Ludwig Ganghofer

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Ludwig Ganghofer - Der Unfried

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         Der Unfried
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Kapitel 6

Der Pointner täppelte zur Tür herein und greinte: "Karli, was sagst! Is denn dös ebba wahr, dass d' einrucken musst? Grad beim Nachbar drüben hab ich erfahren, das sein Bub den Gstellungsbrief kriegt hat, und da hab ich mir natürlich gleich denken können - na, na, so was!" Er zog sich einen Stuhl an seines Buben Seite, tätschelte ihm das Haar und begann ein Lamentieren, dass es schließlich dem Burschen zuviel wurde.

"Jetzt hör amal auf, Vater! Dein Jammern kann ein' ganz verzagt machen!", brummte er und rückte vom Stuhl auf die Bank. "Tust ja grad, als ob's bei mir schon ans Köpfen ging. In vier Wochen habts mich wieder daheim, und bis ich erst amal drinsteck in der blauen Montur, da gwöhn ich mich bald wieder eini."

"No ja," begütigte der Alte, "aber sag, wann musst denn schon fort?"

"Morgen auf Mittag."

"Was? So gschwind schon? Net amal an ganzen Tag mehr soll ich Dich haben?"

"Musst ihm halt den heutigen Abend noch recht schön machen!", meinte Kuni. "Sonst kunnt er bei seine lustigen Kameradschaften in der Stadt drin leicht auf'n Pointnerhof und seine Leut vergessen."

"Da hast recht, Kuni!", fiel der Pointner ein. "Bist halt allweil die Gscheidere! Tummel Dich, her mit die Glasln! Und hol a paar auffi aus'm Keller, a paar Glaschen Süßen!"

Er hatte kaum ausgesprochen, da standen die drei Gläser schon auf dem Tisch. Karli drehte sein Schnurrbärtchen und blickte zerstreut zu Kuni auf, die ihm zublinzelte, als hätte sie ihm mit ihrem Vorschlag eine ganz besondere Wohltat erwiesen. Während sie flink aus der Stube lief, begann der Pointner aufs neue sein Jammern, das Karli mit einer Frage nach Götz unterbrach.

"Was? Is Dir leicht Dein Vater net Gsellschaft gnug?", schmollte der Bauer. Aber gleich wieder lachte er. "hast schon recht! Wann's Dein' Abschied gilt, da därf der Götz net fehlen."

Karli erhob sich und trat in den finsteren Hof hinaus. Er hörte ein leises Klappern. Das klang, als würde eine Pfeife ausgeklopft. Im Dunkel sah er die glimmenden Funken zur Erde fallen.

"Götz?"

"Ja?"

Karli ging auf den Knecht zu, der auf dem Brunnentrog saß. "Geh, jetzt komm a bissl mit eini in d' Stub! Heut musst mir noch trinken helfen, zum Abschied. Morgen muss ich fort, einrucken ins Manöver!"

"So? Haben s' Dich erwischt?" Götz lachte.

"Mir scheint, Dich freut's, dass ich fort muss?"

Götz hatte mit seiner Pfeife zu schaffen. "No, weißt, plagst Dich ja viel. Bauernarbeit macht steif. Da kannst Dich bei die Soldaten grad wieder a bissl ausgliedern, bis d' heimkommst zur Holzarbeit."

"Deswegen wär's grad net nötig, dass ich fort müsst." Karli reckte die kräftigen Arme.

"Gehst leicht net gern?"

"Wie nur so fragen magst! Du, hätt ich mir denkt, Du kunntst es wissen. Bist ja der einzig, dem ich's gstanden hab, dass mir d' Sanni gfallt." Karli schwieg eine Weile; dann begann er in hast zu flüstern und erzählte von seinen nutzlosen Spaziergängen nach dem Binderholz. "Und jetzt, wo an unguter Zufall den weiß bartigen Unfried einigschneit hat zwischen uns, jetzt soll ich fort? Und gern auch noch?"

Da legte der Knecht seine Hand auf Karlis Schulter. "Freuen tut's mich, weil gräder gwachsen bist im Gmüt, als ich selber denkt hab. Du kannst fort gehn ohne Angst. Bleib nur Du fest bei der Stang! D' Sanni is eins von die feinen Rüterln, die 's Ducken und 's Biegen leicht vertragen, bis wieder die Zeit zum Aufschnaufen kommt. Ah na, musst Dich net kümmern! Seit ich weiß, dass um Dich selber kein Sorg net 'z haben is -"

"Sorg? Um mich? Hätt ich am End d' Sanni schon vergessen sollen, weil ich s' a paar Wochen net gsehen hab? Aber musst mir halt auch a bissl helfen. Wann ich fort bin, kunnt's ja sein, dass Dir d' Sanni amal in Weg kommt. Und wann ihr da sagen tätst, dass ich einrucken hab müssen -"

"Sag's ihr selber! Morgen in der Fruh! So viel Kurasch wirst doch haben, dass Dich einitraust ins Bygotterhäusl? Und a paar Wörtln wirst wohl anbringen können, dass d' Sanni weiß, wie s' dran is."

