Ludwig Ganghofer

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Ludwig Ganghofer - Der Unfried

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      Ludwig Ganghofer
         Der Unfried
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Kapitel 7

Der Morgen graute vor dem kleinen Kammerfenster, als Karli durch ein Pochen an der Tür geweckt wurde. "Ja? Was is denn?" Er rieb sich die Augen.

Götz streckte den Kopf herein. "Ich bin's! Guten Morgen! Gelt, versäum Dich net!" Ohne eine Antwort abzuwarten, zog er die Tür wieder zu, um seiner Arbeit nachzugehen.

Eine Viertelstunde später war Karli fertig. Wenn er meinte, dass ihm die Uniform der Schweren Reiter nicht übel stände, so war das keine ungerechtfertigte Eitelkeit. Das lichte Blau mit den hochroten Aufschlägen passte prächtig zu seinem frischen, sonnverbrannten Gesicht mit dem sauber gescheitelten Braunhaar. Der knappe Waffenrock gab ihm eine stramme Haltung und hob den Wuchs seines kräftigen Körpers. An dem Tuch war kein Stäubchen, und alle Knöpfe funkelten. Karli warf noch einen letzten zufriedenen Blick in den kleinen Spiegel, setzte achtsam die steife Mütze übers Haar und stapfte sporenklirrend zur Kammertür hinaus. Es ist nicht zu leugnen: Er fühlte sich ein bisschen als Held. An Kunis Stübchen war die Tür offen, und man sah das leere Bett. Karli zog verwundert die Brauen auf; sonst war die Kuni doch keine Freundin von frühem Aufstehen. Unbehaglich war ihm der Gedanke, dass er das Mädel drunten im Flur oder im Hof treffen würde. Ganz erspart konnte ihm die Begegnung freilich nicht bleiben; aber wenn es schon sein musste, dann wenigstens später, nur jetzt nicht, wo er es so eilig hatte, hinaus ins Binderholz zu kommen. Er atmete erleichtert auf, als er den Zaun erreichte, ohne Kuni gesehen zu haben. Wo sie nur stecken mochte? Aber was kümmerte das ihn? Er pflückte, als er am Garten vorüber kam, eine feuerrote Nelke, steckte sie hinters Ohr und wanderte in den schönen Morgen hinaus.

Über dem weiten Tal lag noch das zarte, glanzlose Frühlicht. Die Nebel der Nacht waren schon in Luft zerronnen; nur aus feuchten Wiesen stiegen noch einzelne Streifen und schwebten langsam gegen den steilen Bergwald, über dem auf allen kahlen Felsen schon der rosige Widerschein der steigenden Sonne glühte. Immer tiefer senkte sich der helle Glanz dem Tal entgegen, und als Karli den Wald betrat, blitzten schon die ersten Goldstrahlen durch die Wipfel der leise rauschenden Bäume.

Lautlos schritt er über den moosigen Weg. Kleine Vögel flatterten vor ihm auf, und rings um ihn her war ein vielstimmiges Wispern und Zwitschern. Im tieferen Hochwald gurrte eine wilde Taube, und vom nahen Berghang hallten die Schläge einer Axt. Jetzt traten die Bäume auseinander, und zwischen den braunen Stämmen gewahrte Karli den hohen, dicht gefügten Zaun, der das Besitztum des Bygotters umzog. Unschlüssig blieb er eine Weile stehen, dann ging er auf das Tor zu. Es war von innen verriegelt. Mit beiden Händen rüttelte er, die Bohlen rührten sich nicht. Er lauschte. Aus Haus und Hofraum war kein Laut zu vernehmen. Ratlos guckte Karli herum. Beim Anblick einer alten, bis zur Erde belaubten Buche fand er einen helfenden Gedanken. Doch seine Augen glitten mit Besorgnis über die saubere Montur. Schließlich siegte die Sehnsucht über die 'Propridöt', und mit raschen Griffen zog er sich an der Buche über Äste und Äste bis zur Krone hinauf, deren Laubwerk ihn verbarg und ihm doch genügenden Ausblick gewährte. Am Haus, dessen Tür geschlossen war, vermochte er nichts Auffälliges zu beobachten. Inmitten der Wiese aber bemerkte er was Neues und Seltsames. Ein großer, viereckiger Raum war vom Gras befreit, mit feinem Sand glatt überdeckt und von weißen, eng nebeneinander in die Erde gesteckten Stäben umgrenzt, die gegen das Haus einen schmalen Durchgang ließen. In diesem Raum erhob sich ein tischartiger Aufbau aus sorgsam aneinander gefügten Steinbrocken, über denen eine roh behauene Felsplatte ruhte, in der Mitte wie von Ruß geschwärzt.

Während Karli noch das seltsame Ding beschaute und erfolglos sann, wozu es dienen könnte, öffnete sich am Haus die Tür, und der Bygotter trat auf die Schwelle.

