Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
Homepage
   Literatur
      Johann Wolfgang von Goethe
         Briefe
            Goethe an Schiller
               Inhaltsverzeichnis
               Vorwort
               An König von Bayern
               Briefe 1794
               Briefe 1795
               Briefe 1796
               Briefe 1797
               Briefe 1798

               Briefe 1799
                  ...
                  578. An Schiller
                  579. An Schiller
                  580. An Goethe
                  581. An Schiller
                  582. An Goethe
                  583. An Schiller
                  584. An Goethe
                  585. An Schiller
                  586. An Goethe
                  587. An Schiller
                  588. An Schiller
                  589. An Schiller
                  590. An Goethe
                 
591. An Goethe
                  592. An Schiller
                  593. An Schiller
                  594. An Goethe
                  595. An Schiller
                  596. An Goethe
                  ...
               Briefe 1800
               Briefe 1801
               Briefe 1802
               Briefe 1803
               Briefe 1804
               Briefe 1805
               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
               Zusammenstellung Band 1
               Zusammenstellung Band 2
               Register Goethe
               Register Schiller
               Register Personen
               Sach-Register
               Orts-Register
              
              

587. An Schiller

   Wir haben uns diese Tage noch viel vom Wallenstein unterhalten; Professor Meyer hat ihn auch gelesen und sich sehr daran ergötzt.

   Wenn Sie etwas neues vornehmen und zu einem selbsterfundenen Gegenstande Lust haben, so kann ich es nicht tadeln, vielmehr lehrt die Erfahrung daß Sie sich bei einer freieren Arbeit ungleich besser befinden werden. Mich verlangt sehr zu hören wohin gegenwärtig Ihre Neigung gerichtet ist.

   Von dem Imhofischen Gedicht hat mir Meyer viel Gutes gesagt. Es soll mir recht lieb sein wenn unsere Frauenzimmer, die so ein hübsches Talent haben, auch wirklich avanciren.

   Morgen früh gehe ich bei Zeiten ab und bin zu Mittag schon bei Ihnen und will alle meine diätetischen Künste1) zusammennehmen und diesmal etwas zu liefern. Können sie sich nun auch zu einer neuen Arbeit entschließen, die ganz aus Ihnen herauskommt und so auch Ihren Neigungen wie Ihrem Talent angemessen ist, so sind wir auf den Sommer geborgen.

   Das Kästchen ist glücklich angelangt. Grüßen Sie Ihre liebe Frau. Es ist mir diesmal ganz eigens wohl daß ich mit Ihnen bald wieder auf die vorbeifließende Mühllache hinaussehen soll.

   Weimar am 20. März 1799.

G.

Ü   Þ

© 1999 - 2004 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de