Friedrich
Schiller

www.wissen-im-Netz.info

###

###

Johann Wolfgang von Goethe an Schiller

Eben da ich Ihren Brief erhalte, geht eine Gelegenheit nach Weimar. Also einen schönen Gruß aus diesen stillen Gebirgen, in denen ich das schönste Wetter erlebt habe.

Das1) Epigramm kommt zurück und ter ist in be verwandelt, so mag's wohl noch hingehen.

Der letzte Pentameter des 101. Epigramms mag heißen:

               Daß die liebliche Frucht schwellend im Herbste gedeiht.

Das Mährchen wünschte ich getrennt, weil eben bei so einer Production eine Hauptabsicht ist die Neugierde zu erregen. Es wird zwar immer auch am Ende noch Räthsel genug bleiben.

Zu dem Zug der Horen wünsche ich Glück; möge sich die Lust und Liebe des Publicums verdoppeln.

Frau von Kalb und Ihrer lieben Frauen empfehlen Sie mich.

Sonntag Abend bin ich in Weimar und hoffe Sie bald zu sehen. Leben Sie recht wohl2).

Ilmenau den 3. September 1795.

G.

 
Google
© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.