nicht in der geringsten Verbindung mit der meinigen. Wäre Ihre Ausführung nur wenigstens eine Widerlegung meiner Theorie, so möchte es noch hingehen, der Leser hätte doch das Interesse der Vergleichung – aber verzeyhen Sie, daß ich es sage, sie widerlegt und erbaut

dabey entblößt von allem was den Leser bey gutem Muth erhalten könnte. Es thut mir leid es zu sagen, aber es liege nun woran es wolle, so befriedigt mich weder der Innhalt noch die Behandlung, und ich vermisse in dieser Arbeit die Bestimmtheit und Klarheit, welche ihnen sonst eigen ist. Ihre Eintheilung der Triebe däucht mir schwankend und unrein. Es fehlt an einem Eintheilungsgrund, man sieht nicht, welche Sphäre dadurch erschöpft wird. Der Trieb zu empfinden (d. Trieb nach Existenz, nach Materie) hat gar keine Stelle darinn, denn es gehörte eine sehr gewaltige Operation dazu, ihn aus dem praktischen Trieb, so wie Sie diesen definieren, herauszubringen. Da die zwey ersten Triebe nicht rein unterschieden sind, so konnte der dritte, daraus abgeleitete aesthetische Trieb nicht anders als schielend ausfallen. In der Bestimmung dieses aesthetischen Triebes herrscht noch große Verwirrung, obgleich manches einzelne was sie darüber sagen, vortreflich ist. Aber

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[2. Bruchstück]

Jena den 24. Jun. [Mittwoch] 95.

So sehr mich der Anblick Ihres Mscrpts erfreute, lieber Freund, und so ungern ich einen Beytrag misse auf den in den nächsten Lieferungen der Horen schon ganz sicher gerechnet war, so bleibt mir doch nichts andres übrig als ihn zurück zu schicken. Ich müßte dieses schon seiner unförmlichen Länge wegen, die sich aus dem Anlauf, welchen Sie nehmen, und wohl errathen läßt: ich muß es aber um so mehr, da ich mit dem Inhalt desselben so wenig als mit der Behandlung zufrieden bin.

Ueber Geist und Buchstaben in der Philosophie überschreiben Sie diese Briefe, und die ersten 3 Bogen handeln von nichts als von dem Geist in den schönen Künsten, ohne daß man den Gegenstand, welchen der Titel angiebt, auch nur von weitem zu Gesicht bekommt. Ich sollte meynen, Geist im Gegensatz gegen den Buchstaben und Geist, als aesthetisches Vermögen, [wären so himmelweit verschiedene Begriffe, daß man nur durch einen Salto mortale von dem einen zum andern übergehen könnte.]

Noch zweckwidriger wird diese Einleitung Ihres Aufsatzes für das gegenwärtige Bedürfniß der Horen. Ein großer Theil meiner Briefe über aesthetische Erziehung behandelt schon den nehmlichen Gegenstand. Aus der zweyten Lieferung Ihres Mscrpts. sehe ich indeß wohl, daß Sie keinen so großen Umweg gemacht zu haben glauben, denn nachdem sie vorher dem aesthetischen Geist Geistlosigkeit entgegensetzten, setzen Sie ihm auf einmal, durch eine unbegreifliche Operation den Buchstaben entgegen und nennen Buchstaebler die, denen die Fähigkeit dazu gebricht. Wie sie von dem Geist in den Göthischen Werken, den man unter der Aufschrift Ihres Aufsatzes schwerlich erwartet hätte, zu dem Geist der Kantischen oder Leibnitzischen Philosophie einen Weg finden werden, soll mich in der That wundern.

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[3. Bruchstück]

[Wie sollte ich es nun wagen die nehmliche Materie und noch dazu in der nehmlichen unbequemen Briefform dem Publikum zum zweytenmal vorzulegen. Indessen es möchte seyn, wenn durch Ihre Ausführung die meinige nur entweder widerlegt oder bestätigt würde, und der Leser zu einem Resultate gelangte; aber – verzeyhen Sie daß ich es sage – keines von beyden ist der Fall, und es liege nun woran es wolle, so ist es Ihnen nicht gelungen, Ihre Meinung einem Andern verständlich, viel weniger annehmlich zu machen. Ihre Eintheilung der Triebe kommt mir höchst schwankend und unbestimmt vor. Ich vermisse daran den Eintheilungsgrund, und sehe nicht ab, welche Sphäre dadurch erschöpft wird. Der Trieb nach Daseyn (nach Stoff oder Leidern) findet darinn gar keine Stelle; und da schon die zwey ersten Triebe nicht richtig unterschieden sind, so konnte der dritte, daraus abgeleitete aesthetische nur so schielend ausfallen, wie er in dieser Deduction erschient. In der] Bestimmung dieses dritten, aesthetischen Triebs herrscht noch eine nicht zu hebende Verwirrung, obgleich manche einzelne Bestimmungen daran mich vollkommen befriedigen – doch ich kann nicht hoffen, in einem kurzen Briefe nur das Allernöthigste über diese Materie zu sagen. Sie werden das Urtheil anderer darüber hören; dieses und die Zeit wird mich rechtfertigen.

