Ludwig Ganghofer

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Ludwig Ganghofer - Die Trutze von Trutzberg

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      Ludwig Ganghofer
         Trutze von Trutzberg
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Kapitel 7

   Mit kräftigem Wehen zog der Nachtwind von den Bergen über das ebene Land und blies den Nebel des Moores gegen den fernen See hinaus. Nur mannshoch über dem Bruchboden, zwischen Stauden und Röhricht, blieben die grauen Schleier noch hängen, dick zusammengepresst.

   Aus den rührsamen Nebelschwaden, über denen die tausend Sterne des stahlblauen Himmels funkelten, lugte wie ein schwarzer Keil des Dächlein des Schäferkarrens heraus.

   Ein leises Geklapper.

   Lien hatte den hölzernen Schuber aufgestoßen. Er war erwacht, konnte nimmer einschlafen und in dem engen Kasten begann es ihm schwül zu werden.

   Er saß in der Finsternis gekrümmt auf dem heißen Wolfsfell, mit der Stirn über den aufgezogenen Knien, um die er die Arme geschlungen hielt.

   „Lieni, Du Narr, wie kannst Du so Unsinniges träumen!“

   Nach einer unbeweglichen Weile tat er einen schweren Atemzug und hob das Gesicht an das Schuberloch. Er sah den schwarzblauen Himmel und die flimmernden Sterne.

   „Ich wollt’, dass es tagen tät!“

   Noch niemals in seinem Leben hatte Lien etwas ersehnt mit so dürstendem Christenwillen. Es kam nicht. Und hätte Lien von der Predigt des Wanderpfaffen außer dem Amen noch ein anderes Wort behalten, er hätte in dieser schleichenden Nacht wie Herr Korbin von Puechstein sagen müssen: Das ist Maul ohne Hirn gewesen. Man kann doch nicht als Erfüllung eines Willens bezeichnen, was erst zu erscheinen beginnt nach unerträglichen Ewigkeiten.

   Dem Schäfer dauerte das Warten auf den Morgen zu lagen.

   Er öffnete das Türlein und schob sich ins Freie. Während er nackt auf der Deichsel des Karrens stand, fühlte er an seiner Wade die kühle Schnauze des Wulli. Zu sehen war vom Hund nur ein undeutlicher Umriss. So dick lag unterhalb der Brust des Schäfers der langsam ziehende Grundnebel.

   Irgendwo das Gezwitscher einer Schnepfe, der erste Lebenslaut des nahenden Morgens.

   Gegen Osten erbleichten die Sterne, und der Himmel hellte sich auf, in Gelb und Grün, als trüge er die Puechsteinischen Farben.

   In diese bunte Helle zog wie eine schwarze Stachelschlange die ferne Waldspitze des Seeforstes hinein. Immer spähte der Schäfer über das graue Nebelgebuckel zu dem Wald hinüber, von dem nur die Wipfelzacken zu sehen waren.

   „Ich hab’s doch getan, weil ich’s tun hab’ müssen. Was für Nächt’ müssen Menschen haben, die einen umbringen aus Gier oder Schlechtigkeit!“

   Diesen Gedanken fühlte Lien wie einen Trost, der ihn ruhiger machte, wie etwas Gutes und Frommes, das der erwachende Tag ihm schenkte.

   Während er sich ankleidete, sprach er wie an jedem Morgen sein Vaterunser. Bei einem nahen Tümpel wusch er Gesicht und Hände. Dann schnallte er die Salztasche um, nahm die Schippe, setzte das Hütl auf und stieß die nackten Füße in die schweren Holzschuhe.

   „Komm, Wulli!“

   Mit höchstem Erstaunen betrachtete der Hund seinen vom Nebelgrau umflossenen Herrn, der heute zu vergessen schien, wie gerne Mensch und Tier an jedem Morgen ihr Frühstück einnehmen. Lien vergaß as nur für den Wulli und für sich. Nicht für die Schafe. Weil es für den Austrieb noch zu dunkel war, schwang er sich über den Flechtzaun des Pferches. Wulli, der für die Schafe bedeutete, was für die Menschen der Teufel ist, musste draußen bleiben.

   Die Schafe ruhten noch. Als die ersten aufstanden und den Hirten umdrängten, kamen auch die anderen aus dem Grau herausgetrottet. Das Blöken der Mütter und Jungschafe, das Geblätter und Murren der Böcke und das zarte Klagen der Lämmer vermischte sich zu einem wunderlichen Morgenlied, bei dem die Schnatterlaute der Wildenten einfielen, das Gekreisch der Kiebitze, ein Drosselschlag und der Grugelgesang eines Birkhahns.

