Ludwig Ganghofer

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Ludwig Ganghofer - Waldrausch

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      Ludwig Ganghofer
         Waldrausch
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Kapitel 10

In den Nächten brannten droben in der Wildachschlucht und bei den Wasserläufen der Großen Not die mächtigen Feuer, die zur Arbeit leuchteten.

Auch im Tal waren die Nächte nicht still. Überall Lärm und Stimmen. Überall die gaukelnden Laternen. Man musste die Arbeit, die am Tage unmöglich wurde, zur Nachtzeit nachholen. Am lautesten wurde der Lärm gegen die Morgenstunden, wenn die mager gewordene Mondsichel über die Berge heraufstieg und der Tagesdämmerung ein mattes Zwielicht voranschickte.

Die ganze Woche kam Ambros nicht von den Arbeitsstätten herunter. In jeder Nacht sandte er der Mutter ein paar beruhigende Zeilen. Als Antwort schickte ihm Frau Lutz ein Gestammel ihrer Sorge um seine Gesundheit, um das Gelingen seines Werkes. Von allem anderen wagte sie diesen fliegenden Zetteln keine Silbe anzuvertrauen. Wie sich das schöne Leuchten des berauschten Waldes verwandelt hatte in das Grauenvolle dieser Tage, so war in ihr die Hoffnung für das Glück des Sohnes verwandelt zu einer quälenden Furcht. Alles Klare jener Stunde, in der sie aus dem Kerzenglanz der Fürstenvilla heraustaumelte in den Wirbelflug des Blütenstaubes, war in ihren Gedanken ein Unentwirrbares geworden, und der Glaube, den sie als Mutter gewonnen hatte, zerfiel ihr wieder, weil sie als Mutter fühlte. „Die Kinder! Diese Frau hat Kinder!“ Hier stand von den Mauern des Lebens eine, die niemals fallen darf. Keinem Rausch und keinem Glück zuliebe. Mutter und Kind! Das ist ewige Gemeinschaft. Ein Glück, das eine Mutter von ihren Kindern scheiden müsste, wäre Schuld und Verbrechen. So schloss die Rechnung, die Frau Lutz in ihrer finsteren Stube machte. Und was sie fühlte in dieser Finsternis, war Angst um ihren Sohn und Trauer um dieses holde, verlorene Geschöpf, das ihr lieb geworden.

In der Nacht vor Sonnabend kam von Ambros keine Nachricht. Beda brachte es fertig, die verstörte Frau zu beschwichtigen; sie rechnete: Mit dem Sonnabend ist die Wochenarbeit zu Ende, am Tage können sie bei diesem Staubgewirbel nicht schaffen, und Ambros hat keine Nachricht mehr geschickt, weil er, statt am Abend, schon am Morgen heimkehren wird – er und der andere, der da droben aushalten musste.

Frau Lutz sah der Beda beim flackernden Kerzenschein in die schwermutsvollen Augen. „Mädel? Sagst du das nur aus Barmherzigkeit?“

Beda schüttelte den Kopf. „In mir selber is ja 's Warten, ich weiß net wie!“

„Warum bist du dann so blass?“

„Wär's a Wunder, Frau Dokter? Die ganzen schauderhaften Täg her hab' ich schier kein Bröckl nimmer abibracht. Alles schmeckt nach der Waldbluh. Und allweil grausen tut's mir wieder, als tät mir eins mit unterlandrische Ross durch'n Magen fahren.“

Der Morgen kam. Stunde um Stunde verging, ohne dass Ambros heimkehrte. Und als die Sonne stieg, begann schon wieder das Qualmen der blühenden Wälder. Die Sonnleite, die dem Wildacherhause gegenüberlag, war anzusehen wie ein ungeheurer Kessel, aus dem es braun herausdampfte in dichten Wolken.

Frau Lutz, als es auf den Abend zuging, rief in ihrer wachsenden Sorge nach der Beda. „Dieses Warten bringt mich um. Ich will ihm entgegengehen. Wenn ich ihn nicht auf dem Heimweg finde, will ich hinauf zur Wildach. Magst du mir helfen? Gehst du mit?“

„Jesses, ja!“, stammelte Beda in Freude. „Aber heimlich müssen wir's machen. D' Ahnlmutter hat noch allweil ihren Verstand beinander. Dö tät uns net fortlassen.“

In Hast zerschnitt Frau Lutz einen Schleier in zwei Teile; die eine Hälfte band sie der Beda um das Gesicht, die andere nahm sie für sich selbst. In die Mäntel gewickelt, die Kapuzen über die Köpfe gezogen, huschten sie hinaus. Die Wildacherin kam zur Haustür gesprungen und kreischte: „Madl! Bist denn narrisch? Wo willst denn hin?“

„D' Frau Dokter muss auffi zum Wirt. Wir kommen gleich wieder heim.“

Im Gewoge des Staubes verfehlten Frau Lutz und Beda den Überstieg über die Bretterplanke – weil der Pfahl nicht mehr dastand, der die Tafel mit der Inschrift ‚Verbotener Weg’ getragen hatte. Auf den Wiesen gingen sie der Richtung zu, in der die Wildach rauschte, und liefen auf hundert Schritte an Ambros und Toni vorüber, die von der Arbeit heimkehrten.

