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Versuch einer poetischen Ausarbeitung Belsazers
Erster Aufzug
Erster Auftritt
Pherat.
Wie? Da das Glück sich selbst auf unsre Seite wendet
Und den zu sichern Feind in unsre Netze sendet,
Wie, Herr, da zweifelst du, dass uns der Streich gelingt,
Der Belsazern den Tod und dir die Krone bringt?
Nein, heute muss es sein, es sterb’ der König heute,
Es sei ein Tag voll Tod der große Tag der Freude.
Heut ist des Sesachs Fest, ich weih’ ihm meine Wut,
Statt Wein, der sonst ihm floss, fließ’ heut ihm rauchend Blut.
Den König und den Hof mag erst der Wein erfüllen,
Dann wollen wir den Durst in seinem Blute stillen.
Wann erst die Mitternacht um den Tyrannen liegt
Und seinen müden Geist in süße Träume wiegt,
Ja dann soll unser Schwert im Finstern gehen und schlagen
Und durch die Finsternis den Tod zum König tragen.
Dann soll das Tor der Stadt dem Cyrus offen stehn,
Und du durch unsre Faust zu Babels Throne gehen.
Dann wird der Untertan, der den Tyrannen scheuet,
Durch dich, den er verehrt, vom harten Joch befreiet.
Sei kühn und fürchte nichts, sein Untergang ist nah.
Dich zu verteidigen, sind tausend Fäuste da.
Ü
Þ
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