   Lien kannte seine dreihundertvierzehn Weidekinder an Wolle, Gestalt und Gesichtern so gut, dass es keinem der gierigen Naschmäuler gelang, zweimal das Salz aus der Hand des Hirten zu erschleichen.

   Als alle Schafe gesälzt waren, fing er eines von den Lämmern, ein zartes und schneewolliges Tierchen, hob es auf den Armen an seine Brust und lachte ein bisschen, weil das Lamm an das Schäfers Hals zu saugen begann. „Gelt, da kriegst Du nit viel!“ Er nahm das Köpfl des Tierchens in seine Faust und betrachtete es im Grau des Morgens lang und aufmerksam, um das werdende Gesicht seinem Gedächtnis einzuprägen. Während er das Lamm zu Boden setzte, sagte er: „Dich lass ich nit schlachten. Und weißt Du, wie ich Dich taufen tu? Mein ‚Silberweiß’ bist Du und bist mein ‚Edelfräulen’!“

   Nun öffnete er den Pferch und ließ die Schafe hinausweiden in den zerfließenden Nebel, der von der nahenden Sonne und vom Widerglanz der Himmels einen rosigen Schein bekam.

   Wieder erlebte Wulli ein unverständliches Ding. Sonst trieb der Schäfer an jedem Morgen gegen den Seeforst, nach der Mittagsstunde gegen die Trutzbergische Moorstraße, am Abend zum Puechsteiner Straßendamm und wieder heim zum Pferch. Heute zum ersten Mal machte der unbegreifliche Lien die Sache umgekehrt und ließ die Herde gegen den Puechstein weiden. Wulli wurde dadurch ein bisschen verwirrt. Es erging ihm wie den Philosophen, wenn sie an den Säulen des Lebens und an der Wirklichkeit der Dinge zu zweifeln beginnen. Allerlei Trugschlüsse verleiteten ihn zu Dummheiten, die den Zorn seines Herrn erregten. Und schließlich, als er ein ganz richtig gegen das Puechsteiner Sträßlein weidendes Mutterschaf an der Wolle fasste, bekam er einen sicher gezielten Rasenbrocken hinter die Ohren. Er war gekränkt. In solchem Gemütszustand stellte er das rechte Spitzohr trotzig nach aufwärts, während er das linke wehmütig nach abwärts schlappern ließ.

   Ganz rosenfarben wurde der Nebel. Leuchtend hing er um Himmel, Wasser, Stauden und Blumen her, wie ein seidener Schleier um das Gesicht einer schönen Frau.

   Auf dem Straßendamm, der zum Puechstein führte, klapperte was. Immer näher, immer deutlicher.

   Wulli schlug an. Nur einen einzigen scharfen Kläfflaut ließ er hören. Dann erinnerte er sich, dass er beleidigt war, bleib schweigsam und drängte die Herde vom Puechsteiner Straßendamm zurück. Weil er nichts hinter die Ohren bekam, befestigte sich in ihm die Überzeugung, dass Lien, der Rätselvolle, jetzt endlich wieder zu klarer Vernunft gekommen wäre. Mit gesteigertem Fleiß revierend, trieb Wulli die Herde gegen den Seeforst hinüber, wie es seit Hundesgedenken für jeden Morgen so bestimmt war durch ein unerschütterliches Gesetz der Ewigkeit.

   War der Schäfer blind geworden? Er schein nicht zu sehen, was Hund und Herde taten. Aber seine Augen waren offen, seine Augen glänzten. So stand er in unbeweglichem Lauschen, den Hals gestreckt, das Kinn auf dem Schippenschaft.

   Es klapperte und pochte, immer deutlicher, immer näher.

   Im Gesicht des Schäfers spannte sich jeder Zug.

   Hat einer die Augen, die Ohren und die Sinne des Lien – und er reitet auf einem Gaul vom Moor zum Puechstein und vom Puechstein wieder zum Moor – da muss er um Herrgotts willen den Eisenschlag eines Pferdes doch kennen wie die eigene Stimme. Nicht zwei Menschen, nicht zwei Hunde, nicht zwei Schafe haben das gleiche Gesicht. Da kann es auch nicht zwei Pferde geben mit dem gleichen Hammerton der galoppierenden Hufe.

   „Heilig! Das ist ihr Rössl!“

   Lien machte ein paar rasende Sprünge und blieb wieder stehen, wie versteinert.

   Es pochte und klapperte, immer deutlicher, immer näher.

   Jetzt tauchte auf dem ebenen Straßenstrich der graue Schemen des Gaules im leuchtenden Nebel auf und hielt.

   Eine klingende Mädchenstimme.

