Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info
Homepage
   Literatur
      Schiller, Friedrich
         Biografien
            Hoffmeister - Schillers Leben

            Vorwort
            Inhalt

            1. Teil
               1 Kapitel
               2. Kapitel
               3. Kapitel
               4. Kapitel
               5. Kapitel
                  Reise nach Mannheim
                  Aufführung der Räuber
                  Beginn des Fiesco
                  Würt.Repertorium
                  Hartes Verbot des Herzogs
                  Zweite Reise nach Mannheim
                  Anschlag auf Dalberg
                  Arrest
                  Bedrängnis
                  Flucht
               6. Kapitel
               7. Kapitel
               8. Kapitel
               9. Kapitel
               10. Kapitel
            2. Teil
            3. Teil
 

Beginn des Fiesco

   Unter mehreren neuen dramatischen Stoffen hatte er sich längst für die Verschwörung des Fiesco entschieden, welche schon in der Karlsschule sein Interesse gefesselt hatte, wenn es auch urnichtig ist, dass er, wie Scharffenstein sagt, dieses Schauspiel schon halb fertig aus der Militärakademie brachte. In seiner medizinischen Probeschrift kommt die Stelle vor: „Doria hatte sich gewaltig geirrt, wenn er den wollüstigen Fiesco nicht fürchten zu dürfen glaubte.“ Schiller wurde auf dieses Sujet, welches der Grundidee der Räuber sehr nahe lag, wieder durch einen Ausspruch Rousseaus geführt, dass der Charakter des Fiesco einer der merkwürdigsten in der Geschichte sei. Da dieses Mal ein historisches Schauspiel verfasst werden sollte, so suchte er sich aus der öffentlichen Bibliothek und sonst woher Bücher zu verschaffen, um sich über diese Geschichte, ihre Zeit und ihren Schauplatz aufs Gründlichste zu belehren. Dann entwarf er sich nach seinem ordnenden Geist einen trockenen Plan des Ganzen, nach Akten und Szenen, die er dann einzeln, ohne Stetige Ordnung ausarbeitete, je nachdem Lust und Laune ihn anzog. Am 1. April 1782 zweifelte er, in einem Brief an Dalberg, nicht, „dass er zu Ende dieses Jahres die Verschwörung von Genua vollendet sehen werde, woran er schon einen großen Teil vorausgearbeitet habe.“ Zu seinem Verdruss hatte er gleichzeitig eine medizinische Abhandlung für die Karlsakademie auszuarbeiten, um den Doktorgrad zu erhalten.

Ü   Þ

© 1999 - 2004 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de