"Ja, Götz! Recht hast! Fressen wird er mich net gleich, der Alte!"

"No also. Und nacher schau Dir d' Sanni nur recht gnau an! Weißt, zur Wegzehrung für Deine vier Manöverwochen! Dass grad so wieder heimkommst, wie d' fort gehst. Schau, lass Dir's gsagt sein, Bub: Wann Dir in der Stadt drin so a Pflanzerl vor die Füß in d' Höh wachst auf'm Weg, lass d' Händ davon und denk ans Binderholz! D' Lustbarkeit is wie der Wein. Aber wie 's Quellwasser is d' Lieb. So a Krügl Wein leert sich gschwind, und hinterm Rausch kommt der schwere Kopf. Aber 's lautere Wasser is allweil der richtige Trunk, frisch und gsund. Und jetzt komm! Jetzt mach's mir selber Freud, dass ich auf Dein' Abschied a Glasl trinken kann."

Karli schmunzelte halb vergnügt und halb verlegen, als ihn Götz mit rauer Zärtlichkeit zur Haustür schob.

Schweigend betraten sie den Flur und hörten aus der Stube ein helles Lachen.

Der Pointner saß vor dem Tisch im Lehnstuhl, hemdärmelig, die Füße mit den großen Filzpantoffeln behaglich ausgestreckt. Die linke Hand hatte er auf dem Bäuchl liegen, mit der rechten hielt er unter schlürfendem Zug das Weinglas an den Lippen. Kuni stand vor ihm, stellte ein geleertes Glas neben die Weinflasche, wischte mit dem Arm über den Mund und guckte kichernd zur Tür. Als sie hinter Karli den Knecht in die Stube treten sah, furchte sie die Brauen. Die Gesellschaft, die Karli mitbrachte, schien ihr nicht zu taugen. Aber sie nickte den beiden freundlich zu: "So, seids schon da? Jetzt ruckts nur gleich hintern Tisch! Grad a Glasl muss ich noch holen. Und was meinst denn, Bauer, soll ich net noch a paar Flaschen auffitragen?"

"Da hast recht! Bringst halt drei oder viere! Heut lass ich was aufgehn. Meim Karli z'lieb is mir gar nix z'viel." Der Pointner griff nach der Flasche und füllte sein Glas.

Kuni hatte die Stube verlassen, und während Karli schon dem Vater gegenübersaß, stand Götz bei der Fensternische, in die er seinen Hut gelegt; sein sonst so ernstes Gesicht hatte noch immer das vergnügte, ein wenig spöttische Lächeln, mit dem er Kuni betrachtet hatte, als sie an ihm vorübergegangen war. Nun lachte er gar wie unter lustigen Gedanken halblaut auf.

"Was lachst denn?", fragte der Pointner. "Is da ebbes zum lachen dran, dass ich mein' Buben gern hab?"

"Ah na, mich freut's grad, wie sich die Kuni tummeln kann, wann's a richtige Arbeit gibt." Götz zog das Pfeifl aus der Joppe und näherte sich dem Tisch.

Der Pointner streckte sich und erwiderte befriedigt: "Gelt, siehst es bald selber ein, Du Thomas, Du ungläubiger! Aber natürlich, so a Heilige muss jeden Heiden bekehren." Und da begann er Kunis Lob zu singen, sprach von ihrer Sauberkeit, von ihrer Ordnungsliebe, von ihrer flinken unermüdlichen Fürsorge und malte in grauslichen Farben das jammervolle Leben aus, das ihm in seiner 'verlassenen Einschicht' beschieden wäre, wenn ihm der liebe Herrgott nicht die Kuni ins Haus geschickt hätte. Und als sie mit Glas und Flaschen in die Stube kam, fragte er scherzend, ob ihr im Keller drunten nicht das Ohr geklungen hätte.

"Ja, is schon wahr! Ordentlich gsaust hat's mir!" Sie sah ihn mit blinzelnden Augen an.

"Was! Gleich gsaust hat's?", kreischte der Pointner vergnügt, während er Kuni mit beiden Händen am Rock fasste. "Jetzt sagst mir aber gleich, auf was für einer Seiten?"

"Auf der linken natürlich! Gwiss habts recht gschimpft über mich?"

"Gschimpft! Was sagst, Karli? Natürlich! Gelt, Götz? Und wie gschimpft!" Der Alte platzte los, dass ihm die Backen dunkelrot anliefen.

