Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1795

Friedrich Schiller an Johann Heinrich Ramberg.

Jena den 4. Febr. [Mitttwoch] 95.

Ihr Brief, den ich erst vor wenigen Tagen erhalten, vielleicht weil er mich noch in Schwaben gesucht hat, hat mir sehr großes Vergnügen gemacht, und die angenehme Nachricht, die Sie mir darin von Verfertigung einiger Zeichnungen zu Carlos geben erregt meine höchste Erwartung. Wo möglich will ich Herrn Frauenholz dahin zu bringen suchen, mich diese Arbeiten sehen zu lassen, ehe sie gestochen werden. Es ist mir nicht wenig schmeichelhaft zu denken, daß ich durch irgend eines meiner poetischen Produkte Ihrem herrlichen Genius Gelegenheit gebe, sich zu zeigen, und ich bin zum voraus überzeugt, daß die Phantasie des Künstlers es der Phantasie des Dichters darin zuvorgethan haben wird. Was ich von Ihren Zeichnungen zu Wieland gesehen habe, welches etwa 12 Stücke seyn mögen, hat mich entzückt.

Daß ich Ihre Vorschläge zu einer Vignette (die Allegorie der Schönheit betreffend) noch nicht beantwortet habe, rührt bloß davon her, daß diese Schrift, zu der jene Vignete bestimmt war, vor jetzt noch unterblieben ist. Kommt sie zu Stande, so werden Sie mir erlauben, mich Ihres gütigen Versprechens zu erinnern, und Sie um eine Zeichnung dafür zu bitten.

Mit der aufrichtigsten Hochschätzung

der Ihrige

Schiller.


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1 Zu S. 118. Z. 30. Ramberg hatte Schiller angezeigt, daß der Kunsthändler Frauenholtz in Nürnberg bei ihm eine Suite von Gemälden aus dem Carlos ausführen lasse, die er in großen Kupferstichen herauszugeben gedenke. Diese scheinen nicht erschienen zu sein. Wohl aber erschienen später in der Minerva 1810 (Leipzig, Fleischer) acht Kupfer, gezeichnet von Ramberg mit Erläuterungen Böttigers, gestochen von Jury, Bolt, Schmidt und Böhm. Vgl. Urlichs zu X. Brfw. m. C. S. 84. Wenzel, Aus Weimars goldenen Tagen (Dresden 1859) S. 292.
2 Zu S. 119. Z. 10. Vgl. zu Nr. 647 und Nr. 653.

 
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