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Vorrede zur ersten AusgabeDer Beifall, welchen Schillers skizzierte Lebensgeschichte im vorigen Jahre bei den Verehrern seiner Muse fand, ermunterte den Verleger, dafür Sorge zu tragen, dass diese so interessante Geschichte einem gebildeten Publikum in größerer Ausdehnung mit allen, bis jetzt bekannten, zuverlässigen Nachrichten und Anekdoten vorgelegt werden möchte. Man hat zu diesem Ende alles, was man in der allgemeinen Literaturzeitung, im Morgenblatt und sonst noch vorfand, getreu benutzt und zugleich, um dem Wunsch mehrer Freunde Schillers zu entsprechen, was die Kritik über dessen vorzüglichste Schriften öffentlich zu seiner Zeit gesprochen hat, in Verbindung mit jenen zu bringen gesucht. Hierdurch werden die Leser nicht nur in Kenntnis der literarischen arbeiten des großen Genies überhaupt gesetzt, sondern sie sollen auch mit dem Geiste derselben vertrauter und veranlasst werden, sich durch wiederholtes Studium den hohen geistigen Genuss, den Schillers Kunstschöpfungen dem Gebildeten gewähren, im reichsten Maße zu verschaffen. Vorzüglich sollten die ästhetisch-kritischen Betrachtungen über die Schillerschen Gedichte manchen Leser und Leserin in den Stand setzen, sie besser zu verstehen und ihre Schönheiten tiefer zu empfinden. Wird diese Absicht erreicht, und werden gelehrte Kunstrichter vorliegender Schrift, aus diesem Gesichtspunkte betrachtet, nicht allen Wert absprechen; so schmeichelt man sich, schon genug gewonnen zu haben. Reutlingen, im Monat März 1810. Zur zweiten AusgabeDiese zweite Ausgabe hat hin und wieder Verbesserungen und Zusätze erhalten, um die Verehrer der Schillerschen Muse möglichst zu befriedigen. Man schmeichelt sich daher, dass ein gebildetes Publikum diese neue Auflage mit demselben Beifall, wie die erste Ausgabe, geneigt aufnehmen werde. Reutlingen, im Monat November 1813. Vorrede zur dritten AusgabeAuch dieser dritten Ausgabe sind einige nicht unbedeutende Zusätze und Verbesserungen eingerückt worden. Sie sollen zum Beweise dienen, wie sehr man darauf bedacht war, dem gebildeten Publikum, welches diese Schrift mit so vielem Interesse für Schillers Geist aufgenommen hat, sie in einer vollkommneren Gestalt zu übergeben. Im Januar 1817. |
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