"Ah, Narr! Was is denn jetzt dös für an Aufzug?", murmelte Karli, als er des Alten ansichtig wurde.

Der trat ins Freie, während seine unheimlichen Augen den Hofraum überflogen. Leicht rührte sich im Wind sein mächtiger, silbergrauer Bart, der sich in der Farbe nur wenig von der absonderlichen Kleidung abhob, die der Bygotter trug. Von den eckigen Schultern hing ihm, aus gebleichter Leinwand gefertigt, bis auf die Knie ein Gewand herunter, das halb einem Talar und halb einem Fuhrmannshemd glich; die Ärmel reichten den dunkelbraunen fleischlosen Armen kaum bis an die Ellbogen. Um die Beine schlotterte ihm eine weite Hose von gleichem Stoff. Die Füße waren nackt, und statt eines Hutes trug er eine weiße Binde, die um den Kopf gebunden war.

Wäre Karli bibelkundiger gewesen, als er war, ihm hätte beim Anblick des Alten jene Stelle aus dem Buche des Propheten Hesekiel einfallen müssen, an der es von den Leviten, den Söhnen Zadoks, heißt: 'Sie sollen zu meinem Heiligtum kommen und sollen meinem Tisch nahen, mir zu dienen und meinen Dienst zu besorgen. Und wenn sie eingehen in die Tore des inneren Vorhofs, sollen sie leinene Kleider anziehen, und nicht soll Wolle an sie kommen, während sie mir dienen. Leinene Kopfbinden sollen auf ihrem Haupt sein, und leinene Beinkleider an ihren Lenden.'

So wunderlich auch der Bygotter anzusehen war, Karli verlor doch alles Interesse an ihm, als Sanni hinter dem Alten aus der Haustür trat. Heftig fing ihm das Herz zu pochen an, und fast hätte er auf seinem lustigen Sitz den Halt verloren, so hastig reckte er sich, um im Laub eine Lücke zu finden, die ihm einen ungeschmälerten Anblick der Geliebten gönnte. Sie schien, seitdem er sie nicht mehr gesehen hatte, größer und voller geworden. Trotz des ärmlichen Kleides, das sie trug, meinte er sich was Schöneres nicht denken zu können, als das liebe, feine Mädel da drüben. Und es schnitt ihm in die Seele, als er ihr Gesicht so blass und traurig sah. Und was hielt sie denn nur auf dem Arm? Das sah sich an wie eine hölzerne Schüssel. Und in der anderen Hand? Das war ein Bündel aus Holzspänen und kleinen Scheiten. Nun folgte sie mit gesenktem Kopf dem Vater, der sich jenem Geviert in der Wiese näherte. Der Bygotter hielt vor den weißen Stäben, nahm Schüssel und Späne aus Sannis Händen und gab ihr in hartem Ton eine Weisung. Verschüchtert blickte sie zu ihm auf und kniete außerhalb des umhegten Raumes auf den Boden nieder. Ihr Vater trat in das Sand bestreute Geviert, schichtete über der Felsplatte aus den Spänen und Scheiten einen kleinen Stoß und steckte ihn auf eine seltsame Weise in Brand. Als die Flammen züngelten, goss er unter murmelnden Worten den Inhalt der hölzernen Schüssel in das Feuer.

Karli, dem der leichte Wind den Rauch entgegen trieb, glaubte den Geruch von verbranntem Fett zu spüren. "Mar' und Josef! Mir scheint ja gar, der tut an Opfer halten? Ganz nach'm alten Testament!" Er sah mit großen Augen zu, wie der Bygotter sich vor dem Steinbau niederwarf und die Stirn auf die Erde drückte. Als auch Sanni mit sichtlichem Widerstreben dem Beispiel des Vaters folgte, ballte Karli die Faust. "Meintwegen kunnt er treiben, was er mag! Wann er nur dös arme Madl aus'm Spiel lassen tät!"

Da richtete der Alte sich wieder auf. Mit starren Augen zum sonnigen Himmel blickend, breitete er die Arme.

"Der ganze Abraham! Bloß der Hammel geht ihm noch ab!"

Karli vernahm die raue, rollende Stimme des Bygotters, der mit leidenschaftlichen Lauten empor sprach in die Lüfte: "Im wehenden Rauche, Herr, steigt mein Gebet zu Dir hinauf. Lass mich Deine Stimme wieder hören, dass ich den Weg finde, so der Weg Deines Willens ist. Ich bin Dein Knecht. Du willst nicht, dass ich mich umsonst gemüht habe und meine Kraft vergeudet um nichts. Sende mir den Schall Deines Mundes, auf dass ich ausgehe, die Finsternis zu zerstreuen! Mache meine Zunge gleich scharfem Schwerte, und mit den Schatten Deiner Hand bedecke mich!"