   „Schäfer!“

   Weil Lien noch immer stumm blieb, heilt es Wulli für dringend notwendig, eine Warnung vernehmen zu lassen. Während er die Herde noch flinker gegen den Seeforst hinüber trieb, kläffte er drei scharfe Laute in den Farbenzauber des Nebels. Das bedeutete in der Hundesprache: „Herr, pass auf! Was Gefährliches kommt.“

   Auf dem Straßendamm ein feines freudiges Auflachen. Und der graue Schemen des Gaules, auf dem sich die neblig zerflossene Gestalt der Reiterin mit farbigem Schimmer zu säumen begann, stapfte über das Gehäng des Sträßleins in den Bruchboden herunter.

   Da wurde der steinerne Schäfer lebendig, obwohl er die Warnung des Wulli gar nicht vernommen hatte. „Gotts Not! Die reitet doch grad in die Wasserlöcher hinein!“ Er musste an die bösen Blutegel denken, die zu Hunderten in diesen Tümpeln wohnten und rief erschrocken: „Du! Wirst stehen bleiben oder nit!“ In so fahrigem Zickzack, wie eine aufgescheuchte Bekassine fliegt, sprang er mit rasender Schnelligkeit zwischen den Sumpfgruben über die festen Bodenstriche hin und bekam den Zaumriemen der Fuchsstute rechtzeitig noch zu fassen, bevor sie in das von Moorgeschling überwachsene Wasser hineintappte. Der Gaul scheute ein bisschen, erkannte den schrecklichen Schäfer und schien zu besorgen: ‚Jetzt wird’s wieder rennen heißen wie verrückt.’ Das Gegenteil geschah. Der Schäfer stand ruhig, gleich einer hölzernen Säule.

   Und während seine braune Faust der Stute kein Schrittlein mehr vergönnte, sagte er missmutig: „Edel Fräulen! Bist Du unsinnig? Was tust Du denn da?“

   Wie eine Träumende lächelnd, beugte sich Hilde, die bei dem heimlichen und flinken Morgenritt heiße Wangen bekommen hatte, aus dem mit einem neuen Riemen gegürteten Frauensattel herunter und blickte forschend in die Augen des Lien. Sie trug nicht das grüne Reitkleid, nur ein braunes, schmuckloses Hauskittelchen, das ihr beim Sitz im Sattel kaum handbreit über das Knie reichte und die aus Hasenwolle gestrickten, an den Fußknöcheln zugebundenen Beinhöschen sehen ließ. Der eine Fuß stak in dem großen Schalenbügel, der andere war umhüllt von einer rehledernen Hausschlappe mit blauem Bändel. Bis zu den Händen fielen die weitfaltigen Leinwandärmel des Hemdes. Eine Marderkappe bedeckte halb das noch ungestrählte, zu vielen Löcklein zerwirrte Haar.

   Während die beiden einander schweigsam betrachteten – Hilde unter frohem Lächeln, Lien mit Unbehagen und in wachsender Sorge – glänzte durch das feine Geriesel des blad sich verdichtenden, bald wieder dünn zerfliegenden Nebels ein zartes Farbengeheimnis der Sonnefrühe. Wenn die Dünste sich lösen wollten, durchzüngelte sei ein leuchtender Goldschein des Morgens, und die veilchenblauen Schatten des Schäfers und der Reiterin fielen lang hinaus über Wasser und Bruch, umschimmert von hellen Lichtkreisen. Wurde der Nebel wieder dichter, so verschwanden die zwei märchenhaften Schatten, und durch das rieselnde Dunstgekräusel spannten sich, hurtig erwachend und langsam wieder verschwindend, jene dreitönigen Farbenbogen, wie man sie manchmal sieht im Tropfenfall eines großen Springbrunnens oder im Wasserstaub eines Sturzbaches.

   Hilde und der Schäfer hatten für diese himmelschöne Erscheinung nicht die verdiente Aufmerksamkeit. Immer sahen sie einander in die Augen.

   Noch tiefer beugte sich das Fräulein herunter. „Lien!“, klang eine leise Stimme, in der sich Freude mit Bangen mischte, wie Tag und Nacht sich verweben zu Dämmerung. „Ein Mensch hat sterben müssen. Das ist hart. Aber sündig bist Du nit. Du hast meinem Vater geholfen, dass er leben darf. Hättest Du nit geholfen, mein Vater hätt’ sterben müssen.“

   Der Schäfer wurde bleich. „Edel Fräulen, ich weiß nit, was Du redest.“

   „Tu Dich nit verstecken, Lien! Keiner hat Dich gesehen. Nit der Vater und nit der Veit. Niemand weiß es. Bloß ich allein. DU bist der Starke gewesen, der geholfen hat. Ich hab’ Dich gesehen, allweil in der Nacht.“

   Er lachte wie in Schmerzen. Dann zogen sich seine Brauen hart zusammen und seine Stimme ging durch die Zähne: „Wenn ich aber doch nit versteh!“

