Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info
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         Biografien
            Hoffmeister - Schillers Leben

            Vorwort
            Inhalt

            1. Teil
               1 Kapitel
               2. Kapitel
               3. Kapitel
               4. Kapitel
               5. Kapitel
                  Reise nach Mannheim
                  Aufführung der Räuber
                  Beginn des Fiesco
                  Würt.Repertorium
                  Hartes Verbot des Herzogs
                  Zweite Reise nach Mannheim
                  Anschlag auf Dalberg
                  Arrest
                  Bedrängnis
                  Flucht
               6. Kapitel
               7. Kapitel
               8. Kapitel
               9. Kapitel
               10. Kapitel
            2. Teil
            3. Teil
 

Zweite Reise nach Mannheim

   Mittlerweile waren die Räuber in Mannheim, unter sich stets gleich bleibendem Zulauf, wiederholt aufgeführt worden und einige Freunde und Freundinnen des Dichters brannten vor Begierde, einer Darstellung des Schauspiels beizuwohnen. Sie gingen Schiller an, um diese zu befriedigen, mit ihnen nach Mannheim zu reisen. Dieser ließ sich umso leichter bereit finden, weil er noch einen zweiten, viel wichtigeren Zweck mit dieser Reise verbinden konnte. Er fühlte, dass in Württemberg nicht länger seines Bleibens sein könne; da ihn aber der Herzog unentgeltlich hatte erziehen lassen, so war er zu dessen Dienst verpflichtet, und er konnte nicht, aus eigenem Antrieb, ohne Erlaubnis des Herzogs, austreten. Seinen Abschied sollte ihm nun der einflussreiche Beschützer in Mannheim vom Landesherrn erwirken, und seiner Muse in der Pfalz eine Freistätte gewähren. Darum Dalberg persönlich zu bitten, war der eigentliche Zweck dieser zweiten Reise nach Mannheim, welchen er aber seinem Gönner in einem vorausgeschickten Briefe, vom 24. Mai 1782, zu nennen sich hütete. Er sagt darin nur, dass er morgen mit einigen Freunden und Damen nach Mannheim abreisen werde, und dass er sehnlichst wünsche, dass bis zum 28. dieses Monats, wo er in der Nacht die Rückreise wieder antreten müsse, die Räuber aufgeführt würden1). „Ich muss gestehen“, setzte er hinzu, „dass ich mich auf die erste Vorstellung nicht mehr gefreut habe, als froh ich jetzt die zweite erwarte.“ In der Tat wäre dieser eine Beweggrund zu dem Ausflug schon entscheidend gewesen. Die Reise wurde durch eine kurze Abwesenheit des Herzogs von Stuttgart unterstützt, bei dem Schiller daher abermals nicht um Urlaub einkam; er reiste aber, nach Abels Zeugnis, mit dem Wissen und Willen seines Obersten, wie auch vermutlich das erste Mal. Die Frau von Wolzogen und die Hauptmann „Vischerin“ waren, nach einem Brief an von Hoven, seine Reisegefährtinnen, den er, als fünfte Person, einladet.

Ü   Þ


1) Die Versicherungen im Brief an Dalberg, S. 38 ff.: „Da das nun der Hauptzweck unserer Reise ist“ – „denn ich reise doch nur deswegen“ – verdecken nur den wirklichen Hauptzweck und aus S. 41 und 43 sieht man, dass Schiller bei Dalberg die Sache mündlich betrieb. ­

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