Auch diese beiden waren in ihre Mäntel gehüllt, mit den Kapuzen über den Hüten, die Taschentücher um den Mund gebunden.

Auf der Schwelle des Wildacherhauses riss Ambros das Tuch von den Lippen und schrie mit heiseren Lauten über die Treppe hinauf: „Mutter! Ich bin daheim.“ Er nahm den Mantel ab. Das machte eine Wolke von bräunlichem Staub. Kläffend kam der weiße Spitz aus der Stube gesprungen. Sullys Tenor hatte einen Schleier von Heiserkeit. Und die Wildacherin hustete, während sie sagte: „Gott sei Dank, weil S' endlich daheim sind! D' Frau Dokter hat grad a Sprüngl zum Wirt ummi gmacht mit der Beda.“ Die alte Frau verstummte erschrocken, als sie beim Lichtschein, der aus der Stube heraus fiel, dieses entstellte Gesicht gewahrte.

Ambros klammerte sich an die Geländerstange der Treppe. Und Toni sagte langsam: „Mit der Beda? So so.“ Er nickte, wie zu einer Sache, die man sich gefallen lassen muss, weil sie nicht zu ändern ist. „Warten därf ich net. Jetzt muss ich zur Mutter heim.“ Er wollte das Taschentuch wieder um den Mund binden. Da fasste Ambros die Hand des Freundes, und schwer atmend sagte er zu der alten Frau: „Ich bitte, Wildacherin, holen Sie mir nur gleich ein Schaff Wasser! Was Schönheit war, ist Dreck geworden. Ich muss mich waschen.“ Die Frau rannte davon. Und Ambros sah dem Sagenbacher in die rot geränderten Augen. „Ich danke dir, Tonele! Ohne deine Hilfe wär' es mir schlecht gegangen.“

„Geh, was redst denn da? Leut, die zuanand ghören, helfen halt zamm. Morgen schlafen wir uns aus. Der bsoffene Wald wird schon wieder sein' nüchternen Verstand finden.“

Ambros stieg müde über die Treppe hinauf, als der weiße Spitz im Hausflur einen fürchterlichen Spektakel zu erheben begann. Sully schien den Toni für einen Dieb zu halten. Dieses Missverständnis war dem Spitz nicht zu verübeln. Denn während die Wildacherin beim Brunnen war, sprang der lange Sagenbacher sehr verdächtig in die Stube, sprang auf die Handschuhmaschine zu und begann in der Lederschachtel zu kramen, die auf dem Fensterbrette stand. Unter dem schrillenden Gekläff des Spitzes war der Toni wieder bei der Haustür, als die Wildacherin mit der schweren Holzwanne vom Brunnen kam. „Geh, alts Mutterl, lass dir a bissl helfen!“, sagte er, nahm das Schaff und trug es hinauf in die dunkle Giebelstube. „So, Brosle, da kannst dich sauber machen!“ Ambros, der im Zwielicht am Tische saß, richtete sich wortlos auf. Da legte ihm der Toni den Arm um die Schultern und sagte leise: „Da draußt bei der Wildach hast fertig bracht, was menschenmöglich gwesen is. Ohne Hochmut därfst dir sagen, wie viel als d' wert bist. Dös därfst net sinken lassen, weil dir a Zentnergwicht aufs Herz gfallen is. 's Leben lauft seine krumpen Weg, aber der Mensch muss sich allweil an graden machen.“

Im Dunkel antwortete die zerdrückte Stimme des anderen: „Ein gutes Wort! Aber dir wird alles kluge Reden leicht, weil Glück in deinem Herzen ist. Glück haben, ist am Ende die einzige Weisheit des Lebens.“