Auch Kuni lachte, als sie die Gläser füllte. Plötzlich verstummte sie, zeigte ein ernstes Gesicht und griff nach ihrem Glas. "Jetzt is gnug mit die Dummheiten! Sonst möcht kein Mensch net glauben, dass 's heut an Abschied gilt. Geh, Bauer, nimm Dein Glasl und stoß mit an, dass Dein Karli nach vier Wochen a gsunds und glückseligs Heimkommen hat!"

"Bravo, Kuni, bravo!", schrie der Pointner und hob das Glas. "Wann keiner ans Richtige denkt, Du hast allweil Dein gescheids Köpfl in der Höh! Also, Karli, komm her! Und leben sollst tausend Jahr, und gut soll's Dir gehen, und alles soll Dir graten, was Dir einbildst, ja, und a Heimkommen sollst haben, a gsunds und glückseligs!" In Rührung stieß er sein Glas an die Gläser der anderen, verschüttete die Hälfte des Weines und goss den Rest mit hurtigem Ruck hinter die Zähne. Kuni und Karli lachten und tranken ihre Gläser leer. Götz nippte nur und schob das Glas vorsichtig in die Mitte des Tisches. Inzwischen hielt der Pointner schon wieder sein Glas der Kuni hin. "Mach weiter, schenk ein! An einzigs Glasl is mir z' wenig, wann's meim Buben sein Wohlsein gilt! Gelt, Bub, dös weißt, dass ich Dich gern hab! Und jetzt gehst fort, und vier Wochen soll ich Dich nimmer sehen!" die Stimme schlug ihm um; er schluckte.

"Aber Vater!", stotterte Karli. "Was machst denn für Gschichten! Vier Wochen, dös is doch kei' Zeit net, dass man so an Aufheben drum macht!" Unmutig warf er einen Blick auf Götz, der an seiner Pfeife schmauchte und den dünnen Rauchwölkchen nachschaute, die er gegen die Decke blies.

"So? Vier Wochen, meinst, is gar kei' Zeit net?", klagte der Pointner. "Natürlich, Du hast es lustig bei die Soldaten und bei der Manövergaudi! Aber ich! Ich muss daheim sitzen in der Einschicht -"

"Da, nimm Dein Glasl und trink!", mahnte Kuni, während sie dem gerührten Alten das neu gefüllte Glas unter die Finger schob. "Was machst denn beim Buben so an traurigen Abschied her! A lustige Stund musst ihm schaffen, dass ihm 's Fortgehn schwerer ankommt und dass 's ihn lieber wieder zruck zieht in d' Heimat!"

"Ja, Kuni, hast recht! Sollst gleich leben auch!", rief der Pointner, wischte sich mit der Linken den Schimmer seiner Rührung aus den Augen und hob mit der Rechten das Glas. "Lustig, lustig, sag ich! Lustigkeit is allweil besser als Traurigkeit. Ja, Karli, dös musst Dir merken! Drum lass Dir nix abgehn! Geld gib ich Dir mit, so viel, als d' magst. Und wann d' heimkommst, da kannst von mir haben, was Dir einbildst. Und wann d' meinst, es wär an der Zeit, so lass ich Dir gleich den Hof zuschreiben, dass ich amal mein' Fried hab. Und da kannst Dir eine aussuchen, wie 's Dir taugt. Aufs Geld brauchst net schauen, bloß aufs Gemüt. Ja, such Dir nur recht a saubere, die a Gsichtl hat, dass man gleich eini beißen möcht!" Dabei streckte er die Finger nach Kunis Wange, als hätte er seinem Buben zeigen wollen, welch eine Art von 'Gsichtl' er im Sinn hatte. Dass Kuni unwillig vor ihm zurückwich, das schien ihn nicht zu bekümmern. Behaglich ließ er sich in den Lehnstuhl zurücksinken und streckte die Füße.

Jetzt hatte auch Karli seine gute Laune wieder gefunden. Mit leuchtenden Augen lachte er den Vater an und hielt ihm das volle Glas entgegen.

"Gelt, jetzt kannst herheben!", kicherte der Pointner. "Aber hast schon recht! Komm, stoßen wir mitanander an in Lustigkeit! Und leben sollst, Du Sakra-Soldat! Und grad freuen tut's mich, dass ich Dich morgen wieder amal aanschauen kann in der blauen Montur! Ich bin ja selber amal Soldat gwesen, drei Monat lang, bis mir mein Vater selig an Ersatzmann kauft hat, weil er gmeint hat, dass mir 's Heiraten besser taugt als 's Exerzieren! Aber die drei Monat! Uiiiii! Kreuzfaxen!" Er leerte sein Glas, schnalzte mit den Lippen, und dann sprudelten ihm die schnurrigen Erinnerungen an seine kurze Soldatenzeit in langer Reihe über den redseligen Schnabel.

