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549. An GoetheJena den 14. December 1798. Ich sage Ihnen heute nur einen freundlichen Gruß, denn der Schnupfen nimmt mir den Kopf so ein, daß ich ganz bethört von der Arbeit aufstehe. Möchten die nächsten harten drei Wochen nur für Sie und mich vorüber sein! Für den Nürnberger Dichter danke ich; bis jetzt habe ich noch nicht viel in demselben lesen können. Es ist gar nicht übel, wenn Sie ein paar Worte zu seiner Empfehlung sagen; denn hier ist der Fall, wo keiner das Herz hätte, auf Risico des eignen Geschmacks zu loben, weil man auf keine modische Formel fußen kann. Da Ihr Hieherkommen sich nach den Piccolominis richtet, so werde ich Sie wohl zuerst in Weimar sehen, denn ich darf dieses Stück, insofern es für die Bühne bestimmt ist, nicht unvollendet in die neue Jahrzahl hinüberschleppen; auch hoffe ich in dieser Zeit noch das nöthige dafür zu thun. Sobald etwas von den neuen Scenen in Ordnung und abgeschrieben ist, sende ich's Ihnen. Leben Sie wohl für heute. Die Frau grüßt schönstens. Sch. |
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