Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
Homepage
   Literatur
      Johann Wolfgang von Goethe
         Briefe
            Goethe an Schiller
               Inhaltsverzeichnis
               Vorwort
               An König von Bayern
               Briefe 1794
               Briefe 1795
               Briefe 1796
               Briefe 1797
               Briefe 1798

               Briefe 1799
               Briefe 1800
               Briefe 1801
               Briefe 1802
               Briefe 1803
               Briefe 1804
                 
930. An Schiller
                  931. An Goethe
                  932. An Goethe
                 
933. An Goethe
                  934. An Schiller
                  935. An Goethe
                  936. An Schiller
                  937. An Schiller
                  938. An Goethe
                  939. An Schiller
                  940. An Goethe
                  941. An Schiller
                  942. An Schiller
                  943. An Schiller
                  944. An Goethe
                  ...
               Briefe 1805
               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
               Zusammenstellung Band 1
               Zusammenstellung Band 2
               Register Goethe
               Register Schiller
               Register Personen
               Sach-Register
               Orts-Register
              
              

935. An Goethe

[Weimar, 14. Januar 1804.]1)              

   Daß Sie mit meinem Eingang in den Tell zufrieden sind, gereicht mir zu einem großen Trost, dessen ich unter der gegenwärtigen Stickluft besonders bedürftig war. Auf den Montag will ich Ihnen das Rütli senden, welches jetzt ins reine geschrieben wird; es läßt sich als ein Ganzes für sich lesen.

   Ich bin ungeduldig verlangend, Sie wieder zu sehen, wann öffnen Sie Ihre Pforte wieder?

   Heute regt sich nach vier Wochen wieder eine Lust bei mir nach der Komödie. In dieser ganzen Zeit habe ich keinen Trieb gespürt, besonders da meistens um meine eigene Haut gespielt wurde.

   Madame de Stael will noch drei Wochen hier bleiben. Trotz aller Ungeduld der Franzosen wird sie fürchte ich doch an ihrem eigenen Leib die Erfahrung machen, daß wir Deutschen in Weimar auch ein veränderliches Volk sind, und daß man wissen muß zu rechter Zeit zu gehen.

   Lassen Sie mich vor Schlafengehen noch ein Wort von sich hören.

Sch.

Ü   Þ

© 1999 - 2004 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de