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199. An Goethe[Jena den 28. Juli 1796.]1) Hier die Xenien, welche mir baldmöglichst zurückzusenden bitte. Was ausgestrichen ist, bleibt theils weg, theils ist es schon gedruckt oder für den Druck herausgeschrieben. Änderungen in dem ausgestrichenen sind also entweder unnöthig oder auch schon zu spät. Die Namen unter den einzelnen Versen bedeuten nichts, und es ist auch nicht dabei geblieben. Für die Komödie will ich Stimmen zu werden suchen und gleich bei dem Hausherrn anfangen, der sonst dazu geneigt gewesen ist. Für meine Frau besonders wird es mir sehr lieb sein, wenn es zur Ausführung kommt. diese befindet sich recht erträglich; der Kleien leidet viel von Säure und Krämpfen, doch scheint er sich nach und nach an die neue Nahrung zu gewöhnen. Man sollte nicht denken, daß man bei so viel Sorgen von innen und außen einen leidlichen Humor behalten oder gar Verse machen könnte. Aber die Verse sind vielleicht auch darnach. Für den Roman fürchte ich übrigens gar nichts. Das wenige was noch zu thun ist hängt von ein paar glücklichen Apperçus ab, und im äußern Gedränge pflegt man oft die wunderbarsten Offenbarungen zu erhalten. Meyers Stimme aus Florenz hat mich recht erquickt und erfreut. Es ist eine Lust ihn zu hören, mit welcher zarten Empfänglichkeit er das Schöne aufnimmt, und bei einem so denkenden und analysirenden Geist, wie der seinige, ist diese Rührungsfähigkeit, diese offene Hingebung eine unendlich schätzbare Eigenschaft. Seine Idee zu einem Bilde scheint mir überaus glücklich und malerisch zu sein. Schreiben Sie ihm, so bitte ich ihm recht viel freundschaftliches von mir zu sagen. Die Idylle ist abgedruckt und ich werde den Probebogen nächstens schicken. Die zur Eisbahn gehörigen Xenien (Mittelalter und Individualität abgerechnet) habe ich in Ein Gedicht zusammen geruckt und die einzelnen Überschriften weggelassen. Dasselbe läßt sich im Kleinen auch noch bei einigen andern thun und wird die Mannigfaltigkeit der Formen vermehren. Vielleicht haben Sie auch Lust die Newtoniana so zu ordnen. Für den Brief Ihrer Mutter danken wir schönstens. Außer dem, was er historisches enthält, interessirte uns die Naivetät ihrer eigenen Art und Weise. Der Himmel weiß, wie es uns noch ergehen wird. Unter diesen2) Umständen werden Sie Meyers tröstliche Nachrichten über die Hinreise nach Italien schwerlich benutzen können. Leben Sie recht wohl. Meine Frau grüßt schön. Sch. |
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