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Homepage Literatur Max Habicht 1001 Nacht Vorgeschichte Der Esel, der Ochs und der Bauer Nächte ... 906. 907. 908. 909. 910. 911. 912. 913. 914. 915. 916. 917. 918. 919. 920. 921. 922. ... Inhalt nach Titel Inhalt nach Nummer |
914. NachtDa der Tote dies sah, glaubte er, er würde nun ganz gewiss sterben müssen, und dachte bei sich selbst: "Das Waschen habe ich ausgehalten, ebenso das Brühen mit heißem Wasser, so wie auch das Kratzen mit dem Messer, und die unbequeme Enge des Grabes, und Gott hat mich alles dieses ertragen lassen. Allein dieser Schwerthieb ist ein Todesschlag." Er sprang also schnell auf, ergriff einen großen Totenknochen, und schrie mit lauter Stimme: "Ihr Toten steht auf und ergreift sie." Als dieses Marusi hörte, gesellte er sich zu ihm, und schlug auf die Diebe los, welche sofort die Flucht ergriffen, und das geraubte Gut zurück ließen. Als sie weit genug entfernt waren, machte Rasi mit Marusi wieder Freundschaft, und wollte diesen Raub mit ihm teilen. Allein Marusi sagte: "Ich gebe Dir von diesem hier keine Drachme, bis Du mir meinen Teil von dem früheren Raub ausgehändigt haben wirst." Da indessen der andere nicht einwilligen wollte, so entstand zwischen ihnen ein lebhafter Streit und ein heftiger Wortwechsel, dass die Räuber, die noch nicht entfernt genug waren, ihn hörten. Diese horchten auf, und beschlossen, einen von ihnen heimlich hinzuschicken, der die Stimmen belauschen sollte. Dieser aber war ein furchtsamer Mann, und glaubte, es wären wirklich auferstandene Tote, und meldete daher seinen Gefährten, dass er eine große Zahl derselben gesehen habe. Sie verzichteten daher auf ihren Raub. Rasi und Marusi versöhnten sich nun, schlugen diesen Raub zu dem alten Kapital, und lebten fortan friedlich miteinander. Doch diese Geschichte ist noch nichts gegen die von den Listigen, die den Geldwechsler betrogen. |
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