So unbehaglich es Karli um Sannis willen zumut war, jetzt musste er sich Gewalt antun, um nicht laut zu lachen. Es lag nicht in seiner Natur, weiter zu denken, als Ohr und Auge reichten. Sonst hätte er das unheimlich Drohende empfinden müssen, das aus diesem Vorgang redete. Auch mit dem Sinn der Worte, die er hörte, machte er sich wenig zu schaffen. Sie waren eben sinnlos für ihn. Und das Äußerliche dieser Sprache hatte etwas von dem lächerlichen Pathos und dem kauenden Ton, mit dem ein schwerhöriger Bauer, für dessen Zunge das Hochdeutsch eine Arbeit bedeutet, seinem frommen Herzen in einsamer Sonntagsstunde eine Seite aus dem Gebetbuch vorliest.

Als der Bygotter verstummte, bleib er regungslos mit ausgebreiteten Armen stehen und starrte in die Höhe, als erwarte er eine Stimme aus den Lüften oder ein Zeichen am Himmel. Dann riss er, wie in ausbrechender Wut, am Hals sein Gewand entzwei, schlug mit den Fäusten die entblößte Brust und schrie: "Er hört mich nicht! Will nicht hören das Rufen meiner Seele! Nicht riechen den Rauch meines Brandes! Nicht sehen die Flamme meines Feuers! Ekel und Aas ist ihm mein Opfer!" Mit beiden Händen griff er in das verglimmende Feuer, und unter keuchenden Worten schleuderte er die halbverkohlten Scheite und die mit Funken gemischte Asche nach allen Seiten auseinander.

"Vater! Vater!", jammerte Sanni und sprang in zitterndem Schreck auf den Alten zu. Der schien beim Anblick seines Kindes wie aus einem Traum zu erwachen. Schlaff sanken ihm die Arme, und ein heftiges Zittern befiel seine hohe, magere Gestalt. Mit glühenden Augen starrte er in das bleiche, von Angst verwirrte Gesicht seiner Tochter. Nun streckte er die Hand, spannte die knöchernen Finger um Sannis Arm, und während er den flackernden Blick zum Himmel hob, klang es in dumpfen Lauten: "Es geschah nach diesen Dingen, dass der Herr ihn versuchte. Und Gott rief ihn bei seinem Namen. Und da sprach er: Hier bin ich!" Wieder spähte der Bygotter in Sannis Gesicht. "Komm!" Mit beiden Händen fasste der die Hand der Tochter und führte sie langsam ins Haus.

Dem Burschen in der Buchenkrone war zumut, er wusste nicht wie. Nun war ihm doch das Lachen vergangen. Was er zu dem seltsam erschreckenden Auftritt denken sollte, wusste er freilich nicht. Er fühlte nur die drückende Angst, die in seinem Herzen um Sanni erwacht war. Mit Worten konnte er sich nicht sagen, was er für das Mädel besorgte. Aber von einem Narren war alles zu befürchten. Denn dass der Bygotter ein Narr wäre, das war für Karli eine unbezweifelbare Sache. "Der is ja ganz verruckt! Der gehört hinter Schloss und Riegel!"

Ratlos guckte er über die Wiese hin, über den verlassenen Altar und über die im Gras zerstreuten Kohlenreste, von denen noch einige in dünnen Fäden rauchten. Er hatte dabei so viel mit seinen langsamen Gedanken zu schaffen, dass er nicht merkte, wie schnell die Zeit verging. Schließlich zog er aber doch die Uhr hervor und erschrak, weil sie die neunte Stunde zeigte. Er wollte hinunterklettern. Da wurde am Bygotterhäuschen die Tür geöffnet. Heiß fuhr ihm das Blut ins Gesicht, als er Sanni mit dem hölzernen Wassereimer über die Schwelle treten und um die Hausecke verschwinden sah. Seine langsamen Gedanken bekamen flinke Beine. Er hatte es gleich heraus, dass Sanni zum Brunnen ging, der hinter dem Haus war, im entlegensten Winkel des Gartens, gegen die Fenster gedeckt durch die Stämme und das wirre Efeugeschling der alten Bäume, die das Dach beschatteten. Jede Spur von Rücksicht auf die schöne Montur war vergessen. Mit hurtigem Rutsch erreichte er den Boden, rannte an der Umfriedung entlang und schwang sich auf die Schneide des Zaunes. Das ging ohne Geraschel nicht ab. Sanni, die am Brunnen auf die Füllung des Eimers wartete, blickte erschrocken auf und tat einen leisen Schrei, als sie auf der Höhe des Zaunes die himmelblaue Gestalt erscheinen sah. Sie hatte den Burschen schon erkannt, noch bevor ihr Karli mit leisen Worten zurief: "Musst net erschrecken, ich bin's, der Karli!" Das Erkennen schien ihren Schreck noch zu mehren. Abwehrend streckte sie die Arme, als Karli nieder glitt ins Gras und zu ihr hin sprang. Während er mit glücklichem Lachen ihre Hände fasste, bewegte Sanni wortlos die Lippen und kein Tropfen Blut war in ihrem Gesicht.

