Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info
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      Schiller, Friedrich
         Biografien
            Hoffmeister - Schillers Leben

            Vorwort
            Inhalt

            1. Teil
               1 Kapitel
               2. Kapitel
               3. Kapitel
               4. Kapitel
               5. Kapitel
               6. Kapitel
               7. Kapitel
                  Charak. Fiesco, Kabale/Liebe
                  Ankunft in Bauerbach
                  Stimmung, Briefe
                  Frau von Wolzogen
                  Liebe, Eifersucht
                  Reinwald
                  Entscheidung für Don Carlos
                  Gelegenheitsgedichte
                  Dalbergs Bemühungen
                  Rückreise nach Mannheim
               8. Kapitel
               9. Kapitel
               10. Kapitel
            2. Teil
            3. Teil

Rückreise nach Mannheim

   So kam zu den vielen anderen Gründen ein neues Motiv, Bauerbach zu verlassen. Er konnte sich schwer losreißen, obgleich Charlotte im Begriff stand, in den nächsten Tagen in die Pension abzureisen. Frau von Wolzogen musste für sich und ihre Tochter, sowie für Schiller selbst, dessen Entfernung in jedem Betracht wünschen. Auf einem Spaziergang in den Wald ließ sie scheinbar zufällig das Wort fallen, Schiller möchte auf kurze Zeit, um mit Dalberg ins Reine zu kommen, nach Mannheim reisen. Schiller entschloss sich rasch, er suchte sich aber abreisend dadurch gleichsam an diese stille Stätte der Freiheit und Liebe zu binden, dass er unaufgefordert sein Ehrenwort gab, sich in Mannheim nicht selbst anzubieten, und in keinem Fall den ersten schritt zu einem Engagement zu tun.

   So sehen wir denn unsern Freund von seiner Pflegemutter und ihrer Tochter in der zweiten Hälfte des Monats Julius 1783, nach beinahe achtmonatigen Aufenthalt, einen eiligen Abschied nehmen. Da er eine baldige Rückkehr hofft, nimmt er nur die notwendigsten Kleidungsstücke und Bücher mit, und auf der Reise selbst schreibt er in krankhafter Liebesstimmung an seine Freundin die zärtlichsten Briefe: „Liebste Freundin, der Verdacht, dass ich Sie verlassen könnte, wäre bei meiner jetzigen Gemütsstimmung Gotteslästerung. Bis zu meiner Ankunft in Mannheim werden Sie mir es wohl glauben, dass ich Sie in meinem Herzen trage, wie ich mich selbst in der Hand Gottes getragen wünsche.“ Was er der Mutter sagte, galt größtenteils der Tochter; was er ihr aber später von Mannheim aus schrieb, ist strenge Wahrheit: „Sie waren die erste Person, an welcher mein Herz mit reiner, unverfälschter Liebe hing.“

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