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930. An Schiller
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933. An Goethe
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939. An Schiller

[Weimar, 17. Januar 1804.]1)               

   Daß Sie auch körperlich leiden ist nicht gut; man sollte, wenn man sich nicht sonderlich befindet, die Übel seiner Freunde mittragen können, welches ich unter gegenwärtigen Umständen recht gern übernehmen wollte.

   Ihr Beifall, den Sie den ersten Zeitungsblättern geben, hat mich sehr beruhigt. Fast alles ist bei einem solchen Institut zufällig und doch muß es wie ein Überlegtes werden und aussehen. Die Sache ist indessen auf gutem Wege und wenn Sie einigen Antheil daran nehmen wollten, so würden Sie solche sehr fördern; es brauchten vorerst keine vorsätzliche, lange Recensionen ex professo zu sein, sondern von Zeit zu Zeit eine geistreiche Mittheilung bei Gelegenheit eines Buchs, das man ohnehin liest. Auch verdiene ich wohl daß man mich ein wenig verstärkt; denn ich habe die vergangnen vier Monate mehr als billig an diesem Alp geschleppt und geschoben.

   Auch freue ich mich sehr daß Sei mit der kleinen Einleitung in die Philosophie der Nationen zufrieden sind. Wenn es glückt in andern Fächern auch dergleichen aufzustellen, ehe man das einzelne bringt, so wird es auf alle Weise unterhaltend und belehrend sein. der Verfasser möchte schwer zu errathen sein, denn noch ist er ein namenloses Wesen. Überhaupt aber habe ich bei dieser Gelegenheit erfahren daß eine gewisse höhere Bildung in Deutschland sehr verbreitet ist, deren Inhaber sich alle nach und nach an uns heranziehen werden.

   Ich danke daß Sie die Leseprobe des Mithridates2) übernehmen wollen. Schreiben Sie mir doch wie sie abgelaufen ist, und was Sie überhaupt auguriren.

   3)Den schönsten guten Abend.

G.

Ü   Þ

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