„Ah na! Gscheiter als wie 's blinde Glück, is allweil a Mensch, der weiß, was recht is und was sein därf. Fürgestern, wie dich an mein' Hals ghängt hast und hast mir alles gsagt – Bub, da is mir an eiskalter Schreck vor allem, was Herzdurst heißt, in d' Seel einigfahren. Du! Der's Glück verdient! Und 's Elend haben muss! Da kennt sich einer nimmer aus. Wer hat a Recht aufs Glück? Wer keins? Wer schlagt auf uns eini, wer vergunnt uns a Bröserl Freud? So hab ich mich gfragt den ganzen Tag. In der Nacht, beim Fuier und bei der Arbeit, hab ich d' Ruh wieder gfunden. Und hab mir gsagt: Da stehst und tust dei' Pflicht und Schuldigkit! So machst es ein' Tag um den andern bis zum letzten Schnaufer. Da kann dir kein Mensch und Herrgott an Fürwurf machen, und alles kann sein, wie's mag. Es kann so sein, wie der Pfarr sagt, oder es kann so sein, wie du sagst und wie's der Waldrauscher singt: Dass alls zuanand ghört und alls bloß an einzigs is, Herrgott und Welt, unser durstige Menschenseel und 's Herzel, dös in eim Vögerl schlagt, 's kleinste Blüml in der Bluh und an endsmächtiger Wald in seim narrischen Hochzeitsrausch. No ja! Aber Viech bleibt Viech. Und a Baum, wann er sich krumm verwachsen hat, kann sich nimmer gradrichten. Und a bsoffener Wald, wann er sein' schadhaften Rausch hinblast aufs Leben, hat kein' reumütigen Gedanken. Aber a Mensch hat seine Herzwörtln und sein Gewissen. Und hat sein' Verstand. Den muss er in der Höh halten, ob's ihm wohl is oder ob's ihm weh tut. Und bringt er's net fertig, so is er kein Mensch net, sondern ghört mit'm Viech zur ewigen Gmeinschaft.“

Ambros hatte die Lampe angezündet. „Toni! Du bist gesund und stark. Das weiß ich seit zwanzig Jahren. Aber manchmal kommen Worte aus dir heraus, dass ich mich fragen muss, von wem du das lerntest.“

„Kunnt sein, dass mir söllene Sachen vor acht Täg noch net eingfallen wären. Seit'm Sonntag hab ich an guten Schulmeister ghabt. Der bist du gwesen. Am Montag haben die unverständigen Rammeln anand die Köpf verschlagen. Du hast Fried gschafft! Der Wald in seiner Bluh is narret worden, von die Wildachtaler is ein Dutzend ums ander davongloffen, und a halbs Hundert von die Wällischen hat sich mit blindheiße Augen einiglegt in d' Schupfen. Allweil hast wieder an Rat gfunden und bist am Posten gwesen, Nacht für Nacht! Da hab ich mir gsagt: Jetzt weiß ich, was Mensch sein heißt! – So, jetzt schlupf aus'm Hemmed aussi! Und grad so sauber wie auf Brust und Buckel musst es einwendig halten in dir. Gelt, ja? Komm her! Herrgott, Bub, hast du an nobligen Brustkasten! So! Fest fahr eini ins Wasser! Und nacher leg dich schlafen! D' Müdigkeit wird dir 's Herzl schon stad machen. Pfüe Gott derweil!“

Während der lange Sagenbacher die Treppe hinuntertappte, grölte der weiße Spitz ohne Unterlass sein feindseliges Misstrauen aus der heiseren Kehle heraus. Toni schmunzelte. „Pass auf, Sullerl, wir zwei werden noch die besten Freund!“ Dann band er das Taschentuch vor den Mund und zog die Mantelkapuze über die Augen.

Eine Stunde später, in sinkender Nacht, kehrten Frau Lutz und Beda von ihrem nutzlosen Wege heim. Das Mädel, ohne auf das Gerede der Großmutter zu hören, ging wortlos in die Stube. Frau Lutz hastete über die Treppe hinauf, und als sie Mantel und Schleier heruntergerissen hatte, trat sie in das Zimmer ihres Sohnes. Die Lampe brannte. Ambros schlief in Erschöpfung. Die Augen waren mit einem nassen Leinenbausch bedeckt. Was Frau Lutz von dem abgezehrten Gesichte sehen konnte, das war ein Anblick, der sie zittern machte. Sie hob das Tuch von seiner Stirn und hauchte einen Kuss auf die rotgedunsenen Lider. Ambros erwachte nicht. Doch als ihm Frau Lutz das frisch gekühlte Tuch wieder auf die Augen legte, schien er das zu fühlen. Er machte mit der Hand eine müde Bewegung und flüsterte: „Mutterl?“ Und lag schon wieder in bleiernem Schlummer.

Von drunten, aus der Stube, klang das ruhelose Umkramen der Beda herauf. Die Wildacherin, die sich schon niedergelegt hatte, rief in ihrer Kammer, deren Tür offen stand: „Was geisterst denn noch allweil umanand? Schau amal, dass zur Ruh kommst!“

„Ich hab kein' Schlaf. Da bleib ich lieber bei der Arbeit sitzen.“ Beda ging auf die Lederschachtel zu, um einen schwarzen Trauerhandschuh zwischen die Stahlklappen der Maschine zu nehmen.

