| Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info | |
|
Homepage Literatur Johann Wolfgang von Goethe Briefe Goethe an Schiller Inhaltsverzeichnis Vorwort An König von Bayern Briefe 1794 Briefe 1795 Briefe 1796 ... 189. An Goethe 190. An Schiller 191. An Goethe 192. An Schiller 193. An Schiller 194. An Goethe 195. An Schiller 196. An Goethe 197. An Schiller 198. An Schiller 199. An Goethe 200. An Schiller 201. An Goethe 202. An Goethe 203. An Schiller 204. An Goethe 205. An Schiller 206. An Goethe 207. An Schiller ... Briefe 1797 Briefe 1798 Briefe 1799 Briefe 1800 Briefe 1801 Briefe 1802 Briefe 1803 Briefe 1804 Briefe 1805 Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern Zusammenstellung Band 1 Zusammenstellung Band 2 Register Goethe Register Schiller Register Personen Sach-Register Orts-Register |
198. An SchillerSie haben so oft, nebst anderen Freunden gewünscht, daß unsere Schauspieler manchmal in Jena spielen möchten; so eben tritt eine Epoche ein, wo wir sie von Lauchstädt aus zu Ihnen schicken können; ist alsdann das Theater einmal eingerichtet, so versteht sich daß die Sache im Gang bleiben kann. Schreiben Sie mir doch ein wenig die Disposition der Gemüther, bringen Sie besonders die Frauens1) in Bewegung. Der Herzog hat (unter uns gesagt) mir die Sache ganz überlassen; an Gotha hat man ein Compliment hierüber gemacht, und sie haben auch nichts dagegen; doch soll und mag ich die Sache nicht ohne Beistimmung der Akademie vornehmen. Ich werde sie aber nicht eher durch den Prorektor an den Senat bringen, als bis ich gewiß Majora vor mir habe. Lassen Sie also durch Ihre Bekannte und Freunde das Wünschenswerthe einer solchen neuen Erscheinung recht ausbreiten und sagen2) mir bald Nachricht wie es aussieht? Ich wünschte3) die Mère coupable auf kurze Zeit zu haben; ist sie noch in Ihren Händen oder können sie solche geschwind haben, so kann Herr4) Hofkammerrath5) Kirms, der dieses bringt, sie Abends mitnehmen. Hier ein Brief von meiner Mutter. Schreiben Sie mir wie die Ihrigen sich befinden. Übrigens ist alles in solcher Confusion und Bewegung, daß die ästhetische Stimmung, die erforderlich wäre den Roman nach unseren Wünschen zu vollenden nur als eine Wundergabe erwartet werden kann. Indessen ist auch daran nicht ganz zu verzweifeln. Leben Sie recht wohl Weimar den 28. Juli 1796. G. |
|
© 1999 - 2004 Copyright by Jürgen Kühnle |
|