Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1783

Friedrich Schiller an Christophine Schiller.

[Ende 1783.]

Schon vor einigen Wochen hat nur Hr. Rheinwald in Meiningen diesen Einschluß1 an Dich übersandt, weil ich mir aber gewiße Rechnung machte Dich im Dec. persönlich zu sehen, so behielt ich ihn bißher zurük. Nun ist aber durch die Krankheit unserer Lieben Mutter – und jezt durch meine eigene Beschäftigung diese Zusammenkunft aufgeschoben, und ich wollte Dich ō länger warten laßen.

Auf den 11ten Jenner wird der Fiesko hier mit aller Feierlichkeit bei Eröffnung des Carnevals gegeben. Jezt meine Beste solltest Du hier seyn. Ich könnte Dir mehr Vergnügen machen, als Du Dir träumen läßest. Indeßen solst Du Dich zu einer andern Zeit, wenn Du hieher kommen wirst, auch nicht zu beklagen haben. Küße mir meine liebe Louise, und danke ihr im Namen meiner für Ihr Andenken an Ihren Bruder. Nochmahls lebewol meine Beste und küße unsere beste theuerste Eltern und die liebe Nane.


Bemerkungen

1 Der Einschluss war Schiller mit Reinwalds Brief vom 27. Oktober übersandt. Am 25. November schrieb der Vater, dass die Zusammenkunft bis zur Genesung der Mutter verschoben werden müsse. Der vorliegende Brief wird vom Ende November oder Anfang Dezember sein.

 
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