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942. An SchillerEben war ich im Begriff anzufragen, wie es Ihnen gehe, denn bei diesem langen Auseinandersein wird es einem doch zuletzt wunderlich. Heute habe ich zum erstenmal Madame de Stael bei mir gesehen; es bleibt immer dieselbe Empfindung; sie gerirt sich mit aller Artigkeit noch immer grob genug als Reisende zu den Hyperboreern, deren capitale alte Fichten und Eichen, deren Eisen und Bernstein sich noch so ganz wohl in Nutz1) und Putz verwenden ließen2); indessen nöthigt sie einen doch die alten Teppiche als Gastgeschenk, und die verrosteten Waffen zur Vertheidigung hervorzuholen. Gestern habe ich Müller gesehen, wahrscheinlich wird er heute wieder kommen. Ich werde Ihren Gruß ausrichten. Er ist über das Weimarische Lazareth freilich betroffen, denn es muß recht übel aussehen, wenn der Herzog selbst auf dem Zimmer bleibt. Bei allen diesen Unbilden habe ich den Trost daß Ihre Arbeit3) nicht ganz unterbrochen worden, denn das ist das einzige von dem was ich übersehe, das unersetzlich wäre; das wenige, was ich zu thun habe, kann noch allenfalls unterbleiben. Halten Sie sich ja stille, bis Sie wieder zur völligen Thätigkeit gelangen. Wegen Müllers hören Sie morgen bei Zeiten etwas. Das schönste Lebewohl. Weimar am 23. Januar 1804. Auch die neue Literaturzeitung schicke vielleicht noch heute Abend. G. |
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