   „Lien!“, sagte sie streng. „Was hast Du gestern getan, wie Du fort geritten bist vom Puechstein?“

   „Ich bin vor den Knechten hergetrappelt. Und derweil die Lahmnocken gewesen sind, ich weiß nit, wo, da hab’ ich Dein Rössl an eine Staud gebunden.“

   „Wenn Du betest, Lien, sagst Du bloß: Vaterunser und Amen? Da ist noch viel dazwischen. Sag mir’s, Lien!“

   Seine Stimme wurde rau. „Dazwischen ist gewesen, dass ich mich sorgen hab’ müssen um meinen Pferch.“

   Ein Zug von Kummer erschien in ihrem heißen Gesicht. „Lien, Du lügst!“

   Er streckte sich. „Gelogen hab’ ich noch nie. Das tät’ kein richtiger Schäfer sein, der sich nit sorgen müsst’ – wenn er weit vom Pferch ist.“

   Bei seinen letzten Worten musste sie lächeln. „Lien, sag mir, wie weit Du werfen kannst mit einem gewichtigen Stein?“

   „So weit ich’s halt fertig bring!“ Das Blut war ihm in die Stirn gefahren. „Ist’s weiter, so wirf ich nit.“

   Sie blickte durch den schwindenden Nebel über das in Sonne sich aufhellende Bruchland hin und deutete mit dem Arm. „Siehst Du den scheckigen Vogel, Lien?“

   Langsam drehte er das Gesicht und nickte. Auf hundertunddreißig Schritte zwischen dem Farbengewimmel der Blumen war eine Elster beim Schneckenschmaus.

   „Kannst Du werfen so weit?“

   Er schwieg.

   „Sei gehorsam, Schäfer! Wirf! Ich tu’s gebieten als Deine Herrin, die ich werd’ einmal!“

   Lien gab den Zügel des Pferdes frei. Um seinen Mund war ein trotziges, fast spöttisches Lächeln, während er mit der Schippe einen Kiesel aus dem Moorboden heraus stach. Er warf. Der Stein pfiff nicht im Flug, war sichtbar in der Luft und verfehlte das Ziel so weit, dass die Elster, als sie den fernen Plumps des fallenden Kiesels vernahm, nur ein bisschen aufgackerte, zu einer Staude flog, verwundert herumguckte und dann mit Fleiß die unterbrochene Schneckenjagd wieder aufnahm.

   Ruhig sagte Lien: „Jetzt siehst Du’s, gelt!“

   Lange schwieg das Fräulein und blickte zu der hüpfenden Elster hinüber, mit einer wunderlichen Trauer in den Augen. Nun sah sie den Schäfer an und sagte wie in Kummer und Zorn: „Ein David soll nit lügen mit Wort und Stein. Die Starken müssen ehrlich bleiben. Gestern ist ein Böser gestorben, und es wird Leut geben, die weinen um ihn. Ihr Kummer erbarmt mich auch. Aber ich hab’ mich freuen müssen um meines Vaters willen. Die ganze Nacht, bis es Tag geworden, ist was Schönes in meinem Herzen gewesen. Das hast Du mir jetzt verdorben. Drum wollt’ ich, dass ich daheim geblieben wär’. Da hätt’ ich mein Schönes noch.“ Sie wandte das Pferd, ließ es hinaufklettern auf den Straßendamm und trabte gegen den Puechstein hin. Lien stand unbeweglich und sah dem Fräulein erschrocken nach. Keines von den beiden merkte, dass der Nebel völlig verschwunden war, und dass die reine, schöne Sonne hinleuchtete über das Bruchland.

   Umflossen vom Goldglanz des Morgens und umhaucht vom stärker werdenden Duft der Heideblumen, hatte der Schäfer ein sehr verdrossenes Gesicht. Während die Reiterin hinter dem hohen Gestrüpp der Weiden und Erlen verschwand, bekam er ein so übles Aussehen, als hätte er zum ersten Mal in seinem Leben das zweifelhafte Sonntagsschmalz der Frau Angela nicht gut vertragen. Mit einem grimmigen Armstoß trieb er die Schippe tief in den Moorboden und murrte vor sich hin: „Was Schönes? So? Wenn die Seeburger mich aufknüpfen? Ein Schäfer möcht auch leben, nit bloß der Ritter von Puechstein.“ Er wandte sich und guckte verloren über die in der Morgensonne schimmernden Wassertümpel hin. Und was hatte er denn nur im Hals? Immer musste er sich räuspern. Wie eine Klette unlösbar in der lockigen Wolle eines Lammfelles haften bleibt, so blieb in seiner wunderlich bedrückten Seele der stechende Gedanke hängen: Dass er dem edlen Fräulein von Puechstein etwas Schönes nicht hätte verderben dürfen. Er verstand nur nicht, was sie mit dem „Schönen“ gemeint hatte. Immer sann er darüber nach. Dann plötzlich erwacht er und weil er keinen Wulli und keine Herde sah, guckte er so verwundert in der Welt herum, wie es die vom Steinwurf aufgescheuchte Elster getan hatte.