Die Wildacherin brummte etwas Unverständliches. Als ihr der Schlaf schon kommen wollte, hörte sie einen leisen Schrei und fuhr aus den Kissen. „Bedle! Was is denn?“

Auch Sully, der auf der Ofenbank geschlummert hatte, hob den Kopf und knurrte. Er duckte die Schnauze wieder, weil er nur die Beda sah. Die stand am Fenster, hatte brandheiße Wangen und hielt an ihrer Brust einen Strauß blutschöner Almrosen umklammert.

„Madl! So red doch, was hast denn?“

„Nix! Ich hab mich bloß mit der Nadel a bissl ins Fingerspitzel einigstochen.“

„Und da musst an Schrei tun, als hätt dir einer den Herzfaden abgschnitten? Geh, du wehleidigs Frauenzimmer! Leg dich schlafen!“

Ein wohliger Atemzug. „Hast recht! Jetzt, daucht mir, kann ich schlafen.“ Beda blies die Lampe aus. In der schwarzen Kammer legte sie den Strauß neben das Kopfkissen ihres Bettes. „Draußt auf'm Stubenboden hab ich a paar Tapper gsehen. Wer is denn mit gnagelte Schuh in der Stuben gwesen?“

„Kein Mensch net.“

„Hast aber doch gsagt, dass einer mit'm Herrn Brosi heimkommen is.“

„Der Sagenbacher, ja. Der is aber im Hausgang blieben.“

„So so? Gut Nacht, Ahnerl!“ Die Beda huschelte sich unter die Decke und nahm den Rosenstrauß an die Wange. Trotz aller vertrauensvollen Freude fuhr ihr doch immer wieder eine unbegreifliche, mit zwei ‚unterlandrischen Rossen’ bespannte Sache durch die wirbelnden Gedanken. Sie war ein wertvolles Menschenkind; das haben alle Menschen von Wert als schlummerlose Eigenschaft an sich, dass sie das Unverständliche gerne begreifen und die Wahrheit scheiden möchten von der Lüge. Drum lag die Beda noch wach, als schon der sonntägliche Morgengruß geläutet wurde.

Die Glocke tönte an diesem Morgen stärker, als sie sonst zu hören war. Wehte Westwind draußen?

Droben in der Giebelstube erwachte der müde Schläfer und sah die Mutter am Bette sitzen. In ihrer Schwäche hatte der Schlaf sie überfallen. Doch kaum, dass sich Ambros ein bisschen regte, fuhr sie auf. Er umklammerte ihre Hände. „Ich danke dir! Aber jetzt musst du verständig sein und dich ausruhen. Tu's mir zuliebe!“

„Ja, Kind!“ Sie ging und nahm die Lampe mit hinaus, die schon an den letzten Tropfen des Öles zehrte.

Ein graues Zwielicht blieb. Ambros sah in der Dämmerung umher. Von einem schmerzenden Schauer befallen, verhüllte er das Gesicht. So lag er wie gelähmt. Doch seine Seele wanderte und sang:

„Durch die Nacht, auf Sternenauen,
Zieht die Sehnsucht träumend aus,
Geht zur schönsten aller Frauen,
Und im schwülen Morgengrauen
Steht sie, Lieb, vor deinem Haus.

Brauner Staub umweht die Bäume –
Meine Sehnsucht schleicht ins Haus,
Taumelt durch die fremden Räume,
Stiehlt sich leis in deine Träume,
Ruht an deinem Herzen aus.“

Das graue Licht wurde ein bisschen heller. Drunten in der Stube der Wildacherin rief der Kuckuck an der Schwarzwälder Uhr die sechste Morgenstunde. Ambros richtete sich auf. Das war die Stunde, in der sie bei der Wildach nach schwerer Nachtarbeit die Feuer gelöscht hatten und in den Reisighütten unter die Pferdedecken gekrochen waren, um diesem Staube zu entrinnen, der mit dem ersten Schein der Sonne zu qualmen begann.

Wo blieb die Sonne heut? Flog der braune Staub schon in solcher Menge, dass kein Sonnenleuchten mehr herunter drang ins Tal? Oder wollte trübes Wetter kommen?

