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Homepage Literatur Johann Wolfgang von Goethe Briefe Goethe an Schiller Inhaltsverzeichnis Vorwort An König von Bayern Briefe 1794 Briefe 1795 Briefe 1796 Briefe 1797 ... 309. An Schiller 310. An Goethe 311. An Schiller 312. An Goethe 313. An Schiller 314. An Schiller 315. An Goethe 316. An Schiller 317. An Goethe 318. An Schiller 319. An Schiller 320. An Schiller 321. An Schiller 322. An Schiller 323. An Schiller 324. An Schiller 325. An Goethe 326. An Schiller 327. An Schiller ... Briefe 1798 Briefe 1799 Briefe 1800 Briefe 1801 Briefe 1802 Briefe 1803 Briefe 1804 Briefe 1805 Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern Zusammenstellung Band 1 Zusammenstellung Band 2 Register Goethe Register Schiller Register Personen Sach-Register Orts-Register |
318. An SchillerIch sende hiermit Ihren reellen Theaterbeutel mit Dank zurück; es hat wohl selten ein dramatischer Schriftsteller einen solchen ausgespendet. Ich habe auch nunmehr die Rechnung ajustiren lassen, die Ihrige in Copia beigefügt und das Ganze unterschrieben, wodurch denn also das Jahr saldirt wäre. Nur wünschte ich die Escherische Quittung oder eine beglaubte1) Abschrift derselben wegen der gezahlten 200 Stück Laubthaler zu haben, weil ich sie bei meiner Meyerischen Rechnung bedarf. Gerning scheint Ernst zu machen; er meldet daß er Pfingsten nach Italien gehen will. Böttiger wird morgen ankommen und einige Tage bleiben; es wird nun von Ihnen abhängen wann er Ihren Grund und Boden einmal betreten darf. Heute werde ich nicht das Vergnügen haben Sie zu sehen; bei Tage wage ich mich nicht vor die Thüre und Abends bin ich zu einigen Feierlichkeiten geladen. Der Eindruck von dem wiederholten Lesen des Prologs ist mir sehr gut und gehörig geblieben, allein der Aufwand wäre für ein einziges Drama zu groß. Da Sie einmal durch einen sonderbaren Zusammenfluß von Umständen diese Zeitepoche historisch und dichterisch bearbeitet haben, so liegt Ihnen individuell in der Hand wornach man sich im allgemeinen so weit umsieht: ein eigner Cyclus, in den Sie, wenn Sie Lust haben, auch Privatgegenstände hineinwerfen und sich für Ihre ganze dichterische Laufbahn alle Exposition ersparen können. Sie äußerten neulich schon eine solche Idee und sie dringt sich mir jetzt erst auf. Sie erhalten zugleich ein Gedicht das sich auch an einen gewissen Kreis anschließt. Leben Sie recht wohl und erfreuen sich des Abends der schön zu werden verspricht. Jena am 28. Mai 1797. G. |
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