   „Höia?“, schrie er mit hallender Stimme und hörte den Hund weit drüben beim Seeforst Antwort geben. „Mir deucht, heut ist der Wulli irrsinnig worden!“ Er fing zu rennen an und fand die Herde am Waldsaum, pflichtgemäß behütet vom Wulli, der jetzt auch das linke Spitzohr straff in die Höhe hielt und augenscheinlich sehr stolz darauf war, dass er die aus den Fugen gegangene Weltordnung wieder eingerenkt hatte.

   Die Rätsel des Lebens nehmen nur leider nie ein Ende. Legt man die gelösten beiseite, dann kommen die neuen. Lien, der Unbegreifliche, sorgte dafür, dass Wulli an diesem Tag aus der Verzweiflung nimmer herauskam und schließlich nicht nur die beiden Ohren schlappern ließ, sondern auch noch die Schweifquaste andauernd zwischen den Beinen hatte – ein Zeichen höchster Ratlosigkeit und tiefster Bestürzung.

   Dabei zählte die Tatsache, dass Lien am diesem Unglücksmorgen völlig vergaß, für sich und den Hund zu kochen, gar nicht mit. Wulli war ein allzu pflichtgetreues Hundekind, um das Knurren seines Magens als eine besonders wichtige Lebensforderung zu betrachten. Viel unbegreiflicher erschien ihm der Umstand, dass Lien, sonst der beste unter allen Schafhirten, seiner Herde de gute und reiche Äsung am Saum des Seeforstes nicht vergönnte, sondern sie hinüber trieb zu der schon gründlich abgegrasten Pferchstelle. Hier kam von allen Rätseln das dunkelste. Der aufgeschlagene Pferch musste immer eine ganze Woche stehen, von Freitag zu Freitag; nun stand er doch erst drei Tage; vier Tage fehlten noch bis zum Umzug; dennoch begann der Schäfer die Stücke des Flechtzaunes niederzulegen und die Pflöcke auszureißen. Er ging und kam und schleppte bei jedem neuen Gang eine zentnerschwere Last auf seinem Rücken, um die Hürdenteile hinüberzuschaffen zu einem von hohen Stauden umschützten Bruchboden, den er als neue Pferchstelle gewählt hatte.

   Diesen Vorgang empfand Wulli als eine Weltkatastrophe. Wie hätte er zu dem vernunftwidrigen Gedanken kommen sollen, dass der Schäfer an diesem Tag das ruhige Stehen nicht ertrug, sondern quälende Sehnsucht nach einer schweren, alle Kraft seines Körpers erschöpfenden Mühsal fühlte, um nicht immer darüber nachsinnen zu müssen: Wieso er dem edlen Fräulein von Puechstein „was Schönes“ verdorben? Und um die drückende Einsicht loszuwerden: Dass er aus dummer Besorgnis um sein wertloses Häuflein Leben zwar nicht mit Worten, aber doch mit einem unehrlichen Steinwurf zum Lügner geworden war! Er zerrte an den Pfählen, schubste und wirbelte die schweren Zaunstücke, schleppte und rannte, dass ihm die Schweißfäden wie glitzernde Silberlinien über das braune Gesicht und über den sehnigen Hals auf die Brust herunter liefen.

   Und Wulli, während er verstört und ruhelos die Herde umkreiste und immer, wenn er sich vom Schäfer entfernte, das Gesicht über den Rücken bog, setzte sich hundertmal für ein paar Sekunden in das Heidekraut, ließ die Ohren hängen, ließ die Zunge jappen, musterte ratlos den rätselvollen Schäfer und wurde von einer so betäubenden Zerstreutheit befallen, dass er die wichtigsten Dinge dieses Morgens übersah. Immer winselte er leise zu seinem Herrn hinüber, ließ aber keinen Laut vernehmen, als vier Puechsteinische Knechte aus dem Seeforst herausgaloppierten und über den Straßendamm nach Hause jagten – und schlug nicht an, nicht mit einem einzigen Kläffer, als der Trutzbergische Jäger und sein Weib, einen mit erstochenen Rehen und Hasen voll gepfropften Karren im Laufschritt über das Seesträßlein gegen die Burg des Herrn Melcher zogen.

   Lien hörte wohl das Geholper des Karrens, warf aber keinen Blick zur Straße hinüber und belud seinen Rücken noch schwerer.