Lächelnd hörte Karli dem Vater zu; manchmal, wenn der Alte gar zu handgreiflich aufschnitt, reizte der Sohn noch durch zweifelnde Einwürfe die Phantasie des Erzählers. Dabei gerieten die beiden in einen Disput über das Soldatenleben von einst und jetzt. Als Karli dem Vater, der die gute alte Zeit verteidigte, mit dicken Trümpfen auf den Leib rückte, suchte der Pointner Hilfe bei Götz: "So red doch auch amal a Wörtl! War's ehnder net besser und lustiger? Du bist doch auch Soldat gwesen in meiner Zeit! Bei was für eim Regiment bist denn gstanden?"

"Beim achten."

"No also! Jetzt red!"

Das Gesicht des Knechtes hatte steinerne Züge. "Lass mich in Ruh! Mein Denken geht auf morgen und auf d' Arbeit. Wie kunnt ich an Zeugen machen für so an Unterschied? Ich weiß, wie's früher gwesen is, aber net, wie's heutigentags zugeht bei der Militari."

"Jesses na, Du Essighafen, Du alter! Bei jedem Wörtl treibst es, als ob mit Gewalt ebbes hergeben müsstest, was gern bhalten tätst."

Der Pointner lachte über seinen Spaß. Und Götz, der sich mit seiner Pfeife zu schaffen machte, atmete tief. Als er aufsah, begegnete er einem forschenden Blick aus Kunis Augen. Da fuhr es ihm heiß über die Stirn. Kuni verzog die Mundwinkel und beugte sich über die Näharbeit, mit der sie sich an des Pointners Seite zum Tisch gesetzt hatte. Götz hielt die Augen auf das Mädel geheftet; es war etwas halb Furchtsames, halb Feindseliges in seinem Blick, der allmählich einen seltsam verlorenen Ausdruck bekam; Götz mochte mit seinen Gedanken irgendwo sein, nur nicht am Tisch bei diesen drei anderen, am wenigsten bei dem rastlosen Geplapper des Pointners. Der schwatzte unermüdlich, und je eifriger er dem Glas zusprach, desto rosiger wurde seine Stimmung. Sich im Lehnstuhl dehnend, klatschte er die Hände ineinander: "Was? Geht's bei uns net lustig zu? A schöners Leben kann's nimmer geben als wie im Pointnerhof! Und da soll mir noch amal einer sagen, dass bei uns der Unfried daheim is!"

Kuni lachte trocken, zog die Unterlippe zwischen die Zähne und beugte sich über ihre nicht allzu emsige Nadel.

Auch Karli lachte. "Geh, Vater, was redst denn da? So ebbes sagt ja doch kein Mensch net!" Er blickte verwundert auf Götz, der sich erhoben hatte. "Was is denn? Sag? Du wirst Dich doch net schon schlafen legen?"

"Für mich is lang schon Zeit! Morgen muss ich bezeiten ins Holzerfeld. Da geht ich gern a bissl ehnder fort, dass ich wieder daheim bin, bis d' reisen musst. Gut Nacht mitanand." Götz hatte den Hut aus der Fensternische genommen.

"Aber so bleib doch noch a bissl sitzen!", grollte Karli. Hinter Götz hatte sich schon die Tür geschlossen.

"Lass ihn halt, wann er net bleiben mag, der Leimlippl, der langweilige!", schalt der Pointner, während Kuni sich aufrichtete, als wäre sie von einem unbehaglichen Druck befreit.

Karli runzelte die Stirn. "Geh, Vater, schimpfen musst net auf 'n Götz! Er plagt sich gnug für uns. Da kann man sich sein bissl Eigenheit schon gfallen lassen."

"No ja, is ja recht! Wir drei mitanand sind gnug zum Lustigsein! Gelt, Kunerl? Jetzt grad mit Fleiß! Jetzt bin ich grad recht lustig!"

Kuni schien die Worte des Bauern überhört zu haben. Mit nachdenklichem Blick hing sie an der geschlossenen Tür. Nun wandte sie das Gesicht gegen Karli; die Frage, die ihr auf der Zunge zu liegen schien, kam nicht über ihre Lippen; schweigend duckte sie den hübschen Kopf in den Nacken, zog die Schultern in die Höhe und beugte sich über ihre Arbeit.

Der Pointner stellte das geleerte Weinglas auf den Tisch und fuhr mit beiden Hädnen auf Kuni los. "Jetzt hör amal auf mit Deiner ewigen Stichlerei!"

"Aber, Bauer," lachte Kuni, deren nachdenkliche Stimmung verflogen war, "Du hast mich doch net in Dienst gnommen zum Muckenfangen?"

