Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
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            Goethe an Schiller
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                  610. An Schiller
                  611. An Goethe
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614. An Goethe
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               Briefe 1805
               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
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619. An Schiller

   Leider muß ich durch dieses Blatt anzeigen daß ich noch nicht kommen kann. Durchlaucht der Herzog glauben daß meine Gegenwart beim Schloßbau nützlich sein könne, und ich habe diesen Glauben, auch ohne eigne Überzeugung, zu verehren, Darneben giebt es denn freilich so mancherlei zu thun und zu besorgen daß die Zeit, wo nicht angewendet doch wenigstens verwendet werden kann. Ich trinke meine Portion Pyrmonter Brunnen und thue übrigens was so vorkommt. Möge Ihnen die Muse günstiger sein, damit ich, wenn ich früher oder später komme, Ihre Arbeit brav vorgerückt finde. Lassen Sie mich bald von sich hören, damit ich angefrischt werde mich wenigstens schriftlich mit Ihnen zu unterhalten, wozu ich heute weder Stoff1) noch Stimmung finde. Leben Sie recht wohl und grüßen Sie Ihre liebe Frau.

   Weimar am 9. Juli 1799.

G.

Ü   Þ

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