Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Christian Jacob Zahn.

Jena den 4. May [Montag] 95.

Sie erhalten hier den Rest des Manuscripts zu dem Vten Stücke. Es wird mehr als 7 Bogen betragen, aber doch muß alles in das Vte Stück kommen. Da der Aufsatz über die Kunstschulen kein Honorar kostet, so kann man den achten Bogen daran wenden. Sollte auf dem 8ten Bogen Raum übrig bleiben, so sind Sie so gütig die Gedichte welche ich Ihnen vor einigen Wochen überschickte, noch darauf abdrucken zu lassen, wenigstens so viele noch Platz finden. Sollten alle 3 noch Platz haben, so bemerken Sie in einer Note, daß die Musik dazu in einem der künftigen Stücke werde nachgeliefert werden. Diese Note ist aber nicht nöthig, sobald nicht alle drey abgedruckt werden.

Ich habe vor 8 Tagen Hrn. Cotta ganz vergnügt und wohlauf verlassen und hoffe, daß er mit seinen Expeditionen in Leipzig wird zufrieden seyn. Wir haben einen sehr vergnügten Tag, in Göthens Gesellschaft, zusammen zugebracht. Sehen Sie nun, wie Sie es einrichten, daß auch Sie uns einmal hier besuchen können. Es wäre mir recht angenehm, wenn wir miteinander bekannter werden könnten. Ich sprach mit Hrn. Cotta darüber, ob es Ihnen nicht vielleicht eine interessante Beschäftigung seyn könnte, sich in eine fremde Litteratur (die englische, italienische oder auch spanische) hinein zu studieren und die vorzüglichsten Werke daraus für Deutschland zu bearbeiten. Es wäre dieß nicht nur eine treffliche Uebung für Ihren Geist, sondern auch zugleich eine ergiebige Quelle zu interessanten Beyträgen für Journale. Ueberlegen Sie meinen Vorschlag. Der Ihrige

Schiller.


Bemerkungen

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Empfangs- und Beantwortungstermin:
13. Mai.
16. Mai.

1 Zu S. 167. Z. 6. Der Aufsatz über die Kunstschulen war vom Coadjutor von Dalberg.
2 Zu Z. 8. Gedichte von Voß. Das 3te erschien erst im Heft 7.
3 Zu Z. 15. Vgl. zu Nr. 841.
4 Zu Z. 23. Zahn lehnte nicht ganz ab, obgleich er bekannte, daß er mehr in der arabischen, chaldäischen und hebräischen Sprache zu Hause sei und mehr Kräfte in den strengen als in den schönen Wissenschaften fühle.

 
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