"Nix da! Jetzt heißt's lustig sein! Weiter amal mit dem Glump!" Dabei haschte der Pointner Kunis Arm und suchte ihr die Näharbeit zu entreißen.

Kuni wusste sich ihm lachend zu entwinden, und um dem Armbereich des Alten zu entkommen, rückte sie dicht an Kalris Seite, der ihre Partei mit den Worten ergriff. "Aber so lass doch 's Madl schaffen, wenn's schaffen will!"

"Natürlich, da hat man's wieder!", kreischte der Pointner. "Dös is doch gwiss, dass die Jungen allweil zammhelfen gegen an jeden, der in die verstandsamen Jahr is. Aber vorderhand bin ich noch der Herr im Haus. Und drum sag ich Dir's, Kuni, jetzt tust, was ich haben will, und da hockst Dich her und unterhaltst Dich mit mir, oder -" Schwerfällig erhob er sich und machte Miene, der Kuni in ihren Fluchtwinkel nachzurücken.

Sie warf ihr Nähzeug in die Fensternische und lachte: "Ja, ja, in Gottes Namen, ich tu Dir schon Dein' Willen! Aber niedersetzen musst Dich und musst mir mei' Ruh lassen!"

"No also, nacher is recht! Und da ruckst jetzt her!" Der Pointner ließ sich in seinem Lehnstuhl zurücksinken, und vor Freude darüber, dass er seinen 'verstandsamen' Willen durchgesetzt hatte, glänzten ihm die runden Backen. Er hub sein Kichern und Schwatzen an, leerte ein Gläschen ums andere, erzählte Schnurren über Schnurren und stritt sich über die Wahrheit seiner Geschichten bald mit Karli und bald mit Kuni, die unermüdlich die Gläser füllte und Karlis Glas mit besonderer Aufmerksamkeit bedachte; dazu scherzte und plauschte sie, dass nicht nur der Pointner in Seligkeit zerfloss, sondern auch Karli an ihrer lustigen Art Gefallen fand. Die Unterredung mit Götz hatte die Sorgen seines Herzens beschwichtigt, der schwere süße Wein hatte ihn munter gemacht, und so gab er sich lachend der lustigen Gegenwart hin, die ihn des bevorstehenden Abschiedes vergessen ließ. Als ihn eine Wendung des Gespräches an den kommenden Tag erinnerte, fuhr er sich mit beiden Händen ins Haar und grollte: "Gwiss wahr, grad schad is, dass ich fort muss morgen!"

Kunis Augen glänzten auf. Der Pointner aber schlug die Fäuste auf den Tisch und lallte mit schwerer Zunge: "Gelt, siehst es ein, wie's daheim gut und schön is? Aber da kommt man in d' Stadt, reißt 's Maul und d' Augen auf, und bei der Manövergaudi denkt keiner von die Loder mehr an die armen, verlassenen Eltern, die sich daheim hinkümmern müssen."

"Jesses na! Weil Du Dich so viel kümmern musst!", lachte Karli. "Und bildst Dir am End ein, dass man an gar nix anders zum denken hätt als wie an Dich?"

"Ja, an gar nix sonst, als wie an mich!", schrie der Pointner. "Ich bin d' Hauptperson, verstehst mich! Und z'erst komm allweil ich, und nacher kommt lang nix mehr."

"Geh, gib Dich zfrieden, der Karli denkt schon an Dich!", suchte Kuni den Alten zu beschwichtigen. Ein heiteres Zucken ging um ihren Mund. "Und wann's Dir gar so um seine Gedanken z'tun is, nacher muss halt ich mich a bissl drum sorgen, dass er auf'n Pointnerhof net vergisst."

"Was? Was?", lallte der Pointner, während Karli verwunderte Augen machte.

"Ja, weißt, ich gib ihm ebbes mit, dös ihm seine Gedanken verzaubert, dass er an gar nix anders nimmer denken kann, als wie an daheim."

"An Andenken?", staunte der Pointner, dem nach allem verschluckten Wein das Denken bereits zu einer schwierigen Arbeit wurde. Unsicher nahm er das Glas, begoss sich die Brust, und während er die Weste wieder trocken zu legen suchte, streckte er sich und gähnte mit offenem Mund.

Karli fragte in Neugier: "Geh, Du, sag, was wär denn dös für an Andenken? Dös so a Kraft hat? Ah na! Du machst ja nur an Gspaß! Sonst tätst net so spöttisch lachen dazu!"

"Meinst?" Kichernd zog Kuni die Unterlippe zwischen die weißen Zähne und streifte das verdutzte Gesicht des Burschen mit einem übermütigen Blick ihrer dunkeln Augen.

"Geh weiter! Wann so ebbes Seltsames haben tätst, da tätst es mir net geben!"