"Geh, Du Hascherl, Du arms!", flüsterte Karli. "So viel erschrocken bist? Aber schau, ich hätt net fort können, ohne dass ich Dir's gsagt hab: Dass ich einrucken muss, auf vier Wochen zu die Manöver."

"Karli, um tausendgottswillen!", stammelte sie. Eine namenlose Angst redet aus ihren großen, blauen Augen, die in ruheloser Hast zwischen dem Burschen und dem Haus hin und her huschten. "Wann Dich der Vater sieht! Du kennst ihn net, er kann zum Fürchten sein!" Ein Schauer überflog ihre schmalen Schultern.

"Fürchten? Ah na! Ich fürcht kein' Menschen net, und schon gewiss net, wann's um deintwegen is!"

"Karli, schau doch, schier kein' Herzschlag spür ich nimmer vor lauter Angst! Du kannst net denken, wie der Vater is! Und jetzt grad, in der Stuben drin, da hab ich bei Blut und Leben beschwören müssen, dass -" Sie verstummte, und brennende Röte flog über ihre schmächtigen Wangen. Flehend sah sie zu ihm auf: "Tu's mir z'lieb, Karli, und geh!" Mit zitternden Händen schob sie ihn von sich.

"Alles tu ich, was d' haben willst," sagte er, unwillkürlich ein bisschen angesteckt von Sannis Angst, "aber z'erst muss ich wissen, ob Du a bissl an mich denken magst, derweil ich fort bin?"

"Gwiss, Karli, in jeder Stund, hundertmal in jeder Stund!"

Da wurde es ihm schwer, einen Jauchzer zu unterdrücken. Er streckte die Hände, fasste Sanni am Kopf und zog die Widerstrebende an sich.

"Susanna!", tönte hinter dem Haus die zornige Stimme des Bygotters.

Erbleichend stieß Sanni den Burschen von sich. Und Karli gewann mit flinken Sprüngen den Zaun. Rascher, als er vom Wald hereingekommen, stand er wieder draußen unter den Bäumen, mit dunkelrotem Gesicht, mit hämmerndem Herzen, lauschend unter fliegenden Atemzügen. Er hörte den Schritt des Bygotters näher kommen und hörte Sannis tonlose Timme: "Ich komm schon, Vater!"

"Susanna? Was hast Du? Warum zitterst Du? Warum bist Du so blass?"

"So viel erschrocken bin ich. A Wiesel is aus der Hecken aussigfahren."

"Närrin! Ein Tier ist Gottes Werk wie Du und ich."

Karli hörte die Schritte der beiden sich entfernen. Erleichtert atmete er auf, setzte die verschobene Mütze zurecht, klopfe den Rindenstaub von der blauen Montur und rannte davon. Er kehrte nimmer auf die Straße zurück, sondern suchte durch Birken- und Weidengebüsch den nahen Fußpfad zu gewinnen, der sich bis in die Nähe des Dorfes immer am Ufer des Baches hielt.

Zufriedenheit lachte in seinen Augen. Als er die Ereignisse der letzten Minuten noch einmal an sich vorüberziehen ließ, schien sich diese Zufriedenheit merklich zu mindern. "Dös armselige Bussl hätt ich ihr allweil noch auffipappen können, auf die einzige Sekund wär's nimmer ankommen!" Er machte eine verdrießliche Miene zu der Erfahrung, dass sich die besten Einfälle immer zu spät einzustellen pflegen. Dann dachte er an alles andere, und da war er gleich mit sich darüber einig, dass irgend etwas zur Erlösung Sannis geschehen müsste. Bevor er aber noch ausdenken konnte, was da zu tun wäre, fiel es ihm wieder ein, dass jede Maßregel gegen den Bygotter auch auf Sanni eine böse Wirkung üben würde. Da war es eigentlich seine Pflicht, von allem zu schweigen, was dieser Morgen ihm verraten hatte. Wenn die frommen Seelen des Dorfes oder der Hochwürdige im Pfarrhof von diesem heidnischen Treiben erfahren würden, das müsste einen schönen Spektakel absetzen, aus dem der Bygotter wohl kaum mit heiler Haut entrinnen möchte. Dem Burschen schauderte bei dem Gedanken, was ein unvorsichtiges Wort da heraufbeschwören konnte. Aber dem Götz durfte er sich ohne Sorge anvertrauen; der würde auch sicher einen guten Rat in dieser verzwickten Geschichte finden.

