Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Gottlob Voigt.

Jena, den 6 April [Montag] 95.

Nehmen Sie, mein verehrtester Freund, da ich es mündlich nicht konnte, schriftlich meinen herzlichen Dank dafür an, daß Sie die Angelegenheit mit der ich Sie zu belästigen wagte, zu meiner vollkommensten Zufriedenheit beendigt haben. Unserm Herrn habe ich hier schon schriftlich meinen Dank dafür abgestattet.

Jetzt endlich kann ich mich mit völliger Gewißheit als einen Bürger der hiesigen Universität betrachten, u. alle Gedanken, Jena zu verlassen, sind nun auf immer verbannt. Kein Ort in Deutschland würde mir das seyn, das Jena u. seien Nachbarschaft mir ist, denn ich bin überzeugt, daß man nirgends eine so wahre u. vernünftige Freyheit genießt u. in einem so kleinen Umfang soviel vorzügliche Menschen findet.

Auch hoffe ist durch die Activität die meine Gesundheit mir verstattet, meines Platzes in dieser Societät nicht ganz unwerth zu bleiben u. auch für die hiesige hohe Schule kein ganz unnützer Bürger zu seyn.

Meine Frau, die unendlich froh ist, sich nicht aus ihrem Vaterland entfernen zu dürfen, versichert Sie ihres lebhaftesten Dankes. Wir beyde empfehlen uns hochachtungsvoll Ihrer vortrefflichen Frau Gemahlin, u. ich bin u. verbleibe mit der herzlichsten Verehrung

Ihr verbundener

Schiller.

[Adresse:]
  An Geh. Rath Voigt
          in Weimar.


Bemerkungen

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1 Zum Inhalt vgl. zu Nr. 835.

 
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