"No, wer weiß, wann d' recht brav bist?" Sie lachte ihn so eigen an, so wohlwollend fidel, dass Karli nicht mehr wusste, ob er die Sache ernst oder scherzhaft nehmen sollte.

Er schien sich für das letztere zu entschließen, puffte seinen Ellenbogen an Kunis Arm und brummte: "Geh, Du! Kannst nix als d' Leut zum Narren halten!"

Ein rasselndes Geräusch ließ die beiden aufblicken. Der Pointner hielt die Hände über dem Ränzl gefaltet, lag ausgestreckt in seinem Lehnstuhl und schnarchte, dass ihm die Nasenflügel zitterten.

"Du, da schau, Dein' Vatern hat's ummigriffen!", kicherte Kuni.

"Aber gschwind hat's ihn ghabt! Dös gache Einischlucken vertragt er net."

"Geh, tu net so laut, lass ihn halt schlafen!", wisperte Kuni, während sie flink den Kork von der letzten, noch vollen Flasche nahm, um Karlis Glas zu füllen.

"Was machst denn? 's letzte Flaschl hättst nimmer anreißen brauchen! Ich hab schon gnug."

"A Mannsbild, wie Du, kann ebbes vertagen. Und auf gute Freundschaft müssen wir doch mitanand anstößen. Dös tät mich kränken, wann fortgehn tätst, ohne dass a Glasl auf mein Wohl trunken hast."

Er stieß mit ihr an und leerte sein Glas.

"So lass ich mir's gfallen!", nickte sie und griff nach der Flasche. Während sie einschenkte, rückte sie dicht an seine Seite. "Ja, Du, was ich sagen will -" Kichernd berichtete sie, was seit einigen Tagen die Leute im Dorf von der Huberkathl tuschelten, von der Tochter des Nachbarn. Er lachte zu der Geschichte, obwohl er sie bereits kannte. Gleich wusste Kuni wieder was anderes zu erzählen. So plauschte sie mit verhaltener Stimme weiter. Geduldig ließ er es geschehen, wenn sie ihn dabei in ihrer gewohnten Weise neckte, bei der Nase fasste oder ins Ohrläppchen kniff. Wenn er über eine ihrer Geschichten gar zu laut lachte, packte sie ihn am Schopf und drückte ihm die Hand auf den Mund. Im eifrigen Plaudern legte sie ihren Arm auf seine Schulter. Einmal strich sie ihm das Haar aus der feuchten Stirn und kicherte: "Is Dir denn gar so warm?"

Er lächelte harmlos. "Ha na! dös grad net! Aber -" Was er mit diesem 'aber' hatte sagen wollen, brachte er nicht heraus, weil die Schwarzwälder Uhr sich mit einem mahnenden Schlag vernehmen ließ. Erschrocken fuhr Karli auf. "Jesses! Eins hat's gschlagen! Und morgen soll ich raus in aller Fruh! So kurz is mir schon bald an Abend nimmer gwesen!" Hastig schob er sich hinter dem Tisch hervor und streckte die Glieder.

Langsam erhob sich Kuni. Sie lächelte leis und duckte den Kopf zwischen die runden Schultern.

Karli rüttelte den Alten am Arm. "Vater! Tu Dich schlafen legen! Eins hat's geschlagen." Der Pointner rührte sich ein wenig, lallte mit schwerer Zunge und schnarchte weiter. Karli wollte die Weckversuche von neuem beginnen.

Da schob ihn Kuni vom Lehnstuhl fort. "Ich schau schon, dass er einikommt ins Kammerl."

"No, da kannst noch a schöne Plag haben!" Karli wandte sich lachend zur Tür. Als ihm auf der Schwelle die kühle Luft des offenen Flures entgegen strich, hob er den Arm an die Stirn.

"Was hast denn?", fragte Kuni.

"Den Wein fang ich a bissl zum spüren an." Er zog, in den Flur hinaustretend, hinter sich die Tür zu. Da vernahm er aus der Stube die greinende Stimme des Vaters. Ein paar Stufen stieg er die Treppe hinauf, kehrte wieder um und tastete sich in die Küche, um einen Trunk frischen Wassers zu nehmen. Als er wieder in den Flur zurückkehrte, meinte er Kunis zornige Stimme zu hören. Neugierig steckte er den Kopf in die Stube und sah, wie das Mädel aus der Kammer ds Pointners trat und die Tür zudrückte. "Was is denn?"

"Ah mein, Dein Vater! A bissl z'viel hat er halt!", erwiderte Kuni ärgerlich.

"No freilich hat er z'viel!" Karli trat in die Stube, reckte die Arme und setzte sich, wie von Müdigkeit befallen, wieder an den Tisch.