Unter solchen Gedanken hatte Karli den väterlichen Hof erreicht und sah den Götz vor dem Zauntor stehen. Der Knecht schien ihn mit Ungeduld erwartet zu haben. "Bub? Wo bleibst denn so lang? Jetzt hast aber Zeit! Bis zur Station aussi zieht sich der Weg. Länger als a halbs Stündl därfst Dich nimmer verhalten, sonst versäumst den Zug und ruckst am End gleich mit Straf bei Deiner Schwadron ein."

Karli sah, dass im Hof schon die leichte Einspännerkutsche von Stoffel in Bereitschaft gesetzt wurde, während unter der Stalltür der Martl mit der Frage erschien: "Was is? Soll ich einspannen?"

"Es is noch Zeit. Aber den Schimmel kannst derweil anschirren!" Götz wandte sich wieder zu Karli. "No? Weil gar so lang ausblieben bist, mein' ich, wirst doch ebbes ausgricht haben?"

"Für heut bin ich zfrieden!", lachte Karli und wollte seinen flüsternden Bericht beginnen, als er Kuni aus der Haustür treten sah. Merkwürdig! Während des ganzen Morgens hatte er mit keinem Gedanken mehr an Kuni gedacht. Jetzt stieg ihm das Blut ins Gesicht. Doch er schmunzelte. "Du, Götz, pass auf, was ich Dir alles verzählen muss! Aber jetzt muss ich z'erst um meine Sachen schauen. Wir zwei haben noch Zeit mitanand, Du fahrst mich doch in d' Station aussi, gelt?"

"Dös is gwiss!"

"No also, nacher richt ich mich zamm derweil." Steif erhobenen Kopfes stelzte Karli zur Tür.

Kunis Gesicht war nicht so frisch und rosig wie sonst. Ein müder Zug lag um ihren Mund, und leichte Blässe deckte die Wangen. In den Augen war ein unruhiges Funkeln, das sich dämpfte, als Karli näher trat. Freundlich, mit wohlwollendem Lächeln, empfing sie den Burschen. Und heiter schalt sie ihn wegen seines befremdlichen Ausgangs und wegen seines verspäteten Heimkommens.

Er redete sich auf die 'guten Kameraden' aus. Ohne ihr ins Gesicht zu sehen, drückte er sich an ihr vorüber und guckte in die Stube, die er leer fand. "Wo is denn der Vater?"

"Fort is er, an notwendigen Gang hat er ghabt."

"Ah was, notwendig! Hätt auch daheim bleiben können, wann er weiß, dass ich fort muss auf vier Wochen."

"No schau, schier die gleichen Wort hat der Vater gsagt: Hätt auch daheim bleiben können, der Sakrabub, am letzten Tag!"

Gegen die Logik dieser Erwiderung fand Karli nichts einzuwenden. Ärgerlich stapfte er über die Treppe hinauf.

Kuni sah ihm nach. Während ihr Blick seine schmucke Gestalt verschlang, erschien in ihren Zügen ein Ausdruck wie Bedauern, fast wie quälender Ärger über irgend etwas, das nun nicht mehr ungeschehn zu machen war. Als aber Karli droben verschwand, kehrte sie sich trotzig auf den Hacken um und drückte den Kopf in den Nacken. "Ah was! Mag's gehn, wie's geht!"

Karli hatte seine Kammer erreicht. Eilfertig packte er alles, was für die Reise nötig war, in eine kleine hölzerne Truhe. Dabei dachte er an die eben überstandene Begegnung mit Kuni, kam von einem Gedanken auf den anderen, und so lebte der ganze vergangene Abend wieder in ihm auf. Und da kam es ihm vor, als wäre die merkwürdige Fürsorge, die sein langes Verweilen in der Stube gestern bei Kuni erweckt hatte, einer genaueren Untersuchung wert. Kritisch überdachte er Kunis Verhalten während der letzten Wochen; er hielt sich vor Augen, wie sie die Nachricht von seiner Einberufung aufgenommen hatte; es fiel ihm ein, dass es Kuni gewesen, welche die kleine Kneiperei am vergangenen Abend veranlasst hatte; er besann sich auf die Emsigkeit, mit der sie sein Glas gefüllt; er dachte an die etwas luftige Tracht, in der sie vor ihm gestanden; er wiederholte sich jedes ihrer Worte; und während er so sann und dachte, ging ihm - langsam, aber doch - nicht nur ein Kerzenlicht, sondern gleich ein Großfeuer auf. "Jetzt da schau! Dös is aber eine!" Er hatte wohl seine kleine Portion Eitelkeit; die reichte aber nicht aus, um alle Beweggründe für Kunis angelnde Pläne nur in seiner eigenen Unwiderstehlichkeit zu finden. Der schöne Pointnerhof und soundso viel Tagwerk Wald und Wiesen! Das war's! "Ah, da legst dich nieder!" Und wie schlau sie das eingefädelt hatte! Da wurde zuerst der Bauer verhätschelt und verwöhnt, dann der heiratsfähige Sohn ins Netz gesponnen. Aber sein guter Schutzengel war denn doch noch schlauer gewesen. Freilich, sie hatte es geschickt verstanden, sich den Rückzug zu decken. Das musste Karli zugestehen. "Beweisen kann ich ihr allweil nix. Aber es is bloß, dass man sich auskennt! Und unter vier Augen sag ich ihr schon 's richtige Wörtl!"