Nur noch ein Wort über ihren Vortrag. Sie schreiben, daß Sie Fleiß darauf verwendet hätten. Wir müßen aber ganz verschiedene Begriffe von einer zweckmäßigen Darstellung haben, denn ich gestehe, daß ich mit der Ihrigen in diesen Briefen gar nicht zufrieden bin. Von einer guten Darstellung fodre ich vor allen Dingen Gleichheit des Tons, und wenn sie aesthetischen Werth haben soll, eine Wechselwirkung zwischen Bild und Begriff, keine Abwechslung zwischen beyden, wie in Ihren Briefen häufig der Fall ist. [Ich weiß wohl, daß man tiefsinnige Deduktionen niemals in ein Spiel für die Einbildungskraft verwandeln kann, aber ein lichtvoller Ausdruck] Daher das unschickliche, daß man unmittelbar von den abstrusesten Abstraktionen unmittelbar auf Tiraden stößt, ein Fehler, woran man schon in Ihren früheren Schriften Anstoß genommen, und der

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[4. Bruchstück.]

24. Jun. [Mittwoch].

So sehr mich der Anblick Ihres Mscrpts erfreute l. Fr. und so ungern ich einen Beytrag misse, auf den in d. nächsten Lieferungen der Horen schon ganz sicher gerechnet war, so sehe ich mich doch genöthigt, ihn zurück zu schicken. Ich müßte dieses schon s. unförmliche Länge wegen, die sich aus dem Anlauf, welchen Sie nehmen, nun wohl errathen läßt, ich muß es aber um so mehr, da mich der Innhalt desselben so wenig als die Behandl. befriedigt.

Ueber G. u. B. in der Philosophie überschrieben Sie den Aufsatz, und die ersten 3 Bogen handeln von nichts als von d. Geist in d. schönen Künsten, der soviel ich weiß etwas ganz andres als d. Gegentheil des Buchstabens ist. Geist als Gegensatz des B. und Geist als aesthet. Eigenschaft dünken mir so himmelweit verschiedene Begriffe zu seyn, daß es einem phil. Werk ganz und gar an dem letztern gebrechen kann ohne daß es sich darum weniger qualifizierte, als ein Muster einer reinen Darstell. des Geistes aufgestellt zu werden. Ich sehe also in der That nicht ab, wie Sie ohne einen Salto mortale von dem einen zu d. andern übergehen können, und noch weniger begreife ich, wie Sie von d. Geist in d. Göth. Werke, den man unter der Aufschrift Ihrer Abhandl. Schwerlich erwartet hätte, zu dem Geist in der Kant. oder Leibniz. Philosophie einen Weg finden werden. Aus der zweyten Liferung Ihres Mscrpts sehe ich zwar wohl, dass Sie keinen so großen Umweg gemacht zu haben glauben, denn nachd. Sie vorher dem aesthet. Geist Geistlosigkeit entgegengesetzt, setzen Sie ihm durch eine mir unbegreifliche Operation den Buchstaben entgeg., und nennen Buchstäbler die, denen die Fähigkeit dazu gebricht.