Kuni hatte zwei Talglichter angezündet. Nun brachte sie die beiden Leuchter, und während sie den einen in der Hand behielt, schob sie den andern vor Karli hin und blies die Flamme der Hängelampe aus. "Da hast Dein Licht! Ich leg mich schlafen derweil. Aufräumen kann ich morgen in der Fruh auch noch." Ihre Stimme hatte heiseren Klang. "Gut Nacht also!"

"Gute Nacht, Kuni! Aber was is denn mit dem Andenken, dös mir versprochen hast?"

Da blitzten ihre Augen. Lautlos trat sie vor Karli hin, fasste ihn zärtlich an den Haaren, beugte das Gesicht zu ihm nieder und wisperte: "Was mit dem Andenken is? Droben hab ich's in meim Stüberl! Musst halt nachfragen, wann ich's grad bei der Hand hab." Flink huschte sie zur Stube hinaus.

Karli guckte verdutzt dem Mädel nach. Dieser Abschied erschien ihm sonderbar. Aber Müdigkeit und Wein hatten ihm den Kopf so schwer gemacht, dass er keine Lust zum Rätsellösen verspürte. Und wenn er sich schon Gedanken machen wollte, hatte er an ganz andere Dinge zu denken als an die 'Dummheiten' einer Magd. Seufzend streckte er die Füße, verschlang die Hände hinter dem Nacken, lehnte den Kopf an die Mauer und sah in den flackernden Schein der Kerze.

Er dachte an den kommenden Tag und überlegte, wie er seinen Entschluss, Sanni zu sprechen, am besten verwirklichen könnte. Selbstverständlich würde er schon am frühen Morgen die blaue Montur anlegen. Erstens stand sie ihm gut; zweitens musste Sanni, wenn er sie nur sehen sollte, ohne sie sprechen zu können, aus seinem Gewand den Zweck seines Besuches erraten. Das war aber nur ein angenommener Fall. In seiner rosigen Hoffnungslosigkeit war er der festen Überzeugung, dass ihm alles nach Wunsch gelingen musste. Er hörte sich schon in einem Waldversteck mit Sanni plaudern und legte sich in Gedanken zurecht, was er sagen müsste, damit sie beide vor dem Abschied doch wüssten, wie sie miteinander daran wären. Mit dem Bygotter würde es reichlich noch 'schieche Sachen' absetzen - so schwante ihm. Aber leicht würde er mit dem eigenen Vater ins reine kommen. Der Pointner konnte es kaum erwarten, dass er den Hof an seinen Buben los wurde. Und dass dem Pointner die Sanni als Schwiegertochter wie keine andere gefallen musste, darüber war Karli mit sich im klaren. Seiner Meinung nach gab es auf der weiten Gotteswelt kein weibliches Wesen, das so wie Sanni die Ansprüche des Pointners deckte: 'A richtigs Gmüt und a Gsichtl, dass einer gleich einibeißen möcht!' Kein Wunder, dass er in den Träumen des Halbschlummers, der ihn anhauchte, seinen und Sannis Namen von der Kanzel verkünden und die Hochzeitsgeigen klingen hörte! Was sich weiter noch träumen ließ, das nahm er hinüber in den tiefen Schlaf, in den er, trotz seiner unbequemen Lage auf der harten Holzbank, mit lächelndem Behagen hineingeduselt war.

Stille Minuten vergingen. In der Stube die gleichmäßigen Atemzüge des Schlafenden, die leisen Pendelschläge der Wanduhr und das Ticken eines Holzwurmes. Die Kerze brannte nieder; endlich erlosch sie, und die Glut des Dochtes verqualmte in einem dünnen Rauchfaden. Da knarrte draußen die Treppe. Durch das Schlüsselloch der Tür fiel ein dünner Lichtstreif; nun verschwand er wieder. Mit sachtem Knirschen rührte sich die Klinke, und die Tür ging auf, in ihren Angeln ein bisschen pfeifend.

Karli erwachte. Hatte er den morgen verschlafen? War es der Schein der Sonne, was ihm die zwinkernden Augen blendete? Erst als er sich aufrichtete, merkte er, was los war. Kuni stand vor ihm, in der Hand den Leuchter mit brennender Kerze. Ein kurzer, roter Unterrock schwankte um ihre Knie und zeigte die nackten Füße. Den hübschen Kopf ein wenig zur Seite geneigt, stand sie halb ärgerlich, halb verlegen da, während das rotbraune Haar, das ihr lang um die Schultern hing, in metallenem Schimmer glänzte.

"Was is denn?", stotterte Karli.

"Merkst es net, Du Dapperl?", Kuni lächelte. "Eingschlafen bist, daherunt in der Stuben, schau, und 's ganze Licht is ausbrennt."

"No mein, dös macht ja nix!" Seine Augen huschten scheu über die Gestalt des Mädels.

