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Ferrara bis Rom

Den 16. Oktober, früh, auf dem Schiff.              

   Meine Reisegesellschaft, Männer und Frauen, ganz leidliche und natürliche Menschen, liegen noch alle schlafend in der Kajüte. Ich aber, in meinen Mantel gehüllt, blieb auf dem Verdeck die beiden Nächte. Nur gegen Morgen ward es kühl. Ich bin nun in den fünfundvierzigsten Grad wirklich eingetreten und wiederhole mein altes Lied: Dem Landesbewohner wollt’ ich alles lassen, wenn ich nur, wie Dido, so viel Klima mit Riemen umspannen könnte, um unsere Wohnungen damit einzufassen. Es ist denn doch ein ander Sein. Die Fahrt bei herrlichem Wetter war sehr angenehm, die Aus- und Ansichten einfach, aber anmutig. Der Po, ein freundlicher Fluss, zieht hier durch große Plänen, man sieht nur seine bebuschten und bewaldeten Ufer, keine Fernen. Hier, wie an der Etsch, sah ich alberne Wasserbaue, die kindisch und schädlich sind, wie die an der Saale.

Ü   Þ

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