Ambros, vorgebeugt im Bette sitzend, presste die Fäuste an seine Stirn. Die Sorge um sein Werk riss ihn aus den wehen Träumen seines Herzens. Auch das Denken an die Arbeit war ihm eine Qual. Durfte er hoffen? Oder musste er fürchten? Hoffen: Dass ein Regen käme, um das Atmen und Schaffen am Tage wieder möglich zu machen? Oder fürchten: Dass schwere Regengüsse eine neue Gefahr für die Arbeit brächten? Mehr als die Hälfte der einheimischen Arbeitsleute war davongelaufen, und von den Italienern lag ein halbes Hundert krank in den Baracken. Der Bau der Talsperre und der Schleusengänge stieg erst aus den Grundmauern, noch zu schwach, um mächtigen Wassermengen zu widerstehen. Da brauchte kein Wolkenbruch zu kommen, nur ein Regen, der sich einhängte durch vier, fünf Tage. Und bei dem Ausfall an Arbeitskräften geriet alles in Gefahr, was man seit Wochen mit fieberhaftem Fleiß geschaffen hatte. Woher nun Leute nehmen? Noch hundert Italiener anwerben? Bis sie eintreffen konnten, gingen Wochen verloren. Und die Hoffnung, dass sich den Einheimischen Vernunft predigen ließe, war in Ambros seit der blutigen Prügelei am Montag erloschen. Der rote Liebesfrühling des Nino Pallozzi hatte böse Saat getrieben. Es glich schon einem Wunder, dass es Ambros mit Tonis Hilfe gelungen war, an die vierzig von den Wildachtalern bei der Arbeit festzuhalten; von den sechzig anderen war nichts mehr zu wollen; ihre Eifersucht auf die ‚Wällischen’ und die Hetzereien des Krispin Sagenbacher, das waren Lebenskräfte, gegen die ein vernünftiges Wort nicht mehr aufkam.

Wie nun Hilfe schaffen? Von heut auf morgen?

Ambros war aus dem Bett gesprungen. In Hemd und Hose, bloßfüßig, riss er das Fenster auf und stieß die Läden hinaus. Ein kräftiger Windstoß fuhr in die Stube. Die schwimmenden Schleier in den Lüften schienen seit dem Abend dünner geworden. Dennoch ein dumpfes Grau da draußen. Der ganze Himmel musste mit Wolken überzogen sein. Man sah durch die Staubdünste nicht hinauf in die Höhe. Doch Ambros wusste: Jetzt wird die Erlösung von dem fliegenden Liebeswahnsinn der Wälder kommen. Aber auch das andere wird nieder rauschen aus den verschleierten Lüften. Die Gefahr! Die Zerstörung! „Denken! Wenn ich nur ruhig denken könnte!“ Hastige Schritte auf der Stiege draußen. Dann wurde im Stübchen der Frau Lutz geredet. „Ach, Herr, jetzt lärmen sie die Mutter aus dem Schlaf, den sie nötig hat!“ Als er die Tür seines Zimmers aufgerissen hatte, stand er, als wäre in seinem Herzen kein Schlag mehr. Im trüben Zwielicht des Bodenraumes sah er eine kleine Dame gegen die weiße Mauer gelehnt, in einem lichtgrauen Mantel, den Kopf mit dunklem Schleier umwunden. In den Händen hielt sie etwas Weißes. Ambros erkannte das stumme, zitternde Geschöpf an der schiefen Schulter. Da kam die Beda aus dem Stübchen der Frau Lutz: „D' Frau Doktor liegt noch, aber sie lasst Ihnen bitten, Sie möchten trotzdem zu ihr einischauen.“ Baroness Zieblingen tastete gegen die offene Schwelle hin.

Ein Kerzenflämmchen fing zu strahlen an, als die Baroness in das Stübchen trat. Neben dem Tische blieb sie stehen, ohne den Schleier zu lösen. Schweigend blickte sie gegen das Bett, aus dem Frau Lutz die Hände streckte, alle Angst ihres Herzens in den Augen: „Bitte, kommen Sie doch zu mir, und –“

„Soviel Zeit, um Platz zu nehmen, habe ich nicht. Verzeihen Sie die Störung, gnädige Frau, zu so unschicklicher Morgenstunde. Schwere Zeiten zwingen zu Freiheiten, die in ruhigen Tagen unmöglich wären.“

„Ach Fräulein, ich bitte –“ Frau Lutz zerrte einen Sessel zu sich heran.

Die Baroness blieb unbeweglich. „Wir haben Besuch in der Villa. Seit vier Tagen. Dies hatte zur Folge, dass Ihre Hoheit mich gestern beauftragten, einige Zeilen an Sie zu richten. Ich war ermächtigt, diesem Brief einen Strauß von Rosen beizufügen, deren Auswahl gestern von Ihrer Hoheit im Glashause getroffen wurde. Diese Rosen und meine Zeilen sollten Ihnen heute übersandt werden. Aber es fand sich Veranlassung für mich, persönlich zu kommen –“ Baroness Zieblingen legte das Weiße, das sie in den zitternden Händen gehalten, achtsam zwischen die Blumenstöcke, die auf dem Tische standen. „Gestern am Abend war der hochwürdige Herr Pfarrer von Ihrer Durchlaucht der Fürstin-Mutter zum Diner befohlen. Bei der Tafel wurde andauernd von dieser unbegreiflichen, allen vernunftgemäßen Naturgesetzen widersprechenden Erscheinung konversiert. Als der hochwürdige Herr erzählte, wie viel Schaden den Landleuten durch diesen Irrtum der Natur erwüchse, und dass die Heuernte verdorben wäre, und dass alle Arbeit schwere Behinderung fände, auch die Arbeit an der Wildach, da wurde Ihre Hoheit –“ Baroness Zieblingen musste Atem schöpfen. „Ihre Hoheit gerieten über diese Nachricht in schwere Besorgnis.“