"Machen tut's freilich nix!", wisperte Kuni, während sie flink nach der Kammertür guckte, hinter der man den Pointner schnarchen hörte. "Aber droben hättst a bessers Schlafen, als wie daherunt auf der harten Bank! Ich hab mir's gleich denkt, wie ich Dich so lang net kommen hab hören. Wie hast Dich denn so versitzen können? Geh, Du Schlafkappen!" Kichernd streckte sie die Hand, mit der sie die Falten des Hemds dicht am Hals zusammengehalten hatte, und haschte den Burschen scherzend beim Schnurrbart.

Karlis Augen wurden heiß. "Kuni!" Er umklammerte ihren Arm und drückte ihn an seine Brust.

Sie taumelte halb auf seinen Schoß, war für einen Augenblick mit dem linden, heißen Mädchenkörper gegen den Zitternden hingepresst und stammele wie erschrocken: "Aber Bub, was hast denn? Sei doch gscheit!" Während sie mit nicht allzu ernster Anstrengung ihren Arm zu befreien suchte, streckte sie den andern Arm mit dem Licht zur Seite und drückte, als wäre ihr bang vor Karlis drohenden Küssen, den Kopf in den Nacken.

Da öffneten sich Karlis Hände. Betroffen sah er an Kuni vorüber auf die weiße Kalkwand. Dort bewegte sich der große Schattenriss eines Gesichtes. Diese harten Züge glichen nicht dem hübschen Kopf der Kuni, sie glichen dem steinernen Schädel des Götz. Und Karli meinte: Die Mauer wäre von Glas, und Götz stünde in der Nacht da draußen, riesenhaft, mit finsterem Gesicht. Und während er das Unbegreifliche sah, klangen in seinem Ohr die Worte, die Götz im Hof zu ihm gesprochen hatte. Und da waren auch Sannis Augen gleich dabei.

Verblüfft stand Kuni vor Karlis wunderlichem Gebaren, das sie nicht zu deuten wusste. Nun drehte sie, der Richtung seiner Blicke folgend, den Kopf. Jene warnenden Züge an der Mauer verschwanden zu einem formlosen schwarzen Schatten.

Aufatmend wandte Karli das brennende Gesicht. Seine Stimme hatte rauen Klang. "Geh weiter! Ich bin schon munter jetzt und find mei' Liegerstatt allein!" Er ging zur Tür.

Kuni verfärbte sich. Ein jäh erwachender Hass sprühte aus ihren Augen. Eine Sekunde nur, und jede Spur von Erregung war von ihrem Gesicht verschwunden. Nur ein wenig Verwunderung sprach aus ihrer Stimme, als sie lächelnd fragte: "Was bist denn auf amal so grob? Da hätt doch eher ich an Grund dazu. Völlig weh tut mir mein Arm. Du bist einer!"

Karli sah noch, wie sie das Haar zurückschüttelte in den Nacken. Dann zog er hinter sich die Tür zu. Es war auch höchste Zeit, dass er aus der Stube kam. Die lauten Worte, die Kuni gesprochen, hatten den Pointner aus dem Schlaf geweckt. Karli konnte noch die brummende Stimme des Vaters hören, und es war ihm, als ginge die Kammertür.

Er stieg über die Treppe hinauf, tappte sich durch die Finsternis in sein Stübchen, warf die Kleider ab und steckte sich auf sein Lager. Wirre Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Dann wieder lauschte er. Minute um Minute verstrich, ohne dass er Kuni über die Treppe heraufkommen und ihre Kammer betreten hörte. Ärgerlich drehte er sich gegen die Wand und versuchte zu schlafen.

Was hatte er denn überhaupt an die Kuni zu denken? Er hätte sich ohnehin die Ohren aus dem Kopf reißen mögen vor Unmut darüber, dass sein Blut einen Augenblick die Oberhand über sein Herz hatte gewinnen können. Nun fiel ihm wieder jener seltsame Schatten ein. Weil er nicht wusste, wie er sich die Sache erklären sollte, musste der 'gute Schutzengel' herhalten, der ihm das eingegeben hatte, was er dem wunderlichen Bild gegenüber empfunden. Ob er wohl auch ohne diese freundliche Assistenz seines Schutzengels der Versuchung Herr geworden wäre? Ach, was - aufs Überstehen kommt's an. Der liebe Heiland ist auch nicht ohne Versuchung geblieben. Das beruhigte ihn, und ungestört konnten seine Gedanken an dem Häuschen im Binderholz vorüber in eine glückselige Zukunft wandern. Dem Pointner-Karli war in dieser schmunzelnden Duselstunde etwas Wohliges in der unbelasteten Christenseele. Das Sündigen kann ja unter Umständen eine sehr nette Sache sein. Aber nicht gesündigt zu haben, ist zuweilen noch viel schöner.

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