Für so zweckwidrig ich diese Einleitung in Rücksicht auf den abzuhandelnden Gegenstand halte, so zweckwidrig ist sie noch ins besondre für das gegenwärtige Bedürfniß der H. Ein großer Theil meiner Briefe aber behandelt den nehmlich Gegenstand, und bey aller Mühe die ich mir gegeben, den abstrakten Innhalt durch die Darstellung zu beleben, so findet man doch allgemein eine Unschicklichkeit darinn, dergleichen abstrakte Untersuchungen in einem Journal zu placieren. Durch Ihren Aufsatz über G. u. B. hoffte ich den philosophischen Theil des Journals zu bereichern, und der Gegenstand, den Sie wählten, ließ mich eine allgemein verständliche und allgemein interessierende Untersuchung erwarten. Was erhalte ich nun, und was muthen Sie mir zu, dem Publikum vorzulegen? Die alte von mir noch nicht einmal ganz geendigte Materie, sogar in der alten schon von mir gewählten Briefform und dieß alles nach einem so eccentrischen Plan, daß es unmöglich wird, die Parthieen Ihres Aufsatzes in ein ganzes zusammen zu halten. Es thut mir leid es zu sagen, aber es liege nun woran es wolle, so befriedigt mich weder die Einkleidung noch der Innhalt, und ich vermisse in diesem Aufsatz die Bestimmtheit und Klarheit, die Ihnen sonst eigen zu seyn pflegt. Ihre Eintheilung der Triebe kommt mir schwankend willkührlich und unrein vor. Es fehlt an einem Eintheilungsgrund, man sieht nicht, welche Sphäre erschöpft ist. Der Trieb nach Existenz oder Stoff (der sinnliche Trieb) hat gar keine Stelle darinn. Denn es ist unmöglich den Trieb nach Mannichfaltigkeit mit dem nach Einheit in Eine Classe zu [bringen]. Aus dem praktischen Triebe, so wie Sie diesen definieren, läßt er sich ohne die gewaltsamste Operation nicht herausbringen. Da die zwey ersten Treibe nicht rein unterschieden sind, so konnte auch der dritte daraus abzuleitende aesthetische Trieb nicht anders als schielend und unsicher ausfallen. Kurz in der Bestimmung dieses aestehtischen Triebs herrscht noch eine nicht zu hebende Verwirrung, obgleich manche einzelne Bestimmungen daran mich vollkommen befriedigen – Doch ich kann nicht hoffen, in einem kurzen Brief nur das Allernöthigste über diese Materie zu sagen. Sie werden das Urtheil anderer darüber hören; dieses und die Zeit wird mich rechtfertigen.

Nur noch ein Wort über Ihren Vortrag. Sie schreiben, daß Sie Fleiß darauf verwendet hätten. Wir müßen aber ganz verschiedene Begriffe von einer zweckmäßigen Darstellung haben, denn ich gestehe, daß ich mit der Ihrigen in diesen Briefen gar nicht zufrieden bin. Von einer guten Darstellung fodre ich vor allen Dingen Gleichheit des Tons, und wenn Sie aesthetischen Werth haben soll, eine Wechselwirkung zwischen Bild und Begriff keine Abwechslung zwischen beyden, wie in Ihren Briefen häufig der Fall ist. Daher das unschickliche, daß man unmittelbar von den abstrusesten Abstraktionen unmittelbar auf Tiraden stößt, ein Fehler, woran man schon in ihren früheren Schriften Anstoß genommen, und der hier vergrößert wiederkehrt. Wie endlich zu einem guten Vortrage Härten nothwendig seyn können, begreife ich vollends nicht.

Sie untersagen mir eigenmächtige Aenderungen in Ihrem Mscrpt zu machen, als wenn ich es gewohnt wäre, dergleichen ohne Einwilligung der Verfasser vorzunehmen. Habe ich an Ihrem ersten Aufsatz geändert, so haben Sie selbst mich dazu autorisiert, auch war es ein dringendes Bedürfniß. Das nehmliche würde auch hier der Fall seyn, wenn der Fehler nicht tiefer läge.

Vergeben Sie die Freymüthigkeit, mit der ich Ihnen meine Meynung eröfnete. Ich mußte, um nicht der Willkührlichkeit beschuldigt zu werden, Gründe von meinem Entschluß angeben, der bey dem großen Bedürfniße der Horen nicht voll begreiflich seyn möchte. Habe ich mich in einigen Stellen zu lebhaft ausgedrückt, so mag der sehr natürliche Unmuth über eine fehlgeschlagene Erwartung mich entschuldigen.

In Ihrer Abrechnung mit Cotta kann übrigens dieser Umstand keine Veränderung machen. Er wird wenn Sie die Schrift einzeln drucken lassen, gerne Verleger dazu seyn. Ich lege deßhalb den Brief, den Sie mir an Ihn zugeschickt mit bey. Nur müßen Sie mir erlauben, im Fall Cotta mich darüber zu Rath zieht, ihm als sein Freund zu rathen, worauf er sich ein Recht erworben hat.

Der Ihrige

Sch.

Leben Sie wohl und lassen d. Freund ō entgelten, was der Red. nicht wohl verschweigen konnte.


