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Cantate zum Reformations-Jubiläum
Schematischer Entwurf
Erster Teil
Symphonie.
Zum Schluss Donner auf Sinai.
Zudringendes Halbchor (Volk).
Es will in der Nähe sehen, was da vorgeht.
Abhaltendes Halbchor (Leviten).
Das Volk wird von Sinai zurückgedrängt und betet an.
Sprecher (Aaron).
Leitet das Ereignis ein, erwähnt des Abfalls zum gold-
nen Kalbe.
Das Volk demütigt sich und empfängt das Gesetz.
Sprecher (Josua).
Zug durch die Wüste.
Eroberung des Landes.
Kriegerische Hirtenchöre im Sinne derer meiner Pandora.
Sprecher (Samuel).
Den schwankenden Zustand zwischen Priestertum und König-
tum aussprechend.
Beharren des Königs und des Volkes bei dem Begriff des ein-
zigen National-Gottes.
Salomons Regierungsantritt.
Frauenchöre.
Sulamit die Geliebteste in der Ferne.
Priesterchöre.
Einweihung des Tempels.
Chöre aller Art.
Sprecher (Elias).
Die Abweichung gegen Baal vorbereitend.
Dienst auf Höhen und im Freien.
Chöre des Volks, das zur Heiterkeit früheren freiern Himmels-
lebens zurückkehrt.
Muntere Festlichkeit, minder religiös.
Chöre der Priester Baals, pfaffenartig mit Härte und Rohheit
imponierend.
Sprecher (Jonas).
Drohungen.
Große Feindesmassen in der Ferne weissagend.
Herandringen des Feindes.
Beängstigung.
Untergang des Reichs, gewaltsam.
Gefangenschaft. Lieblich lamentabel.
Sprecher (Jesaias).
Rettung und künftiges Glück verkündend. Chöre, es dank-
bar aufnehmend, aber im Irdischen Sinne.
Propheten und Sibyllenchöre, auf das Geistige und Ewige
Hindeutend.
Schließt glorios.
Zweiter Teil
Symphonie.
Sonnenaufgang.
Das Lieblichste der Morgenluft.
Ländlich, nicht hirtlich.
Weite Einsamkeit.
Sprecher (Johannes).
Die Verheißung aufnehmend.
Den Geburtsstern erblickend als Morgenstern.
Die Annäherung der Könige vorbereitend.
Zug der drei Könige.
Es ist kein Widerspruch, wenn hier Janitscharenmusik ge-
braucht wird; denn diese ist uns ja über den Oxus her-
gekommen. Besonders würde sie erfreulich sein bei Ankunft
des dritten Königs, der immer als etwas wild vorgestellt
wird. (Diese Szene müsste der Abwechslung wegen ent-
schieden dramatisch sein.)
Abzug der Könige in die Ferne.
Sprecher (Christus).
Tritt auf, lehrend.
Chor aufmerksam, aber schwankend.
Gesteigerte Lehre.
Andrang und Beifall des Volks, immer im irdischen Sinne.
Christus steigert seine Lehre ins Geistige.
Das Volk missversteht ihn immer mehr.
Einzug in Jerusalem.
Sprecher (drei Apostel).
Furcht vor Gefahr.
Christus: Tröstend, stärkend, ermahnend.
Einsames Seelenleiden.
Höchste Qual.
Sprecher (Evangelist).
Kurze Erwähnung des physischen Leidens.
Tod. Auferstehung.
Chor der Engel.
Chor der erschreckten Wächter.
Chor der Frauen.
Chor der Jünger.
Das Irdische fällt alles ab, das Geistige steigert sich bis
zur Himmelfahrt und zur Unsterblichkeit.
Ansätze zur Cantate
[1.]
[Sulamith.]
Wenn mich auch die Wächter schlügen,
Da dem Liebsten forsche nach.
Einzig ist mir das Vergnügen
Seiner Liebe Nacht und Tag.
Chor.
Salomo in Königsherrlichkeit
Dem Einzigen dem
Sonne … Sterne Sterne
Alles glänzt, was ihn umgibt.
Sulamith.
Und ich stehe, stehe ferne,
Und ich weiß es, dass er liebt.
[2.]
Was soll all der Prunk bedeuten?
Regt er nicht der Seele Spott?
Wenn wir in das Freie schreiten,
Auf den Höhen da ist der Gott.
Auf den Höhen rein umsäuselt,
Wie es auch sich fügen mag.
Wenn das Lockenhaar sich kräuselt,
Knaben, Mädchen, hier ist Tag!
[3.]
Baal der im Grimme
Euch zu vernichten
Weiß der Geschichten
Ende zu deuten.
Ü
Þ
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