   „Guck“, sagte das Weib des Jägers, „der Schäfer hat’s auch schon im Wind, dass ein Elend kommt. Der schafft seinen Pferch in die Stauden.“

   „Red nit!“, brummte der Mann. „Zieh lieber ein lützel besser!“

   Die beiden schleppten mit vorgebeugten Schultern und unter keuchenden Atemzügen.

   Bei den Bauerngehöften und in den kleinen Dörfern, die zu Füßen des Trutzberges lagen, rannten die kreischenden Kinder zusammen, die Weibsleute kamen schwatzend zum Wildkarren gesprungen, und die Mannsbilder bestürmten den Jäger mit Fragen, auf die sie keine Antwort erhielten.

   Als der von einer schwärzlichen Fliegenwolke umsurrte und in der heiß werdenden Morgensonne übel duftende Karrens ich dem Burgsteig näherte, begegnete ihm eine vierzigjährige Weibsperson, die ein hässliches Gesicht, aber einen festen und drallen Körper hatte. Ihre Augen waren verweint, in der Hand trug sie ein schweres Bündel und der braune Rock war geschürzt wie zu einer weiten Wanderung. Es war die sündhafte Witib, die von Frau Engelein an diesem Morgen einen ungeschriebenen Laufpass erhalten hatte, wodurch der Trutzbergische Baum der Erkenntnis für den Jungherrn Eberhard auch den letzten anbeißbaren Apfel verlor.

   Bevor noch Herrn Melchers Torwärtl den nahenden Wildkarren gewahrte, hatten ihn die Fuchsaugen der Frau Angela schon entdeckt.

   Die sittenstrenge Hausehre stand im grauen Morgenkittel auf einem steinernen Altänchen, das gleich einem aus Stein gesägten Schwalbennest an der hohen Mauer des Herrenhauses klebte. Verschiedene Kleidungsstücke in Rot und Grün waren auf dem Geländer in der Sonne ausgebreitet und dufteten sehr heftig nach Terpentin. Seit Sonnenaufgang, seit drei geschlagenen Stunden, war Frau Angela hier mit Bürste, Stöcklein und Reiblappen emsig beschäftigt und putzte, klopfte, kratzte und rippelte die vielen Mahlflecken und Weintrenze raus der Sonntagswad ihres achtfingerigen Ehegemahls.

   Der lag noch im Bett, mit einem grauenvollen Katzenjammer behaftet. Durch die Altantüre klang seine schmerzvolle Stimme heraus, die dem Wanderpfaffen eine von ehrlicher Christensehnsucht nach Lebensruhe und ungestörtem Jagdrecht erfüllte Epistel an die Brüder Peter und Heini von Seeburg in die Feder sagte. Das war der große Schlag, den er bei der Predigt unter der Linde wider die ungerechten Bedränger des Seeforstes zu führen beschlossen hatte. „Denen sag’ ich’s! Die sollen ihre Luser spitzen!“ Bei dem Haarweh, das ihn hinter den Ohren mit hundert Nadeln stach, fiel ihm selber was Neues und Wirksames nicht ein. Drum stülpte er die Predigt von dem das Himmelreich erkämpfenden Christenwillen für die Anwendung auf jagdliche Verhältnisse um. Wie der Wanderpfaff den weidmännischen Eifer eines Jägers als Gleichnis für den sicheren Seligkeitsgewinn eines christlichen Herzens benützt hatte, so machte Herr Melcher den Himmelsfang eines guten Christen zum Gleichnis für den unausbleiblichen Wildzuwachs bei jagdnachbarlicher Harmonie.

   „Gnädiger Herr Melcher Trutz“, mahnte der zum Schreiber gewordene Priester, „heilige Sachen sollt man nit als Leder über einen irdischen Leisten klopfen. Solch ein Exemplum geziemt sich in der Christenlehr, aber nit für einen Jägerzank.“

   „Halt Dein Maul, Pfäfflein! Du verstehst Dich aufs Predigen, und ich – ‚ooh weh, ach weh’, sagt der alte Kaplan – ich versteh mich auf meine Jägersorg. Tunk ein und schreib: ‚Das ist als wie bei einem Wanderpfaffen. Reißt er das Maul zu fleißig auf, lärmet und klopft er in jeder Stund und stieret er allweil mit dem bußfertigen Stecken in der Christenseel herum, so husset er nit die teuflischen Füchs aus des Christen Herzrevier, sondern hetzet die Butterhäslein der frommen Geduld und die Reechlein der guten Fürsätz in ein unseliges Absterben. Grad so ist es mit einem schlechten Jäger und boshäftigen Nachbar, der die von Gott gesetzte Banngrenz nit einhalten und der notwendigen Schonzeit nit achten will.“