„Fräulein?“

Der wehe Laut dieses Wortes schien die kleine Hofdame aus ihrer mühsam bewahrten Ruhe zu bringen. „Ich habe nicht den Mut, noch deutlicher zu sprechen. Gnädige Frau werden verstehen, was ich nur anzudeuten wage. Heute Nacht zogen Ihre Hoheit mich ins Vertrauen. Weil es mein sehnlichster Wunsch war, die Sorge Ihrer Hoheit zu beruhigen, hab ich einen Besuch der Frühmesse vorgeschützt und kam zu Ihnen. Nun hab ich auch Ihren Sohn gesehen. Da draußen. Nicht wahr, gnädige Frau, ich darf Ihre Hoheit mit gutem Gewissen beruhigen?“

„Beruhigen? Ach Gott, ich sterbe doch fast vor Angst um den armen Buben! Gestern hab ich böse Dinge erfahren müssen.“ Auf ihrem nutzlosen Weg zur Notburg war Frau Lutz dem Zahlmeister des Herrn Wohlverstand begegnet. Der hatte kein Blatt vor den Mund genommen. Was sie da erfahren hatte, stammelte sie aus ihrem bedrückten Herzen heraus. Die kleine Zieblingen wurde immer kleiner und schiefer.

Im Wehen des Windes ein hallendes Glockenläuten.

Die Baroness, von Schreck befallen, lispelte tonlos: „Die Frühmesse! Meine Zeit – ich darf nicht –“ Verstört, ohne für Frau Lutz noch ein Wort zu finden, huschte sie zur Tür hinaus.

Kaum war ihr Schritt auf der Stiege verklungen, als Ambros über die Schwelle trat. „Mutter? Was war das? Sprich! Das ist fürchterlich gewesen: Da drüben in meiner Stube. Nicht hören dürfen. Und immer denken müssen, ich weiß nicht was!“

„Das Fräulein ist zu mir gekommen, weil –“

„Sag mir's! Ich weiß, dass es mich schmerzen wird.“

„Nein, Kind! Es wird dich freuen.“

„Mutter?“

„Dort, zwischen den Blumenstöcken, auf dem Tische –“ Frau Lutz deutete, wie entsetzte Menschen deuten, wenn sie in reißendem Gewässer einen Ertrinkenden schwimmen sehen. „Dort! Das ist für dich.“

Er nahm die schönen Blumen, wollte sie wieder fortlegen und hielt sie doch umklammert. „Rosen! Wie man sie einem Menschen in die Hände legt, der tot sein muss.“

„Nein, nein, nein!“

Da sah er den Brief, riss ihn auf, versuchte zu lesen und streckte das Blatt von sich fort. „Mutter, das ist für dich!“

Sie griff nach dem Brief und las mit erwürgter Stimme: „Hochverehrte gnädige Frau! Im Auftrage Ihrer Hoheit soll ich die Bitte an Sie richten, dass Sie Ihrem Herrn Sohn den wärmsten Dank Ihrer Hoheit für die wertvollen Stunden aussprechen möchten, die Ihre Hoheit der Kunst Ihres Herrn Sohnes zu verdanken hatten. Das kam wie Sonnenschein in das nicht sehr fröhliche Leben Ihrer Hoheit. Ich bin ermächtigt, diesem Dank als äußeres Zeichen die mitkommenden Rosen beizufügen. Hoheit werden es auf das schmerzlichste empfinden, dass diese schönen musikalischen Exerzitien aus zwingenden Gründen bis auf weiteres unterbleiben müssen –“

Ambros hatte die Rosen auf das Bett der Mutter hingelegt. „Du brauchst nicht weiter zu lesen. Ich habe verstanden. Das ist ein Abschied.“ Er machte einen taumelnden Schritt.