Mit dieser Absicht schloss er seine kritische Tätigkeit, fasste die Truhe bei den eisernen Henkeln und trug sie hinunter in den Hof, wo er sie dem Stoffel zur Verladung auf die Kutsche übergab. Während er über die Treppe hinunter gestiegen war, hatte ihm Kuni aus der Küche zugerufen, dass er zum Frühstück kommen möchte. Sehr vergnügt - er fühlte sich nun als Herr der Situation - betrat er die Stube. Da dampfte auf dem Tisch schon die Kaffeeschüssel zwischen zwei faustgroßen Semmeln. Er rückte in die Bank und blickte lustig blinzelnd zu Kuni auf, die einen Löffel aus der Lade nahm und dazu sagte: "Der Kaffee wird nimmer gut sein, drei Stund lang steht er schon in der Röhren drin."

"No, weißt, a gsunder Hunger und a guts Gwissen, da schmeckt eim alles!" Karli lachte. Es war ein herausforderndes Lachen.

Kuni machte die Augen klein, und etwas Drohendes zuckte um ihren Mund. Schweigend wandte sie sich ab und legte sich mit den Armen in die Fensternische.

"Was is denn, siehst noch nix vom Vater?", fragte Karli.

"Na! Aber ich mein', jetzt kunnt er bald da sein. Dös heißt, ich kann mich täuschen auch."

"Täuschen? Warum? Tust denn Du Dich gar so leicht täuschen?"

Kuni sah ihn so harmlos verwundert an, als könnte sie mit dem besten Willen nicht verstehen, was der stichelnde Ton seiner Worte bedeuten sollte. "Täuschen? Wieso? Was meinst denn da?"

"Geh! So a gscheits Madl wie Du! Dös versteht schon, was einer meint!" Karli schmunzelte. "Aber was is denn mit demselbigen Andenken, dös mir anhängen hast wollen? Weißt, dass ich auf'n Pointnerhof net vergessen sollt? Und auf seine Leut?"

Kuni biss sich auf die Lippe. Sie schien an dieses im Übermut gesprochene Wort nicht mehr gedacht zu haben. Als wäre nun die Reihe zu sticheln an ihr, so fein und spitzig sagte sie über die Schulter: "Jetzt lasst aber bei Dir der Verstand a bissl aus! Ich hab dir doch gestern gsagt, dass man für so ebbes brav sein muss. Und gar so brav, mein' ich, bist net gwesen."

"Ah ja! So brav, wie Du gmeint hättst, dass ich sein sollt, bin ich freilich net gwesen."

Da stand sie mit blitzenden Augen vor ihm. Und sagte in Zorn: "Jetzt fang ich erst zum merken an, was Dein gspassigs Reden eigentlich bedeuten will? Mir scheint gar, Du bildst Dir ein -" Sie brach in Gelächter aus, trat auf Karli zu und fasste ihn mit derber Hand beim Schopf. "Was fang ich denn an mit Dir? Du Grashupferl, Du dalkets! Jetzt den schau an! Was der sich einbildt!"

"Geh, Du, hör auf mit Deine Spombanaderln!", brummte Karli, während er sich etwas unsanft von Kunis Hand befreite. "So kannst mit eim Bübl reden, dös noch aufs Millipfandl ansteht, aber net mit mir! Wir zwei haben ausgscherzt mitanand!"

"Ja, recht hast, dass sich der Ernst bei so ebbes besser für mich schicken tät!", fiel Kuni mit scharfer Stimme ein. "Aber Du, mein' ich, kannst zfrieden sein, dass ich die Sach von der gspassigen Seiten nimm und Deim Vater nix sag davon. Wie Du Dich aufgführt hast und jetzt wieder aufführst, dös passt sich in gar keim Fall net. Am allerwenigsten mir gegenüber, zu der bald Mutter sagen musst. Verstehst?"

Dem Karli blieb der Bissen im Hals stecken. Er würgte und schluckte. Während er sich mit den Armen in die Höhe stemmte, sah er Kuni erschrocken an.