   Als Herr Melcher, sich immer mit neuen Haarwehklagen unterbrechend, dieses herrliche Exemplum zum weidmännischen Seelenheil der Brüder von Seeburg weiterspann – das war der Augenblick, in dem Frau Engelein das letzte rosige Andenken an die süße Speise aus ihres lieben Gatten linkem Strumpfschlauch herausgerippelt hatte. Nun wollte sie den rechten in die Kur nehmen. Da gewahrte sie den über den Burgsteig heraufschleichenden Wildkarren und sah die vielen Rehläufe herausragen, wie klagend zum Himmel gestreckte Hände, von denen jede nur zwei Finger hatte. Gleich ärgerte sich Frau Angela so schrecklich, dass ihre Nase noch spitziger, ihr übernächtiges Gesicht noch gelblicher wurde. Von der letzten Jagd her standen in ihrem Keller noch drei Fässer mit gesurtem Wildbret. Nun hatte ihr Mann, dieser unbedachte Verschwender, ohne ihr Wissen ein neues Wildschlachten anbefohlen! Wer sollte die sündhaften Berge von Wildbret verschlucken? Das viele Fleisch musste überständig werden! Oder man musste wieder tiefe Schäffer voll der kostbarsten Speise hinüberschicken zum notigen Puechstein!

   Im Herzen noch ein Restlein des Mutterzornes, von dem sie im Stübchen des Burgkaplans überfallen worden war, surrte sie bei diesem neuen Ärger in die eheliche Schlafstube hinein, über dem einen Arm den noch ungeputzten Strumpfschlauch, in der anderen Hand den frisch eingetauchten Terpentinlappen. „Ja Mann, ja Mann!“ begann sie zu keifen. „Bist Du denn ganz von Gott verlassen?“

   „Jöi, jöi, nit so laut!“, klagte Herr Melcher und fuhr sich mit beiden Händen an den Hinterkopf. „Jedes scharfe Wörtlein geht mir wie ein Hornaußenstich in den Schädel. Und wirf das stinkige Läpplein fort! Das ist ein Gerüchl, das mich zum Speien kitzelt!“ Um dieser gefährlichen Reizung zu entrinnen, heilt er sich die Nase zu und guckte in eine dunkle Ecke, in der ein Wendeltrepplein hinaufführte zu einer Magdkammer.

   Frau Engelein wurde wütend.

   „Warum saufst Du so unmäßig, wenn Du es nimmer vertragen kannst!“

   „Ich weiß, ich weiß, aber ich tu’s halt doch! Es ist schrecklich! Der Mensch ist wie ein störrischer Hammel, der sich nit bessern und zähmen lasst! Gelt, Pfäfflein, das weißt Du vom Beichtstuhl her: Wie dünnfädig der leibe Herrgott das Gute und wie dauerhaft der Teufel das Böse im Menschen erschaffen hat!“

   Nach solcher Bekundung seiner Lebensweisheit nahm Herr Melcher die heilsame Beschäftigung wieder auf, in der ihn seine gereizte Hausehre unterbrochen hatte. Mit dem Messer, das seien dreifingerige Hand auf eine ganz seltsame Weise festhielt, schnitt er dicke Rauchwurstscheiben in eine Zinnschüssel, darin sich, mit Essig und Öl getauft, schon ein Gemenge von Zwiebeln, Sellerie und geselchten Forellenschnitten befand.

   So nackicht, wie es ihm Herr Korbin von Puechstein geraten hatte, lag er unter der Decke des rot und grün überhimmelten Ehebettes, in dem er ebenfalls die weitaus größere Hälfte besetzt hielt, nicht, weil er der anspruchsvollere, nein, nur weil er der wesentlich dickere Teil des Trutzbergischen Glückes war. Haar und Bart standen aufgesträubt wie die Stacheln eines Igels, der den Fuchs in der Nähe wittert. Und aus dem rot geäderten Rundgesicht traten die Augen hervor, als hätten sie die Absicht, sich in Schneckenhörnchen zu verwandeln. Dazu hatte er zwischen klagenden Wehgrimassen immer wieder ein gutmütiges Lachen. Herr Melcher Trutz war ein Christenmensch, den der versöhnliche Herrgott auch Nackicht und selbst im Katzenjammer wohl lieb haben musste.

