Goethe

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Der Hausball
           
Söhne Megaprazons

Cäsar

P.
Sie hassen dich von Herzen.

Sylla.
Wenn sie nur erkennen, was ich bin, das übrige steht bei ihnen, Lieb’ und Hass.


Sylla.
Es ist was Verfluchtes, wenn so ein Junge neben einem aufwacht, von dem man in allen Gliedern spürt, dass er einem übern Kopf wachsen wird.
   Es ist ein sackerments Kerl. Er kann so zur rechten Zeit respektuos und stillschweigend dastehn und horchen und zur rechten Zeit die Augen niederschlagen und bedeutend mit dem Kopf nicken.


Cäsar.
Du weißt: Ich bin alles gleich müd, und das Lob am ersten und die Nachgiebigkeit. Ja, Servius, ein braver Mann zu werden und zu bleiben, wünsch’ ich mir bis ans Ende große Ehren – werte Feinde.

Servius (niest).

Cäsar.
Glück zu, Augur! Ich danke dir.


… Solang ich lebe, sollen die Nichtswürdigen zittern, und sie sollen das Herz nicht haben, auf meinem Grabe sich zu freuen.


… Wenn mein Nebenbuhler über mich kommen sollte, so lass’ ich mich hängen, um über ihm zu sein.


… Ich versichre euch, manchem großen Mann, den ihr nur in tiefer Ehrfrucht anschaut, wird’s oft weh ums Herz, wenn bei stiller Betrachtung das Gefühl seiner Niedrigkeit über ihn kommt. Nur manchmal vermögen eure Bücklinge und eure Bewunderungen ihn aufzurichten; aber dann ist’s ihm mehr komische Freude als Zufriedenheit.

Ü   Þ

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