Ein grausames Lächeln zuckte um ihren Mund. "No also? Gelt? Da schaut sich jetzt die Sach doch a bissl anders an? Wie der Pointner gmeint hat, hättst es freilich erst erfahren sollen, wann von die Manöver zruck kommst. Aber jetzt hab ich Dir's sagen müssen. Denn von einer, die Tag und Nacht schon an nix als an d' Hochzet denkt, von so einer wirst net glauben, sie kunnt noch Augen auf an andern haben? Gar auf ihrem Hochzeiter sein' halb gwachsenen Buben!"

Verstört irrten Karlis Augen durch die Stube. "Vater? Wo is der Vater?"

"Fort is er. Zum Pfarr auffi. Völlig pressieren tut's ihm, dass wir in der Kirch verkündt werden mit anand, ich und Dein Vater."

"Du! Im guten sag ich Dir's: Den Vater lass aus'm Spiel!" Seine Stimme schrillte. "Und überhaupt, jetzt hab ich's gnug! Die ganze Narretei!" Mit zornrotem Gesicht und geballten Fäusten trat er vor Kuni hin, die ruhig zu ihm aufsah. "Oder meinst am End, dass heut schon Fasnacht is?"

Da ließen sich rasche, trippelnde Schritte vom Flur vernehmen. Lauschend hob Kuni den Kopf. Dann sagte sie: "No also, frag halt den Vater, wie lang noch hin is bis auf d' Fasnacht."

Der Pointner in seinem Sonntagsstaat erschien auf der Schwelle. Er guckte drein, als hätte er das Räuschl vom vergangenen Abend noch nicht völlig ausgeschlafen. Als er den Sohn gewahrte, lachte er gezwungen: "Ah, da schau, da bist ja noch! Grad freuen tut's mich -" Er wurde still. Karlis Aussehen mochte ihm zu denken geben. Mit scheu verlegenem Blick, aus dem kein gutes Gewissen sprach, betrachtete er die beiden, die in der Stube standen. "Was is denn?" Er drückte hinter sich die Tür zu und gab sich alle Mühe, ein lustig verwundertes Lächeln zu zeigen.

Karli streckte die Arme. "Vater! Tu kein' Schritt net weiter, eh mir net gsagt hast, ob dös wahr is?"

Da schien dem Pointner schwül zu werden. Er blies die Backen auf, nahm den Hut mit den schweren Goldtroddeln vom Kopf und strich das Haar in die Stirn. Hilflos schielte er zu Kuni hinüber und greinte: "Jetzt hast mir's heilig versprochen - und jetzt hast es ihm gsagt!"

Kuni drehte ihm den Rücken zu.

Einen Augenblick war's mäuschenstill in der Stube. Dann stürzte Karli mit heiserem Schrei auf den Pointner los und packte den erschrocken Lallenden an der Brust. "Vater!" Er rüttelte und schüttelte ihn, als hätte er einen Berauschten vor sich, den er gewaltsam zu nüchterner Besinnung bringen müsste.

Da wurden seine Arme niedergeschlagen, und ein grober Stoß warf ihn beiseite. Keuchend richtete er sich auf und sah, wie Kuni vor den Pointner hintrat, dem unter Karlis Fäusten Hören und Sehen vergangen zu sein schien. Und während der Alte, Angst und Zorn in dem schlotternden Gesicht, unter schnaufenden Atemzügen an seiner zerrauften Hemdbrust nestelte, sagte Kuni mit ehrlichem Zorn: "Bist a Mensch von Fleisch und Blut? A Mensch, der Hand anlegt an sein' leiblichen Vater?"

Karli war mauerbleich geworden. Er stand wie gelähmt. Nun schwellte ein würgender Seufzer seine Brust. "Der Herrgott soll's an meiner Hand net strafen, was ich verübt hab!" Er sah mit traurigem Blick den Vater an. "Ob mir's verzeihen kannst, will ich net fragen. Ich will Dir auch net reden von Deine Jahr und will net reden von mir, und dass ich Dich in Ehren ghalten und gern ghabt hab. Von gar nix will ich reden. Weil ich 's Recht zum Reden mit meine hitzigen Händ verspielt hab. Du bist der Herr im Haus und musst Dir selber sagen, was tun willst!" Die Stimme erlosch ihm.

"Na, Karli, schau, lass mit Dir reden!", stammelte der Pointner, dem der Kummer seines Buben ins Herz zu greifen schien.

Karli hörte nicht auf die Worte des Vaters. Er wandte sich zu Kuni, die ihm hart in die nassen Augen sah. "Jetzt hat's freilich den Anschein, als ob ich der einzig wär, der sich täuscht hat. In Gott's Namen, soll's sein, wie's will, ich wünsch Dir a Leben, a langs. Aber so alt wirst net, dass ich Mutter sag zu Dir!" Am Pointner vorüber, der sich greinend die Haare kraute, ging Karli auf das Fenster zu, wo die Soldatenmütze lag. Da fiel sein Blick auf eine verblasste Fotografie, die in dünnem Goldrahmen an der Mauer hing. "Geh, Mutter," Karli wandte das Bild auf die Glasseite, "drah Dich um und mach d' Augen zu!" Da sprang die Kuni zu ihm hin, als wollte sie hindern, was er tat. "Ah so? Dös taugt Dir net, an was ich Dich jetzt gmahnt hab? Hast ja selber Mutter und Vater ghabt. Viel Ehr machst ihnen net. Freilich, sie werden Dich halt zogen haben darnach."