Die Mutter fasste erschrocken seinen Arm. „Du irrst dich! Diese Frau hat dich lieb. Sie hat es mir selbst gesagt. Mir, deiner Mutter.“

Ein Zittern rann über seinen Körper. „So gefährliche Scherze solltest du mit meinem Leben nicht machen.“

„Was ich dir sagte, ist wahr. Ach Kind! Steh nicht so steinern da! Komm! Lege deine Arme um meinen Hals! So hat diese Frau an meinem Halse gehangen und hat es mir gesagt, dass sie dich lieb hat, mehr als sich selbst und ihr Leben!“

Er schwieg noch immer. Dann brachen ihm die Knie. Von einem stummen Schluchzen geschüttelt, presste er das Gesicht in den Schoß, der ihn geboren hatte.

Draußen läutete noch immer die ferne Glocke. Das Wehen des Westwindes, der die hallende Stimme trug, war ein gleichmäßiges Rauschen geworden.

Gegen diesen starken Strom der Lüfte kämpfend, eilte Baroness Zieblingen über die Wiesen. Sie ging da wie auf einem linden Teppich. Das Gras, über das der Wald die sinnlose Menge seines Blütenstaubes hingeblasen hatte, war in eine dicke, elastische Masse verwandelt. Und den ganzen Lauf des Altwassers bedeckte ein brauner Schlamm, in dem sich Risse bildeten und wieder verschwanden, während er sich unter dem Zug des Wassers vorwärts schob und wunderliche Schlacken an den Ufern ablagerte.

In solchem Wasser fischen zu wollen? War das nicht verrückt? Und dennoch war seit jenem roten Abend, an dem der große Huchen gebissen hatte, dem Toni Sagenbacher noch kein Fischfang so glücklich geraten. Ein Dutzend schöner Forellen plätscherten in der Gießkanne. Freilich stand der Toni, im bestaubten Mantel und mit einem Tuch um den Mund herum, schon seit vier Uhr morgens am Bach. Die mit einem Bleikügelchen beschwerte Angel war durch die zähe Schlammkruste schwer hinunterzubringen ins Wasser. Kaum aber sank der Köder, da hing auch schon eine Forelle an der Angel. Die Fische hatten seit einer Woche den Mückenfraß entbehren müssen und waren hungrig.

Als das dunstumwehte Figürchen der Baroness vorüberhastete, schnellte Toni die dreizehnte Forelle durch den Blütenschlamm heraus. „So! Gnug is's!“ Die schwere Gießkanne aufraffend, warf er einen sorgenvollen Blick zum unsichtbaren Himmel hinauf. Dieses trübe Dunkel da droben schien ihm nicht zu gefallen. „Sakra“, brummte er unter seinem wollenen Beißkorb, „da därf ich mich tummeln!“

Daheim, in Schweiß gebadet und hustend, stellte er der Kathrin die Kanne mit den Forellen in die Küche. „Der Mutter kochst auf Mittag und Abend an Fisch! Die andern tust in Brunntrog eini!“ Er sprang zur Lahneggerin in die Kammer hinein. Auch hier waren die Fensterscheiben geschlossen. Im Dunkel suchte Toni die Hände der kranken Frau. „Mutter! Dein schwaches Magerl is versorgt für acht Täg. Aber gleich muss ich wieder auf und davon. Grob Wetter steht ein. Der Brosle wird mich brauchen.“

Die Lahneggerin sagte ruhig: „Freilich, da musst auffi! Bald d' Leut so schlecht sind, müssen die paar Richtigen fest am Fleck sein.“

Während Toni hinaustrat in die Stube, kam zur anderen Tür der Krispin herein in seiner Sonntagsgala, mit einem klobigen Regendach unter dem Arm. Der Jünglingsbauer schmunzelte spöttisch. Toni drückte die Kammertür ins Schloss, packte den Krispin an der Brust, schob ihn hinaus in den Flur und hielt ihn unter dem Brette fest, auf dem das walfischähnliche Konterfei des großen Huchen in Brandmalerei zu sehen war. „Mit dir muss ich a Wörtl reden.“

Von dem Überfall verblüfft, maulte der Jünglingsbauer: „Öha! Narr, du! Langsam a bissl!“

„Pass auf! An die sechzg Leut sind bei der Wildach von der Arbeit ausgstanden. Die hast du verhetzt.“

Krispin fing zu lachen an.

„Es wird dir 's Lachen schon noch vergehen. Wann's blechen heißt. Und d' Ausschusser hast du eim falschen Protest ans Bezirksamt verschmust! Für alles haben wir Zeugen, die schwören können. Wann der Bauleitung a Nachteil zuwachst, kriegst an Prozess auf Schadenersatz. Dein' ganzen Hof kannst versilbern. So! Jetzt kannst dich bsinnen, solang's noch Zeit is.“ Der Toni griff nach seinem Rucksack und sauste zur Tür hinaus.