Bemerkungen

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Die Reinschrift des Briefes fehlt. – Es lagen mir 4 Bruchstücke von Konzepten vor. AH. Nr. 1 u. 4 sind jetzt in Weimar, G. Sch. Archiv. Nr. 2 besitzt Redlich in Hamburg, der mir in gewohnter Freundlichkeit eine genaue Abschrift übersandt hat mit dem Vermerk, daß er das Bruchstück von Leo Liepmannssohn in Berlin gekauft hat. Nr. 3, dessen Echtheit von Schillers Sohn Ernst beglaubigt ist, besaß 1859 der Schulinspektor Dr. J. G. Fischer in Stuttgart; es wurde a. von Adalbert von Keller in seinen Beiträgen zur Schillerlitteratur, Tübingen 1859, veröffentlicht. B. Schillers und Fichtes Briefwechsel, herausgeg. v. J. G. Fichte, Berlin 1847. (Dem Herausgeber lagen sicher die Konzepte Nr. 1. 3. 4. vor, ob auch 2., bleibt fraglich.) – BS.
1 S. 192. Z. 4. Vor „den abstrakten“ sind im Konzept die Worte: „Ihn mit einer gewissen Sinnlichkeit auszuführen und“ ausgestrichen.
2 Z. 11. Das Wort „muten“ ist übergeschrieben. Darunter stehen im Konzept ausgestrichen die Worte: „soll ich.“
3 Z. 13-15. Die Worte „um“ bis „eine“ (incl.) sind im Konzept ausgestrichen.
4 Z. 21. Vor „befriedigt“ im Konzept ausgestrichen: „gefällt mir we“.
5 Z. 22. Vor „ich“ sind im Konzept gestrichen die Worte: „ohne alle Rücksicht auf einen Gebrauch in die Horen würde ich zu denken.“
6 Z. 24. „unrein“ ist im Konzept übergeschrieben. Darunter ist ausgestrichen: „konfus“.
7 Z. 26. Vor den Worten „Der Trieb“ sind im Konzept die Worte ausgestrichen: „Da sie den Praktischen Trieb von der Vernunft.“
8 S. 193. Z. 16.-18. Die eingeklammerten Worte im Konzept ausgestrichen.
9 Z. 23. Statt der Worte „sehe ich indeß wohl“ stand im Konzept erst: „muss ich aber doch schließen.
10 Z. 24.-28. Statt der Worte „denn – gebricht“ standen erst im Konzept die Worte: „indem sie hier unmittelbar von der aesthetischen Geistlosigkeit zu dem Buchstaben übergehen, eine Operation, die mir ganz und gar unbegreiflich ist.“
11 Z. 28. Nach „sie“ ist im Konzept „nun“ durchstrichen.
12 Z. 31. Für die Worte „einen Weg finden“ stand im Konzept erst „übergehen“.
13 S. 195. Z. 33. Im Konzept stand ursprünglich „diejenigen.“
14 S. 196. Z. 15. Nach dem Wort „Briefform“ im Konzept zwei Zeilen so durchstrichen, daß der ursprüngliche Text unleserlich ist.
15 Z. 20. Ursprünglich stand im Konzept: „Klarheit, ja selbst die Consequenz mit ihrem eigenen System, welche man sonst von Ihnen zu erwarten berechtigt ist.“
Z. 24. Statt „Existenz oder – der sinnliche“ stand erst im Konzept: „Daseyn und Stoff (der Empfindungstrieb)“.
Z. 26. Statt „bringen“ stand erst „stellen“.
Z. 32. Die Stelle mit kleinen Lettern fehlt im Konzept des vierten Bruchstücks. Sie ist entlehnt aus dem dritten Bruchstück, soweit dies uneinklammert ist. (Das Eingeklammerte war im Konzept durchstrichen). Ich meine, das dritte Bruchstück ist eben ein Teil des vierten und gehört an diese Stelle, und darum habe ich es hier wieder eingeschaltet.
S. 198. Z. 6. ō = nicht.
Ich vermute, daß der Brief in Reinschrift dem Konzept des 4. Bruchstücks, wie es hier ergänzt ist, fast genau entsprochen haben wird. Die Ineinanderverwebung der Bruchstücke in B. halte ich für unkritisch.
Zu S. 197. Z. 4. Vgl. X.
Zu Z. 15. Fichte hatte in X. geschrieben: „Die etwanigen Härten der Construktion hier und da sind absichtlich, und ich glaube nicht, daß er (der Aufsatz) die geringste Aenderung vertrüge.“
Zu Z. 20. Im ersten Horenstück Fichtes Aufsatz Ueber Belebung und Erhöhung des reinen Interesse für Wahrheit.
Zu Z. 34. Fichtes Brief an Cotta kenne ich nicht.
Mit Fichtes Antwort war Schiller noch leidlich zufrieden. Vgl. Nr. 873. Seinen Brief an Fichte wird er Goethe mitgeteilt haben, als dieser ihn am 29. Juni besuchte. Fichtes Aufsatz erschien 1798 in Niethammers philosophischem Journal. Über Schiller und Fichte vgl. die Einleitung zu B. und Urlichs, Schiller und Fichte. Deutsche Rundschau Bd. 36. 247-264.

 
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