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Homepage Literatur Schiller, Friedrich Biografien Hoffmeister - Schillers Leben Vorwort Inhalt 1. Teil 1 Kapitel 2. Kapitel 3. Kapitel 4. Kapitel 5. Kapitel 6. Kapitel 7. Kapitel 8. Kapitel Ankunft in Mannheim Kontrakt mit Dalberg Krankheit Bekanntschaften Besuch von Abel Die „Lumpenfête“ Fiesco, Kabale/Liebe a. Bühne Aufnahme deut. Gesellschaft Reise nach Frankfurt Bedrängnisse Abhandlung über das Theater Preisfragen Plan einer dr. Monatsschrift 9. Kapitel 10. Kapitel 2. Teil 3. Teil |
Die „Lumpenfête“Zu derselben Zeit hatte er noch einen „Spaß“ anderer Art. Man bat ihn, zum Namensfest der Kurfürstin eine poetische Rede zu dichten, welche auf dem Mannheimer Theater sollte vorgetragen werden. „Ich mache sie“, erzählt er, „aber nach meiner verfluchten Gewohnheit satirisch und scharf. Heute schick’ ich sie Dalberg – er ist ganz davon bezaubert und entzückt, aber kein Mensch kann sie brauchen, denn sie ist keine Lobrede auf die beiden kurfürstlichen Personen. Weil es jetzt zu spät ist und man das Herz nicht hat, mir eine andere zuzumuten, wird die ganze Lumpenfête eingestellt.“ Mehr, als alles andere, ließ seine vorzeitige Geistesanstrengung ihn lange Zeit zu keiner Besserung kommen. Alles ist in diesen wenigen Worten Schillers an Frau von Wolzogen zusammengefasst: „Denken Sie sich meine äußerst angestrengte Situation! Um mit Anstand hier zu leben und die mir vorgesetzte Summe Geldes zu Bezahlung meiner Schulden herauszuschlagen – um zugleich die Ungeduld des Theaters“ („das entsetzliche Drängen des Dalberg“, wie er anderswo sagt) „und die Erwartungen des hiesigen Publikums zu befriedigen, habe ich während meiner Krankheit mit dem Kopf arbeiten müssen und durch starke Portionen China meine wenigen Kräfte so hinhalten müssen, dass mir dieser Winter vielleicht auf Zeitlebens einen Stoß versetzt.“ |
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