Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Friedrich Cotta.

Jena den 12. Jun. [Freitag] 95.

Das letzte Paquet, worinn das Manuscript für die Horen eingeschlossen ist, ist hoffentlich jetzt in Ihren Händen, und wenn ich Sie gleich dadurch um einen Posttag habe länger warten lassen, so werden Sie doch, wie ich hoffe, mit dem großen Antheil, den ich an diesem Stücke genommen, zufrieden seyn. Ich bat Sie mir gleich nach Empfang meines Briefs die fertig gewordenen Aushängebogen zu senden. Schicken Sie mir überhaupt von diesem Stücke jeden Bogen zu, weil ich sie früher brauche als das ganze Heft fertig ist.

Von den Briefen über ästhetische Erziehung soll jetzt nichts mehr in den Horen erscheinen, damit, wenn das Buch einzeln erscheint, das Publikum auch wirklich ein neues Buch und nicht bloß den Abdruck eines alten erhalte. Ich freue mich übrigens sehr auf die Erscheinung dieser Schrift, der wir alle mögliche äußre und innre Eleganz geben müssen.

Was den Karlos betrifft, so wird das Beßte seyn, die Sache einige Zeit ruhen zu lassen, daß Göschen Zeit hat zu sich selbst zu kommen. Er wird dann desto leichter zu traktieren seyn, denn jetzt war er zu sehr irritiert.

Leben Sie recht wohl; in wenigen Tagen erhalten Sie neues Manuscript zum 7ten Stücke der Horen. Ihr

Sch.


Bemerkungen

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Empfangs- und Beantwortungsvermerk:
21. Juni.
22. Juni.

1 Zu S. 180. Z. 25. Vgl. Nr. 856.
2 Zu S. 181. Z. 3. In der That erschien in den Horen weiter nichts; aber die Fortsetzung unterblieb leider überhaupt.
3 Zu Z. 9. Vgl. zu Nr. 849.

 
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