Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Friedrich Cotta.

Jena den 18. May [Montag] 95.

Hier der Anfang des Sechsten Stücks. Bey dem Druck dieser Elegien ist folgendes zu beobachten.

1) Sie werden mit derselben Schrift wie die Episteln gedruckt.

2) Jeder Hexameter und Pentameter wird gebrochen.

3) Jede Elegie wird auf eigener Seite angefangen.

4) Weil einige Elegien für eine einzige Seite zu lang und für 2 Seiten zu kurz sind, so muß dadurch geholfen werden, daß man zu dem Titel jeder Elegie den Raum von 6 oder 8 Zeilen bestimmt. Zwey Disticha oder drey müssen allerwenigstens auf die letzte Seite einer jeden Elegie zu stehen kommen. Hat eine Elegie aber nicht über sechs oder sieben Disticha so kommt sie auf Eine Seite; hat sie nicht über 15 so kommt sie auf 2 Seiten: hat sie nicht über 23 so kommt sie auf 3 Seiten. Von der ersten Elegie dürfen nicht mehr als 4 Disticha auf die erste Seite zu stehen kommen, daß die Ueberschriften gut auseinander gerückt werden. Die dritte Elegie wird, wie im Manuscript auch schon bemerkt ist zur 2ten und die zweyte zur 3ten gemacht.

Die Post geht sogleich ab und ich kann nichts mehr hinzusetzen. Seyen Sie so gut Hrn. PostSecretair Le Prêtre zu avertieren, daß er Paquete und Briefe, die künftig unter seiner Adresse mit dem Siegel der Horen einlaufen, Ihnen unerbrochen zusendet. Adieu.

Sch.


Bemerkungen

Empfangs- und Beantwortungsvermerk:
27. Mai.
28. Mai. 
 
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