Kunis Gesicht verzerrte sich, und ihre Stimme grillte: "Du! Bring mei' Mutter net in d' Red! Und den net, der mein Vater war!"

"Du bringst ja d' Red von selber drauf! Man braucht nur merken, was Du für eine bist, so kann man's leicht erraten, was für an Acker Dich in d' Höh bracht hat!"

Erblassend sprang sie auf ihn zu, und während sich der Pointner scheltend zwischen die beiden zu drängen suchte, krampfte sie die Fäuste um Karlis Hand und krümmte ihm in sinnloser Wut die Finger. "Die Red nimm zruck! Leicht kunnt mich noch alles reuen. Aber die Red nimm zruck! Und wann ich Dir d' Finger brechen müsst - die Red nimm zruck!"

"Na! Und net a Wörtl nimm ich zruck! Kein Wörtl net!" Karli riss sich los, stülpte die Mütze übers Haar und ging zur Tür.

Nun schoss der Pointner auf ihn los. "Himmelsakra! Jetzt lass in Fried mit Dir reden!"

"Du bhaltst Dir ja Dein' Fried im Haus! Der Unfried bin ja ich. Und ich muss fort!" Karli war zur Türe draußen, ehe der Pointner ihn haschen konnte.

"Karli! Karli! Kreuz Teufel!", zeterte der Alte und rannte hinter dem Burschen in den Flur hinaus. Unter der Haustür bleib er stehen und wischte mit dem Ärmel über die Stirn. Er mochte wohl denken, dass es ihm wenig zieme, den häuslichen Streit vor die Augen der Dienstboten hinauszutragen; drüben bei der Stalltür sah er die Zenz und den Martl stehen, und während Stoffel die zwei Flügel des Zauntors auseinander zog, stand Götz vor der mit einem kugelrunden Schimmel bespannten Kutsche, zur Abfahrt fertig, Zügel und Peitsche in den Händen.

Mit Sorge musterte Götz das verstörte Gesicht des Burschen, der in Hast auf ihn zugeschritten kam. "He? Karli? Was is denn?"

"Zeit is, dass ich fort komm! Mach weiter, Götz! Mir brennt der Boden unter die Füß!"

Kuni erschien unter der Haustür, an der Seite des Pointners; ihre Augen überflogen den Hof; dann flüsterte sie dem Bauer was ins Ohr.

"Na! Und net um alles! Dös tu ich meim Karli net an!", wehrte sich der Pointner, um kleinlaut beizufügen: "Wann Du's haben willst, musst es ihm selber sagen!"

Mit scharfer Stimme rief Kuni in den Hof: "Du, Götz, der Bauer will haben, dass an andrer fahrt! Dich braucht er daheim bei der Arbeit."

"Aber Bauer! Was is denn?", fuhr der Knecht unmutig auf.

Karli riss ihm unter heiserem Lachen Zügel und Peitsche aus den Händen. "Man fürcht sich vor der Nachred, die wir zwei mitanand halten kunnten. Tu Dich bei der Herrschaft net verklampern wegen meiner! Dein Herr is der Bauer auf der Point. Pfüet Dich, Götz! An andern Fuhrmann brauch ich net! In der Station tu ich 's Ross zum Wirt eini. Da kannst es holen lassen!" Er sprang in den Wagen und ließ den Schimmel die Peitsche kosten, dass das erschrockene Tier mit fuchtelnden Hufen in die Höhe stieg. "Fort, Schimmel!" Mit schnatternden Rädern sauste die Kutsche zum Tor hinaus.

Götz, um dessen Mund sich ein hartes Lächeln legte, wandte langsam das Gesicht und sah zur Haustür hinüber. Kuni verschwand. Der Pointner humpelte über die Stufen herunter und kreischte hinter dem Wagen her: "Bub! Karli! Gelt, schau a bissl auf Dich, dass mir gsund wieder heimkommst!"

Drüben vor der Stalltür puffte die Zenz ihren Ellenbogen an Martls Arm und zischelte: "Da hat's ebbes geben!"

Martl spie durch die Zähne und schlurfte brummend in den Stall.

Am Zaun drückte Stoffel die Torflügel zu, warf die Quaste der Zipfelmütze von der einen auf die andere Seite und sang vor sich hin:

"'s Radl geht um und um,
Hurax dax do -
's Glück findt man über Nacht.
Ja, aber wo?"

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