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Bruchstücke einer TragödieErster AufzugErste SzeneTochter sitzend, halb träumend; die Gegenwart ihres Geliebten, seine Tugenden, ihre Verhältnisse mit Vergnüglichkeit aussprechend. Sodann gewahr werdend der beschränkten Gegenwart, gedenkend und exponierend den Zustand, das Verhältnis zum Vater usw. Eine Art von besonderem Aufmerken, dass das Gewöhnliche außen bleibt: Speise, Trank, Öl usw. Zweite SzeneBewegung im Hintergrund Eginhard mit Fackeln. Enthusiastisches Erkennen. Unbegreifliches, dass sie um seinetwillen eingekerkert ist. Freude, dass der Vater nachgegeben, mehr noch, dass der Vater dem Kaiser nachgibt. Exposition, mit schicklicher Verlegenheit Eginhards. Dritte SzeneVon ferne kommt ein Zug (s. Dekoration). Der Bruder tritt ein. Sie erfährt den Tod des Vaters mit den nächsten und allgemeinsten Umständen. Die Leiche kommt näher und wird niedergesetzt. Sie wirft sich bei ihr nieder. Exposition früherer Verhältnisse. Der Knabe wirft sich zugleich nieder, wird weggestoßen. Das ganze Verhältnis und der ganze Sinn der Sache wird exponiert. Alle gehen ab; es bleiben Vierte SzeneDer Treue, Wache haltend, stumm; Der Knabe, sich erholend, gegen die Leiche. Der Treue lässt ihn gewähren, offenbart ihm aber, dass noch ein Weg sei, die Leiche zu retten, wie sie vorher zusammen sich hätten lebendig retten wollen. Er überlässt dem Knaben die Wache bei der Leiche. Fünfte SzeneDer Knabe allein, der zuletzt entschläft. Zweiter AufzugErster SzeneDer Alte erwacht, weckt den Knaben, und alles ist zwischen beiden, als wenn er gewöhnlich aufwacht. Gewahrwerden, dass sie unter der Erde sind. Der Knabe exponiert umständlich, wie es zugegangen. Der Treue tritt ein mit andern, um den Leichnam zu holen. Sie finden den Alten lebendig und verbünden sich gleich mit ihm. Mit wenigem ist die Anstalt gemacht, und sie verteilen sich froh, als ob nichts gewesen wäre. Dritter AufzugErste SzeneVollendeter Taufakt. Bischof, Tochter, Sohn; geistliche, weltliche Zeugen. Rede des Bischofs, das Erfreuliche der Neophyten darstellend. Heitere Anerkennung der Tochter, derbe Anerkennung des Sohns. Übergang der bischöflichen Rede aus dem Weichen ins Gefährliche und Furchtbare. Begriff vom Märtyrertum. Abermals einzulenken ins Gefällige. Zweite SzeneEginhard als Werber. Geringer Widerstand des Bischofs, Assens des Bruders, Trauung der Tochter und Eginhards. Dritte SzeneDer Treue kommt, dem Sohne eine Art von Nachricht zu geben, die aber eigentlich nur simuliert ist; dadurch trennt er und sein Gefolge den Sohn von den übrigen. Vierte SzeneDer Alte tritt ein und schneidet Eginhard von der Tochter ab, so dass die Fremden in der Mitte sind. Die Fremden werden entlassen. Vierter AufzugErste SzeneDer Alte, von der Möglichkeit seines Rückzugs überzeugt, will die Kinder mit ihrem Willen mitnehmen. Zweite SzeneVater und Sohn, im Konflikt des Alten und Neuen, kriegerischer und politischer Weise. Sie werden nicht einig. Dritte SzeneVater allein. Vierte SzeneVater und Tochter, im Konflikt des Alten und Neuen, religiöser und herzlicher Weise. Sie werden nicht einig. Fünfte SzeneVater mit dem Treuen. Die Möglichkeit, zu entkommen, zeiht sich enger zusammen. Entschlüsse und Vorkehrungen auf jeden Fall. Fünfter AufzugErste SzeneSohn und Tochter werden heraufgebracht und gefesselt. Zweite SzeneDer Knabe steckt die Fackeln auf, exponiert den ganzen Zustand und übergibt ihnen die Dolche. Dritte SzeneDer Vater kommt. Das vorher Angelegte entwickelt sich; er stirbt. Der Knabe wirft die Schlüssel hinunter und ersticht sich. Vierte SzeneDie Vorigen, Eginhard, Gefolge. Resümee und Schluss. DekorationErster Aufzug. Unterirdisches, mehr im Sinne der Latormien als eigentliches Gewölbe, unterbrochen mit rohen Gattern, anderm Holzwerk, um Unterschiede des Gefangenhaltens oder Aufhaltens auf die wunderlichste Weise darzustellen. Troglodytisch. Nach der Größe des Theaters kann über einer beschränkten Nähe eine weite und in diesem Sinne wieder beschränkte und praktikable Ferne errichtet werden, wie man sehen wird. Zweiter Aufzug, wo das Vorgesagte bedeutend wird, bleibt die Szene. Dritter Aufzug. Saal, in keinem Sinne gotisch oder altdeutsch. Was von Stein, muss ganz massiv, was von Holz, ganz tüchtig sein. Dem Geschmack des Dekorateurs bleibt überlassen, das zugleich recht und gefällig anzugeben. Vierter Aufzug. Ganz dieselbe Dekoration. Fünfter Aufzug. Ist nur durch eine skizzierte Zeichnung anzugeben, weil man der Worte zu viel gebrauchen müsste und sich doch niemand herausfinden würde. Tochter. Tochter. Sohn. Tochter. Sohn. Tochter. Sohn. Tochter. Eginhard. Tochter. Nun liegst du hier in unbewegter Nacht, |
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Jürgen Kühnle
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