Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Gottfried Körner.

Jena den 20. März [Freitag] 95.

Schon seit mehreren Wochen habe ich kein Lebenszeichen von Dir erhalten, welches mich beynahe unruhig macht; besonders da ich Dich bat, mir den Rest von Schlegeln baldmöglichst zu senden. Jetzt ist es damit zu spät, und es muß entweder ganz wegbleiben, oder, wenn es der Mühe werth ist, in dem 5 Stück nachgeliefert werden.

Bitte doch Deinen Schlegeln, seinem Bruder zu schreiben, daß er uns alle seine Arbeiten zukommen lassen möge. Ich kann ihm 5 Ldor für den Bogen geben, die er nicht überal erhält. Auch um Gedichte lasse ich ihn bitten.

Deinen Aufsatz hoffe ich in kurzem wiederzuerhalten, daß ich ihn zum Druck absenden kann. Bey mir liegt eine Abschrift davon, die ich nothwendig muß abgehen lassen, wenn ich Dein Original nicht binnen 16 Tagen zurück erhalte.

Das IIte Stück ist nun in Deinen Händen. Wie bist Du damit zufrieden?

Ich weiß eine neue Arbeit für Dich, wovon ich Dir das nächstemal schreiben will. Eben geht die Post.

Herzliche Grüße an Dich und die Deinigen von uns allen.

               Dein

Sch.


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1 Zu S. 150. Z. 24. Körners Brief vom 15. März war also noch nicht eingetroffen, in dem Körner meldete, daß Schlegel vorläufig nichts weiter aus Dantes Hölle übersetzt habe.
2 Zu Z. 30. „Dein“ Schlegel ist Friedrich Schlegel.
3 Zu S. 151. Z. 4. Körner sandte seinen Aufsatz erst am 27. April zurück.
4 Zu Z. 10. Schiller schlug am 10. April dem Freund als nächste Arbeit eine Charakteristik des Goetheschen Genies vor.

 
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