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Homepage Literatur Schiller, Friedrich Biografien Hoffmeister - Schillers Leben Vorwort Inhalt 1. Teil 1 Kapitel 2. Kapitel 3. Kapitel 4. Kapitel 5. Kapitel 6. Kapitel Ankunft in Mannheim Bittschrift an den Herzog Vorlesung des Fiesco Fußreise nach Frankfurt Grundzüge Kabale und Liebe Abschlägige Antwort Dalbergs Rückreise nach Oggersheim Aufenthalt in Oggersheim Furcht vor Verhaftung Fiesco abgewiesen Druck des Fiesco Aufbruch nach Bauerbach 7. Kapitel 8. Kapitel 9. Kapitel 10. Kapitel 2. Teil 3. Teil |
Der umgearbeitete Fiesco abgewiesenGegen Ende Novembers erhielt er endlich auch Dalbergs Entscheidung über den Fiesco – welche ganz kurz besagte, dass auch die neue Umarbeitung nicht brauchbar sei, folglich auch nicht vergütet werden könne. Vergeblich hatte Iffland als Mitglied des Theaterausschusses die Ansicht des Präsidenten bestritten, und folgende Meinung zu Protokoll gegeben, welche Streicher ein Jahr später in den Verhandlungen selbst las: „Obgleich dieses Stück für das Theater noch einiges zu wünschen lasse, auch der Schluss desselben nicht die gehörige Wirkung zu versprechen scheine, so sei dennoch die Wahrheit und Schönheit der Dichtung von so ausgezeichneter Größe, dass die Intendanz hiermit ersucht werde, dem Verfasser als Beweis der Anerkennung seiner außerordentlichen Verdienste, eine Gratifikation von acht Louisdor verabfolgen zu lassen.“ Schiller äußerte über diese Schreckensnachricht gegen Meier, der sie ihm zu überbringen beauftragt war, kein Wort, als dass er es zu bedauern habe, nicht schon von Frankfurt nach Sachsen gereist zu sein. Er übte, wie Streicher sagt, die Grundsätze, zu denen er sich bekannte, endlich aus, indem er das Wort Karl Moors befolgte: „Die Qual erlahme an meinem Stolz.“ Es ist offenbar, dass Dalberg den edeln Dichter von sich fern heilt, und darben ließ, weil er ein politischer Flüchtling war, um nicht kompromittiert zu sein, wenn es dem Herzog Karl einfiel, ihn verhaften zu lassen. Hätte der arg Enttäuschte wenigstens in dieses innerste Motiv der unwürdigen Abweisung blicken können, es wäre ihm noch ein Trost gewesen. Aber er sollte schon früh die Wahrheit jenes spätern Ausspruches erfahren: „Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit.“ |
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