| Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info | |
|
Homepage Literatur Schiller, Friedrich Biografien Hoffmeister - Schillers Leben Vorwort Inhalt 1. Teil 1 Kapitel 2. Kapitel 3. Kapitel Aufenthalt Karlsakademie 4. Kapitel Die Räuber Austritt aus der Karlsschule Körperliches Erscheinen Beruf als Regimentsmedikus Häusliche Einrichtung Laura Sitten und Sittlichkeit Herausgabe der Räuber Schwan und Dalberg Umarbeitung der Räuber Die Anthologie Redaktion Unterhaltungsblatt 5. Kapitel 6. Kapitel 7. Kapitel 8. Kapitel 9. Kapitel 10. Kapitel 2. Teil 3. Teil |
Schwan und DalbergUm seine Auslagen wieder zu gewinnen, und sein Werk auch außer Württemberg bekannt zu machen, schrieb er noch vor Beendigung des Drucks an den Buchhändler Schwan in Mannheim und überschickte ihm die fertigen sieben ersten Bogen, die Hälfte des Ganzen. „Dieser war ein zum ruhigen Gefühl der Schönheit und Wahrheit gestimmter Mann, dem für gute Bücher, Leseanstalten, Aufsätze, Errichtung gelehrter Gesellschaften, Förderung des deutschen Sing- und Schauspiels die Pfalz und Deutschland vielen Dank schuldig war1).“ Dieser lief sogleich, wie er selbst am 11. August 1781 Schiller antwortete, mit den empfangenen Bogen zu dem viel vermögenden Reichsfreiherrn (und später sogar erstem Reichsritter) Wolfgang Heribert von Dalberg, welcher als Intendant des Mannheimer Theaters (er war es bis zum Jahr 1803) diese Bühne zu einer Pflanzschule der Schauspieler Deutschlands machte. Er las ihm das Bruchstück „brühwarm“ vor, und veranlasste ihn, mit dem Verfasser wegen Umarbeitung des Schauspiels für das Mannheimer Theater in Unterhandlung zu treten. Das Exemplar der unvollendeten Räuber schickte er mit seinen Bemerkungen Schiller nach dessen Wunsch wieder zurück. Diese Ausstellungen Schwans, und die Aussicht, sein Stück auf die Bühne zu bringen, woran er bisher gar nicht gedacht hatte, vermochten ihn, am letzten Bogen manches Grelle zu mildern, und an die Stelle der schon gedruckten Vorrede eine beinahe ganz neue treten zu lassen2). Die erste unterdrückte Vorrede zu den Räubern3), welche sich vor der späteren durch Klarheit und Einfachheit auszeichnet, führt eigentlich nur den Satz durch, dass die Räuber nicht für die Bühne geschrieben seien, welchen besonders und einzig hervorzuheben jetzt nicht mehr in Schillers Interesse liegen konnte. Die dafür neu geschriebene Vorrede, welche jetzt noch vor den Räubern steht, sucht uns mehr mit der Intention des Stücks bekannt zu machen und dasselbe, zunächst gegen die ihm zugekommenen Bedenken Schwans und anderer Freunde, sittlich und ästhetisch zu rechtfertigen. 1)
So urteilt Schubart bei Schwab, S. 83 ff.
|
|
© 1999 - 2004 Copyright by Jürgen Kühnle |
|