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            Goethe an Schiller
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138. An Schiller
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140. An Goethe
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               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
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146. An Goethe

[Jena, den 27. Januar 1796]1)              

   Sie haben mich mit dem reichen Vorrath von Xenien, den Sie geschickt haben, recht angenehm überrascht. Die den Newton betreffen, werden Sie zwar, auch durch den Stoff, kenntlich machen, aber bei dieser gelehrten Streitsache, die niemand Lebenden namentlich2) betrifft, hat dieses auch nichts zu sagen. Die angestrichenen haben uns am meisten erfreut.

   Denken Sie darauf, Reichardten unsern soi-disant Freund mit einigen Xenien zu beehren. Ich lese eben eine Recension der Horen in seinem Journal Deutschland, welches Unger edirt, wo er sich über die Unterhaltungen und auch noch andre Aufsätze schrecklich emancipirt hat. Der Aufsatz3) von Fichte und Woltmann sind beide in einem weitläuftigen Auszug mitgetheilt, und als musterhaft aufgestellt4). Das fünfte Stück (das schlechteste von allen) ist als das interessanteste vorgestellt, Vossens Gedichte, der Rhodische Genius von Humboldt sehr herausgestrichen und was des Zeuges mehr ist5). Es ist durchaus mit einem nicht genug verhehlten Ingrimm geschrieben. Als das wichtigste Werk der neuern6) deutschen Literatur wird Heinses musikalischer Roman weitläuftig, doch hab' ich nicht gelesen wie? beurtheilt.

   Wir müssen Reichardt, der uns so ohne allen Grund und Schonung angreift, auch in den Horen, bitter verfolgen.

   Hier wieder einige Pfähle ins Fleisch unserer Collegen. Wählen Sie darunter was Ihnen ansteht.

   Leben Sie recht wohl. Meine Frau empfiehlt sich aufs beste.

Sch.

Ü   Þ

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