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Homepage Literatur Schiller, Friedrich Biografien Hoffmeister - Schillers Leben Vorwort Inhalt 1. Teil 1 Kapitel 2. Kapitel 3. Kapitel 4. Kapitel 5. Kapitel 6. Kapitel 7. Kapitel 8. Kapitel Ankunft in Mannheim Kontrakt mit Dalberg Krankheit Bekanntschaften Besuch von Abel Die „Lumpenfête“ Fiesco, Kabale/Liebe a. Bühne Aufnahme deut. Gesellschaft Reise nach Frankfurt Bedrängnisse Abhandlung über das Theater Preisfragen Plan einer dr. Monatsschrift 9. Kapitel 10. Kapitel 2. Teil 3. Teil |
Kontrakt mit DalbergEndlich am 10. August 1783 kam Dalberg zurück. Schiller traf ihn im Theater, besuchte ihn Tags darauf, und wurde mit großer Achtung behandelt. „Der Mann ist ganz Feuer“, war sein Urteil, „aber leider nur Pulverfeuer, das plötzlich losgeht, aber ebenso schnell wieder verpufft. Indes glaub’ ich ihm herzlich gern, dass ihm mein hiesiger Aufenthalt lieb wäre, wenn er nicht aufopfern dürfte.“ Sein Fiesco sollte aufgeführt werden, wenn er umgearbeitet wäre; die Luise Millerin wurde von ihm in großer Gesellschaft, wobei Dalberg den Vorsitz führte, vorgelesen und fand entschiedenen Beifall. Schiller hielt sich besonders an schwan, in dessen Haus er schätzenswert Bekanntschaften machte. Dessen ungeachtet dachte er an seine baldige Abreise: „Denn nichts in der Welt wird mich fesseln!“ Da erhielt er die Nachricht, dass der frühere Bewerber Lottes von Stuttgart nach Bauerbach gekommen sei, um zwei Monate daselbst zuzubringen. Wenn Frau von Wolzogen absichtlich ein Schreckbild hätte aufpflanzen wollen, um ihn fern zu halten, sie hätte kein besseres, vielleicht nur dieses einzige wählen können. Gleichzeitig machte ihm Dalberg aus eigenem Antrieb Anerbietungen, in welche einzugehen er nun tausend Gründe hatte. Demgemäß machte sich Schiller anheischig, vom 1. September 1783 an, auf ein Jahr für das Theater zu arbeiten, jedoch bedingte er sich aus, während der heißesten Sommerzeit anderswo (er dachte an Bauerbach) zuzubringen. In dieser Zeit sollte er dem Theater, außer Luise Millerin und dem umzuarbeitenden Fiesco, noch ein neues Stück liefern. Dafür erheilt er ein Gehalt von dreihundert Gulden, von denen ihm sogleich zweihundert ausbezahlt wurden, nebst der Einnahme einer von ihm selbst zu bestimmenden Vorstellung von jedem Stück. Hierauf verzichtete er später gegen ein Fixum von fünfhundert Gulden im Ganzen. Nichts desto weniger verblieb dem Dichter das Eigentumsrecht seiner Schauspiele. Ihm war hierdurch, wie er vergnügt schrieb, ein Ausweg eröffnet, um sich durch Tilgung eines beträchtlichen Teils seiner Schulden aus dem Wirrwarr zu reißen und ein ehrlicher Mann zu bleiben. Seine glückliche Stimmung wurde durch eine Aufführung der Räuber erhöht, welche bei gedrängt gefülltem Haus zur größten Zufriedenheit Schillers stattfand. Der Hauptmann Schiller dankte damals in einer eigenen Zuschrift dem Baron von Dalberg für die seinem Sohn erwiesene „Gnade“, und fügte die Bitte bei, dass Dalberg dem unerfahrenen jungen Mann einen wahren Freund zuordnen möchte, der ihm seine Wirtschaft besorgen helfe und in sittlichen Dingen sein Mentor sei. Ein unsichtbarer Mentor waren einstweilen die Eindrücke, die er von Bauerbach mitgebracht hatte. Es waren Anfangs nur Gefühle, aus denen aber allmählich Gewohnheiten und Grundsätze erwuchsen. Alle seine Briefe an Frau von Wolzogen sprechen davon. „Wie viel, wie unendlich viel haben Sie nicht schon an meinem Herzen gebessert“, sagt er, „und diese Besserung, freuen Sie sich, hat schon einige gefährliche Proben ausgehalten.“ Die Freundschaft der Mutter, die Liebe zur Tochter nennt er ein „allmächtiges Gegengift gegen alle Verführung.“ |
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