Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info
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      Schiller, Friedrich
         Biografien
            Hoffmeister - Schillers Leben

            Vorwort
            Inhalt

            1. Teil
               1 Kapitel
               2. Kapitel
               3. Kapitel
               4. Kapitel
               5. Kapitel
               6. Kapitel
               7. Kapitel
               8. Kapitel
               9. Kapitel
                  Unschlüssigkeit in Stoffwahl
                  2. Entscheidung für Don Carlos
                  Finanzielle Bedrängnis
                  Ankündigung der rhein. Thalia
                  Bewerbung um L. v. Wolzogen
                  Margaretha Schwan
                  Frau von Kalb
                  Paket von Leipzig
                  Weimarscher Rat
                  Stellung zum Theater
                  Aufbruch nach Leipzig
               10. Kapitel
            2. Teil
            3. Teil

Neuntes Kapitel

Unschlüssigkeit in der Wahl eines dramatischen Stoffes

   Den besten Trost für die Vereitlung seines schönen Planes hätte Schiller aus der dichterischen Produktion schöpfen können; aber es meldete sich jetzt schon die Richtung, die unsern Freund später auf längere Zeit ganz vom Dichten abzog, und welcher er eine ganze Periode seines arbeitsamen Lebens widmen musste. Die Reflexionen standen der Produktion im Wege und ein unglücklicher Zeitraum der Unentschlossenheit trat ein, wie er bisher noch keinen erlebt hatte. Eben jener Plan einer Dramaturgie hatte sein philosophisches Vermögen so lebhaft hervorgerufen, dass er nicht sogleich wieder zum Dichten kommen konnte. Zwar hatte er schon in Bauerbach Hand an den Don Carlos gelegt; aber nach langer Unterbrechung war ihm der Gegenstand fremd geworden, und er holte wieder den Conradin von Schwaben hervor, ohne sich jedoch für diese Idee entscheiden zu können. Auch dachte er häufig an einen zweiten Teil der Räuber, worin sich die Dissonanzen des ersten Teils auflösen sollten. Ja, in seiner Unentschlossenheit und der Verzweiflung, etwas Eigenes zu produzieren, nahm er sich sogar vor, Shakespearesche Stücke, namentlich den Macbeth und Timon, für die Bühne zu bearbeiten.

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