Erst besann sich Krispin ein paar Sekunden. Dann ruderte er mit den Ellbogen und brüllte hinter dem Bruder her: „Ah, narret! Glaubst ebba, ich kenn 's Gsetzbuch net? Was geht denn mich die ganze Sauerei bei der Wildach an? Du und dein schmalziger Inschenier mit seim wällischen Gsindel, ös könnt's mich kreuzweis im Arsch lecken. Ös Unchristen, ös gottverlassene! Mit Dynamit habt's die heilige Notburga vom gweichten Postamentl abipulvert. Weil enk die Heilige zur Straf an Schaden tut, soll ich dran schuld sein. Ah, da legst dich nieder!“

Der Toni hörte nichts mehr von dieser tiefen Religiosität. Er setzte auch keine große Hoffnung auf die Wirkung seiner Worte, hatte nur getan, was ihm der Augenblick eingegeben. Aber der Krispin blieb eben der Krispin. Mit einem ähnlichen Aber in den Gedanken trat Toni beim Bürgermeister ein. Der saß mit seinem Weib und seinen vierzehn Kindern in der Küche bei der Morgensuppe. „A Wörtl z' reden hätt ich.“

Der Bauer mit den klugen Augen legte den Löffel fort. „So a Burgermeister muss allweil zum Haben sein. Suppen oder Schlaf. Alls muss er dahint lassen.“ Er ging mit dem Toni in die Stube. Hinter den beiden kam die Bürgermeisterin hereingehuscht und begann in einem Schubladenkasten nach einer Sache zu suchen, die nicht zu finden war. Während Toni von dem Ausstand der Arbeiter sprach und von der Gefahr, die bei der Wildach drohte, hörte der Bauer aufmerksam zu. „Ja, Bub! So ebbes Nutzbars wie d' Wildachverbauung! So sollten d' Leut verstandsamer sein.“

„Warum hast denn net so zu die Ausschusser gredt, wie s' den verlogenen Protest ans Bezirksamt gemacht haben?“

„Verlogen? So so? Was weiß denn ich? Ich bin der Burgermeister. Der Haferlputzer. Und d' Ausschusser machen's halt, wie s' mögen.“ Der Bauer schmunzelte klug. „Den Protest hab ich net unterschrieben. Selbigs Mal hab ich an schwierigen Finger ghabt.“ Beim Schubladenkasten fing die Bäuerin auf eine nicht ganz gewöhnliche Art zu husten an.

„Mensch!“ Der Toni fasste den Bürgermeister an den Schultern. „Ich bitt dich um Gottes willen! Du hast doch an Verstand. Du kannst dir doch sagen, wie viel auf'm Spiel steht! Oder meinst, ich soll an Sprung zum Pfarr auffi machen, dass er uns an Beistand tut?“

Der Bürgermeister sagte ausweichend: „Ich tät dir's net raten. Der Herr Pfarr is schiech verschnupft. Z'erst hat ihm der Herr Inschenier net so viel Ehr geben, dass er an Bsuch im Pfarrhof gmacht hätt. Nacher hat man den Herrn Inschenier zwei Monat lang in keiner Kirch gsehen.“ Weil die Bäuerin hustete, verstummte der Bauer.

„So? So?“, fuhr es dem Toni im Zorn heraus. „A nutzbars Werk muss Schaden leiden, weil man vor der Pfarrköchin kein Buckerl net macht! Respekt vor so eim Christentum!“

„Da hast mich aber falsch verstanden!“, brauste der Bürgermeister auf. „Ich will nix gsagt haben. Bloß Mutmaßungen hab ich gmacht.“

„Ja“, fiel die Bäuerin hurtig ein, „dös kann ich bezeugen. Der Herr Pfarr tut auf Visiten net anstehn. Was den Herrn Pfarr so schiech verdrossen hat, is der Unglimpf gwesen, den die heilig Notburg leiden hat müssen. Drum hat unser Herrgott zur Straf söllene Täg hergmacht wie bei der ägyptischen Finsternis.“

„Ja!“, pflichtete der Bauer bei. „Und die Unschuldigen müssen mitleiden. 's ganze Heu is mir versaut.“

„Michel, tu dich net unchristlich äußern!“, mahnte das Weib. „Unser Herrgott wird schon d' Heiden von die Christen ausanand halten.“

Toni, dem die Fäuste zitterten, war einem Wutausbruch nahe. Da flog ein greller Schein über die Fenster, und ein dumpfes Rollen ging durch die Luft. „Mar' und Joseph! 's Wetter kommt!“ Wie ein Narr sauste Toni der Straße zu. „Miserablige Bagasch überanand!“

Noch fiel kein Regen. Doch immer wieder flackerte im trüben Morgen das grelle Leuchten auf, und die Berge dröhnten vom Widerhall des Donners. Der sausende Wind fing in Wirbeln zu stürmen an, und eine Jagd von braunen Staubwolken fuhr über die Wiesen hin.

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