Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
Homepage
   Literatur
      Johann Wolfgang von Goethe
         Briefe
            Goethe an Schiller
               Inhaltsverzeichnis
               Vorwort
               An König von Bayern
               Briefe 1794
               Briefe 1795
               Briefe 1796
               Briefe 1797
               Briefe 1798

               Briefe 1799
                 
560. An Goethe
                  561. An Schiller
                  562. An Schiller
                  563. An Goethe
                 
564. An Goethe
                  565. An Schiller
                  566. An Goethe
                  567. An Schiller
                  568. An Schiller
                  569. An Schiller
                  ...
               Briefe 1800
               Briefe 1801
               Briefe 1802
               Briefe 1803
               Briefe 1804
               Briefe 1805
               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
               Zusammenstellung Band 1
               Zusammenstellung Band 2
               Register Goethe
               Register Schiller
               Register Personen
               Sach-Register
               Orts-Register
              
              

560. An Goethe

Jena den 1. Januar 1799.              

   Hier zur Unterhaltung ein paar Blätter von Körnern über den Almanach.

   Mein Opus ist nun in Ihren Händen, und Sie haben ihm, indem ich schreibe, schon die Nativität gestellt. Unterdessen habe ich schon angefangen, meine Gedanken auf das dritte Stück zu richten um sogleich, wenn ich in Weimar bin, daran gehen zu können. Es gibt zwar noch viel darin zu thun, aber es wird rascher gehen, weil die Handlung bestimmt ist, und lebhafte Affekte herrschen.

   Ich muß morgen noch zur Ader lassen, welches ich seit meinen zwei hitzigen Brustfiebern in den Jahren 91 und 92 immer beobachtet habe. Diese Operation hält mich morgen, wenn nicht gar übermorgen, noch hier zurück. Sonst befinde ich mich innerlich recht wohl, aber um die Plage nicht ausgehen zu lassen, habe ich mich neulich unter dem Nagel in den Finger gestochen, der sehr schmerzhaft wird, und, weil es der Mittelfinger der rechten Hand ist, mich beim Schreiben sehr incommodirt.

   Sie waren so gütig, mir durch den Kammerrath ein Verzeichniß dessen was ich in Weimar brauch abfordern zu lassen. Da habe ich meinem Schwager neulich zugestellt, und in der Voraussetzung, daß dieß Ihre Absicht dabei sei, alles was ich nöthig habe darunter begriffen.

   Morgen hoffe ich noch von Ihnen zu erfahren, ob ich übermorgen kommen darf.

   Leben Sie recht wohl. Wir freuen uns beide sehr darauf, Sie wieder zu sehen.

Sch.

Ü   Þ

© 1999 - 2004 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de