   Frau Engelein hasste ihren Gemahl in diesem Augenblick. Doch ihr Zorn wurde gedämpft durch die Anwesenheit des Wanderpfaffen, der neben dem Bett mit Kiel und Pergament an einem Tischlein saß, auf dessen Platte er die hölzerne Tintenkapsel mit dem Stahldorn befestigt hatte. Durch die Altantüre glänzte eine Goldwoge der Morgensonne herein, ließ Frau Angela einen langen, mageren, gegen den Betthimmel hinauf geknickten Schatten werfen und fiel mit freundlichem Schimmer über den schon übel beklecksten Pfühl und in die Zinnschüssel mit den sauren Köstlichkeiten. Bei der gereizten Klage, mit der Frau Engelein jede Verschwendung im allgemeinen und eine aberwitzige Wildbretvergeudung im besonderen verurteilte, wuchsen sich die Schneckenhörnchen in Herrn Melchers ernst gewordenem Antlitz noch größer aus. Es entwickelte sich zuerst eine Debatte, in der Herr Trutz seine Hausehre und Frau Angela ihren Gemahl nicht zu verstehen schien. Dann kam es – trotz der Anwesenheit des Wanderpfaffen, der sich blind und taub stellte – beiderseits zu äußerst feindseligen Redensarten. Frau Angela in ihrem Misstrauen vermutete, dass der sinnlose Verschlamper kostbarer Lebenswerte das unschuldige Kindlein spielen und sich herauslügen möchte. Und Herr Melcher verlor mit der guten Laune auch die gemütliche Geduld, fühlte sich schuldlos in jeder Hinsicht, drehte sich im Bett herum und wollte, um seine Ruhe zu erkämpfen, unter einem eindringlichen Kraftwort die seidene Decke übers Ohr zeihen. Dabei dachte er nimmer an die Zinnschüssel. Öl und Essig, geselchte Forellenbröcklein, Zwiebelschnitten, Sellerie und Rauchwurstscheiben verteilten sich fächerförmig über die grüne Seide. Frau Engelein tat einen gellenden Klageschrei und gebrauchte neuerdings den Namen eines Tieres, das man in seinen Kindheitstagen als Ferkelchen zu bezeichnen pflegt. Herr Melcher guckte erschrocken drein, und während man aus dem Burghof herauf einen Lärm von vielen zornigen Stimmen hörte, klang draußen auf der Holzstiege ein Gepolter und eine brüllende Jünglingsstimme:

   „Vater! Not und Mordio! Vater! Vater! Vater!“

   Die feindlichen Parteien im Ehegemach verstummten und über der Schwelle der aufgerissenen Türe stand Jungherr Eberhard wie ein rasender Ajax mit blanken Eisen und donnerte in Wut: „Die Seeburger haben gestern unseren Jagdforst ausgehetzt, an die dreißig Reh und Hasen sind erstochen, der Puechsteiner ist dazugekommen, ein schiecher Handel hat angehoben, Herr Korbin ist verwundt, und der Peter Seeburg ist tot geschmissen.“ Er musste Atem schöpfen und lehnte sich gegen die braun getäfelte Mauer.

   Ein kurzes, beklommenes Schweigen. Der Wanderpfaff bekreuzigte das blasse Gesicht und begann zu beten. Frau Angela überschlug in einer halben Sekunde, mit wie viel Dukaten, Brandschaden und Raubgut der Trutzberg eine Blutfehde wider die Seeburgischen bezahlen müsste, fing zu weinen an und jammerte: „Not über uns! Und alles Elend vom Puechstein her! Alles vom Puechstein!“

   Herr Melcher bewegte zuerst nur die Zunge, ohne ein vernehmliches Wort zu sagen. Dann tat er einen Fluch, der ihm die bedrückte Seele erleichterte. Er sprang aus dem Bett, benützte die grüne Seidendecke als ungenügendes Feigenblatt seiner Blöße und griff unter neuen Flüchen nach seinem blank an der Wand hängenden Schlafstubendegen. Dabei stieß er mit der Hüfte an das Schreibtischlein und warf die Tintekapsel um. Ein schwarzer Guss fuhr über die nun völlig entbehrlich gewordene Bekehrungsepistel an die Brüder von Seeburg hin, und ein Regen von Tintentropfen überspritzte die untere Hälfte des Herrn Melcher, seine grüne Notschürze und das weiße Linnlaken des verlassenen Bettes mit den zerstreuten Sauerbissen.

   Frau Engelein, die einem Gespenst glich, schien durch das erste Entsetzen bei ihrem befleckten Ehebett zurückgehalten zu werden. Doch als sie ihren Gemahl, der von rückwärts einem ins riesenhafte entwickelten Amor glich, mit Eberhard aus der Stube hinausstürmen sah, riss sie kreischend ihres Mannes Werkeltagswad vom Sessel, raffte aus dem Kasten einen Waffenrock heraus und rannte verzweifelt hinter den zwei Entschwundenen her.

   In der still gewordenen Stube blieb nur das lächelnde Wanderpfäfflein zurück. Nach einer kurzen Besinnungspause stach es mit dem Federmesser die von der Tinte verschonten Rauchwurstscheiben, Zwiebelstücklein und Forellenfragmente aus dem schwarz gesprenkelten Linnlaken heraus und genoss sie als Ergänzung des Frühstückes, das ihm Frau Engelein sehr knauserig vorgemessen hatte.

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